Autor Thema: Hat der Bezirksschornsteinfeger eine persönliche Verantwortung f. d. Abkassieren  (Gelesen 939 mal)

Datko

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... Nach meinem heutigen Entschluß und auch mit dem persönlichen Gespräch mit dem "Mensch" Bezirksschornsteinfeger werde ich aus moralischen Gründen
kein Verfahren in einem Zivilverfahren gegen Ihn führen.  Er kann nichts dafür an dieser gesetzlichen Schieflage . Es wäre falsch ihn persönlich anzugreifen. ...

Es macht wahrscheinlich keinen Sinn, gegen die lokalen Bezirksschornsteinfeger massiv vorzugehen, trotzdem ist er mein Ausbeuter. Er ist das eigentliche Übel, ohne ihn hätte ich meine Ruhe.

So sieht die Wahrheit aus:

""Wir hatten keine Kunden, sondern Opfer", bringt es der Leonberger Schornsteinfegermeister Bernd Mörk auf den Punkt."
Leonberger Kreiszeitung 16.02.2010
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2389217_sz_hier_artikel_9223_-ende-der-quot-eingezaeunten-nationalparks-quot-naht.html?_suchtag=2010-02-16
« Letzte Änderung: Jan 13, 2012, 06:39 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
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MB500SL

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Hallo Herr Datko

Keine Frage Sie haben schon Recht in Ihrer Aussage. Aber ich muß das auch mit mir ausmachen können und hier trenne ich den Mensch zwischen seinem ausgeübten Beruf und als Privatmann.  Keine Frage der Beruf des Bezirksschornsteinfeger ist ein absolut "sinnloser Beruf" aber das ist wieder Deutschland hautnah. Deutschland ist Spitzenreiter im messen,prüfen und verwalten . Da macht uns niemand was vor.
Es ist immer wieder eine andere Situation wenn man mit jemand einmal fast eine Stunde spricht und persönlich im eigenen Wohnzimmer sitzt. Und der Kaminfeger war bei mir in diesem Fall mehr als Privatmann und nicht als Hoheitsbehörde vor der ich erst einen Knicks machen muß vor Hochachtung.
Natürlich ist er auch ein "Gefangener" in diesem System ,aber er ist nur das allerletze Glied. Die Schuldigen sind alle die wo Sie mitversorgen müssen und das sind ganz klar die in den "oberen Etagen " der Kaminfegerzunft,die sich nicht die Hände schmutzig machen und schön mit Anzug und Krawatte herumlaufen und sich bei der Politik "einschleimen" ,damit alles schön weiterläuft wie bisher . Wenn alles zusammenbricht,dann gibt`s den Job des "kleinen" Kaminfeger am Ende
zwar auch nicht mehr , aber dann zieht es alle mit in den Sumpf. Dann ist das eben so. Dafür bin ich auch.
Vielleicht wird`s jetzt einwenig klarer.
Mb500SL
« Letzte Änderung: Jan 13, 2012, 06:40 von Datko »

TWMueller

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Sind wir doch mal ehrlich. Es ist doch nicht der Beruf des "Schornsteinfegers", der zu Problemen führt. Es ist die Rechtskonstruktion mit Bezirks-Monopolen, unklaren Mischverhältnissen aus Handwerk und Behörde. Es sind die überzogenen und sachlich nicht nachvollziehbaren Prüf- und Kehrpflichten, die weniger der Sicherheit denn der Einkommenssicherung dienen sollen.

Aber vergleichen wir es doch mal gedanklich mit einem anderen Beruf. Nach Erfindung der Dampfmaschine und des Otto-Motors nahmen die Reit- und Kutschenpferde auf unseren Strassen rapide ab. Weniger Pferde bedeutet jedoch auch weniger Bedarf für Hufschmiede. Hätte deren Lobby in Verbindung mit einer Protektionspolitik seinerzeit ein Hufschmiede-Handwerks-Gesetz erlassen, wir alle müßten heute noch jährlich unsere KFZ zum Bezirks-Hufschmied bringen, um die Profiltiefe der Reifen prüfen zu lassen. Vielleicht hätten die Schmiede aber auch die Politik überzeugt, dass nur ein Bezirks-Handwerker den Überblick über die Fahrzeuge in seinem Bezirk habe und folglich die Abnahme eines Fahrzeugs bei Inbetriebnahme nur durch die Bezirks-Hufschmiedemeister erfolgen dürfe. Und weil die Bereifung immer besser und haltbarer wird, erhalten die Bezirks-Hufschmiede von der Politik auch noch die Aufgabe zugeschustert, den CO-Gehalt im Abgas zu messen. Demnächst wären dann wohl Kontrollen der KFZ-Klimaanlagen auf versteckten Schimmel Bestandteil der Pflichtprüfungen. Und eine Pflichtbelehrung aller Nutzer von Benzin oder Diesel-KFZ durch den Bezirks-Hufschmied zum Zwecke der Energieeinsparung soll im Gespräch sein.

Und sollte ein KFZ-Halter nicht zuhause sein, wenn der Bezirks-Hufschmied seinen Kontrollbesuch per gelbem Klebezettel angekündigt hat, kann die Verwaltung mit Hilfe der Polizei die Garage zwangsöffnen lassen, um die zwangsweise Kontrolle der Profiltiefe zu ermöglichen. Alles natürlich nur, um die Öffentliche Sicherheit zu erhalten.

Aber zurück von der Phantasie. Natürlich ist der Beruf des "Hufschmieds" ein ehrbarer Beruf und ich entschuldige mich ausdrücklich bei allen Hufschmieden, dass ich ausgerechnet diesen Beruf für mein Beispiel gewählt habe. Hufschmiede sind Handwerker und jeder Pferdebesitzer ist froh, wenn er für seinen Liebling einen freundlichen und handwerklich guten Schmied findet. Aber jeder Pferdebesitzer kann natürlich FREI und SELBSTBESTIMMT seinen Vertragspartner auswählen und beauftragen.

Wäre der Schornsteinfeger ein Handwerker wie jeder andere auch, niemand würde über diesen Beruf besonders diskutieren. Wer einen Kamin hat, der verrußt, ist froh, einen Fachmann zu finden, der die Ablagerungen entfernt und dem Eigentümer diese Reinigungsarbeit abnimmt. Aber zur Wartung und Kontrolle einer Heizungsanlage wird eben dieser Eigentümer vielleicht eher einen anderen Handwerker beauftragen. Wäre also der Schornsteinfeger ein Handwerker, der seine Dienste FREI z.B. in den Gelben Seiten anbieten würde, die Meisten hätten Achtung vor diesen Männern und Frauen, die ggf. auch bei schlechtem Wetter auf den Dächern herumklettern müssen.

Man sieht, es ist nicht der Beruf und in den meisten Fällen auch nicht der Mensch in der schwarzen Kluft. Es ist das Protektions- und Unrechtssystem, dass die Bürger stört. Schaffen wir das SONDER-Recht ab und Schornsteinfeger werden ziemlich schnell ganz normale Handwerker werden. Und die schwarzen Schafe sortiert der Markt dann ganz von selbst aus. Und das Auftragsvolumen richtet sich marktgerecht nach dem vorhandenen Bedarf. Ganz so, wie man es unter einem "Recht der Wirtschaft" (Art. 74 (1) Nr. 11 GG als Gesetzgebungskompetenz des Bundes) verstehen würde.
« Letzte Änderung: Jan 13, 2012, 06:40 von Datko »
Thomas W. Müller
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Datko

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... Man sieht, es ist nicht der Beruf und in den meisten Fällen auch nicht der Mensch in der schwarzen Kluft. Es ist das Protektions- und Unrechtssystem, dass die Bürger stört. Schaffen wir das SONDER-Recht ab und Schornsteinfeger werden ziemlich schnell ganz normale Handwerker werden. Und die schwarzen Schafe sortiert der Markt dann ganz von selbst aus. Und das Auftragsvolumen richtet sich marktgerecht nach dem vorhandenen Bedarf. Ganz so, wie man es unter einem "Recht der Wirtschaft" (Art. 74 (1) Nr. 11 GG als Gesetzgebungskompetenz des Bundes) verstehen würde.

So wie es zur Zeit ist, sehe ich die Bezirksschornsteinfeger als eine Art Räuberbande, die wie Pech und Schwefel zusammenhält und die Bürger über Lobbyismus abkassiert. Bei mir bleibt der Bezirksschornsteinfeger ein Feind übelster Sorte.



1933: Historische Aufnahme, wahrscheinlich aus dem Jahre 1933, Schornsteinfeger biedern sich den Nazis an:
http://www.welt.de/multimedia/archive/00557/1mai_schornsteinfeg_557725p.jpg

1935: Die Schornsteinfeger haben es geschafft, das Gebietsmonopol wurde von der nationalsozialistischen Regierung deutschlandweit eingeführt:
http://www.kontra-schornsteinfeger.de/Ab-1935-Bezirksschornsteinfeger-deutschlandweit.jpg
« Letzte Änderung: Jan 13, 2012, 10:57 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
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TWMueller

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... Bei mir bleibt der Bezirksschornsteinfeger ein Feind übelster Sorte.

Ein schönes Beispiel, wie EIN Wort, genau genommen sogar nur ein Teilwort zu einer völlig anderen Aussage führt.

Es ist eben ein Unterschied zwischen dem Beruf "Schornsteinfeger" und dem System "BEZIRKS-Schornsteinfeger".

Auch wenn es wohl noch etwas dauern wird, bis das Schornsteinfeger-SONDER-Recht endgültig verschwunden sein wird, so sind viele Gebäudeeigentümer doch froh, dass sie zumindest ab 2013 einen Feger FREI beauftragen dürfen. Und sogar in der "geschützten" Übergangszeit, in der zwar EU-Anbieter, aber keine DEUTSCHEN Handwerker beauftragt werden dürfen, hat mancher Hausbesitzer einige Mühe aufgewendet, einen FREIEN FEGER zu finden.

Und genau für diesen Unterschied möchte ich die Leser etwas sensibilisieren. Der Feind ist doch nicht allgemein der "Schornsteinfeger" an sich. Der Feind ist das System, das unzulässig Berufsinteressen mit Aspekten der Öffentlichen Sicherheit koppeln will. Der Feind ist der Einfluss der Lobbyisten auf eine NEUTRALE und SACHGERECHTE Politik. Der Feind sind Seilschaften, die versuchen, eigene Interessen über das Wohl der Bürger zu stellen. Der Feind ist ein SONDER-Gesetz, das nicht nur verfassungswidrig ist, sondern das schlicht in keinster Weise in unser sonstiges Rechtssystem passt.

Und nur, wenn der Feind klar erkannt ist, kann dieser auch wirkungsvoll bekämpft werden. Wenn es angeblich um die "Betriebssicherheit von Feuerstätten" gehen soll, braucht Deutschland kein "Handwerker-Gesetz". Wenn es um Sicherheit gehen soll, darf nicht ein WIRTSCHAFTS-Ministerium die Prüfpflichten des Bürgers festlegen.

Bekämpfen wir somit das SYSTEM von BEZIRKS-Handwerkern, die gesetzlich protektioniert zu Lasten der Bevölkerung mit SONDER-Rechten versorgt werden. Bekämpfen wir den LOBBYISMUS. Bekämpfen wir die SEILSCHAFTEN. Bekämpfen wir die VERWALTUNGSMITARBEITER, die sich blind und vorurteilsbehaftet vor den Karren der Abkassierer spannen lassen. Bekämpfen wir die Juristen, die sich scheinbar nicht trauen, ein System in Frage zu stellen, auch wenn die Rechtswidrigkeiten noch so offen auf dem Tisch liegen. Bekämpfen wir aber auch die Vorurteile in den Köpfen der Bevölkerung, die brav und unkritsch jeden gesetzlich geforderten Unsinn mitmachen und bezahlen.

Das Grundgesetz soll durch Formulierung von Grundrechten dem Wirken der Politik Grenzen setzen. Diese Grenzen werden zunehmend ignoriert oder vielleicht sogar bewußt überschritten. Bestimmte Interessengruppen verlassen sich darauf, dass das Volk träge und bequem ist. Beweisen wir das Gegenteil. Verteidigen wir unsere FREIHEIT und unsere GRUNDRECHTE. Zeigen wir dem System der Abzocker die Rote Karte. Aber erkennen wir zugleich, dass es nicht gegen die Menschen, sondern gegen POLITISCHE und WIRTSCHAFTLICHE SYSTEME geht. Zum Abzocken gehören immer zwei: Einer der versucht, sich einen Vorteil zu verschaffen und einer, der sich dies gefallen läßt. Je mehr sich die Abzocke nicht mehr gefallen lassen, umso schneller bricht das System der Rechtswidrigkeiten in sich zusammen.

So wichtig es ist, das System der BEZIRKS-Handwerker endgültig zu beseitigen, so wichtig ist es aber auch, zukünftig der Politik mehr auf die Finger zu schauen. Abgeordnete und Minister, die GEGEN die Bürger und GEGEN die Prinzipien der GRUNDRECHTE agieren, gehören aus dem Amt gejagt. Denn jedes Unrechts-SYSTEM beginnt bei denjenigen, die es verabschieden. Dort sitzt der Feind. Erklären wir Lobbyismus und Wirtschaftsprotektion gegen die Bürgerinteressen den Krieg. Denn "Volksvertreter" sollen das VOLK und nicht einzelne Wirtschaftsinteressen vertreten. Werden sie jedoch diesem Auftrag nicht gerecht, müssen sie ihren Schreibtisch räumen.
Thomas W. Müller
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GR

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    • Schornsteinfeger-Kosten oft nutzlos und teuer; dubioses KÜO-Gebühren-Verzeichnis führt zur Kaminkehrer-Abkassiererei
Ob nun Bezirksmonopolkaminkehrer, Bezirksmonopole, Zwitterkonstruktionen aus Handwerk und Behörde und vor allem die auch ab 2013 vorgeschriebenen, sachlich nicht nachvollziehbaren Zwangs-"Überprüfungsarbeiten" (unabhängig davon, ob sie mit Bezirksmonopolkaminkehrern oder in Zukunft auch von bezirksunabhängigen Kaminkehrern ausgeführt werden müssen, unabhängig ob ein "Sonder"recht oder "normales" Recht gilt), sowie das dubiose KÜO-Gebührenverzeichnis mit den sehr weit überhöhten Arbeitszeitwerten, das massiv gegen § 24 SchstfG und § 6 KÜO verstößt  .......
....... das fällt meiner Meinung nach nicht einfach vom Himmel und die Kungelei und Lobbyarbeit mit der Politik ist letztlich nur möglich, wenn die Mehrheit der Schornsteinfeger das aktiv oder passiv unterstützt oder mitträgt. Ohne (zumindest) passive Duldung wäre es auf Dauer wohl nicht so weit gekommen.

Somit hat für mich der Kaminkehrer sehr wohl eine Mitverantwortung für die Abkassiererei, die auf Kosten der Allgemeinheit (Mieter und Eigentümer) erfolgt und diesem Verdienste zuschanzt, von denen andere kleinere Handwerksbetriebe zur träumen können. Und wenn er - auf die obigen Punkte im Eingangssatz angesprochen - einfach nur auf den Gesetzgeber verweist und Schuld von sich abweist, dann finde ich das in den allermeisten Fällen unglaubwürdig und scheinheilig.
« Letzte Änderung: Jan 16, 2012, 22:39 von GR »
Bei moderner Heiztechnik sind Kaminkehrer/Schornsteinfeger überflüssig. Einschränkungen des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung sind deshalb nicht mehr zulässig. Die betreffenden gesetzlichen Vorschriften sollten grundlegend entrümpelt und an die technische Entwicklung angepasst werden!

MB500SL

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Ich teile ganz klar die Meinung von Kollege TW Müller. Der Bezirksschornsteinfeger hat einfach den "schwarzen Peter" gezogen ,daß er für die Rechnungssstellung ausgewählt wurde von Seiten der Verwaltung und seiner eigenen Zunft . Das macht Ihn zum "bösen Mann" . Würden sich die Bezirksschornsteinfeger dagegen auflehnen bei Ihren höheren Stellen, so würden Sie ganz einfach "entlassen" werden und durch einen "neuen" Kollegen ersetzt ,der den Mund hält. Eigentlich das gleiche Spiel wie bei jedem anderen Angestellten/Arbeiter zu seinem Chef in diesem Land. Mund halten und machen was einem der Vorgesetze in der Arbeitsanweisung aufträgt.Hintergründe erfragen warum das so ist sind nicht erlaubt.
Wer sich dagegen stellt kann gehen, so ist das auch bei den Bezirksschornsteinfegern . Der" vernünftige" Mensch lässt viel über sich ergehen ,da er sich ganz klar  über die Folgen bewusst ist . Auch ein Bezirksschornsteinfeger hat vielleicht Familie mit Frau und minderjährigen Kindern welche alle von seinem Gehalt /Vergütung abhängig sind ,daß ist menschlich sehr wohl nachvollziebar und darum kann er nicht für eine persönliche Verantwortung zum Abkassieren verantwortlich gemacht werden. Das System hat ihn einfach in diese mißliche Lage als "Buhmann der Nation" gebracht .

Wenn man es rein auf die Gebührenberechnung bezieht gibt es zahlreiche andere Beispiele in unserem Land wo das genau so abläuft, aber die Abrechnung von einer Behörde oder einer anderen öffentliche rechtlichen Stelle erfolgt . Das beste Beispiel ist die GEZ Gebühr. Diese Gebühr wird fällig auch wenn ich das
erste,zweite und die dritten Programme im Fernsehen aus dem Fernsehreceiver "ausschneiden" würde. Hier bezahlt man die Bereitstellung durch das Fernsehgerät.  Auch wenn der Fernseher schon jahrelang defekt im Wohnzimmer steht , glaube ich nicht das man ein "Befreiungsformular" ausfüllen darf.
In diesem Fall wird niemand die GEZ Mitarbeiter persönlich verantwortbar machen.

Die größter Abzocker Bande jedoch in diesem Land ist die GEMA ( Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte ) . Die kommt eindeutig noch vor dem Bezirksschornsteinfeger . Hier ist überhaupt nichts mehr nachvollziebar für den Dritten was die so alles treiben . Das wäre ein Thema wenn der Kaminfegerfall
erledigt ist . Denn hier wird von den Gema - Geheimagenten jedes Plakat in der Öffentlichkeit wo irgendwas bei einer Veranstaltung mit Live Musik oder auch "Konserven" Musik ( von CD ) steht, gegengeprüft ob die Veranstaltung gemamäßig angemeldet ist . Jedes Altenheim ist für jeden Cassettenrekorder welcher in einem öffentlichen Zugangsraum steht gemapflichtig . Wenn einer beim Straßenfest in lustiger Runde ein paar Lieder auf dem Akkordeon spielt so ist das gemapflichtig. Entweder ist der Musiker dann der Veranstalter oder der Verein wo den Bierstand  unter sich hat .
Ich beende das Thema Gema hier an dieser Stelle ,bevor es meinerseits ausartet. wir bleiben bei den Kaminfegern ,versprochen

bis bald wieder
MB500SL










TWMueller

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Die beiden vorstehenden Beiträge drängen den Eindruck auf, der (Bezirks-)Schornsteinfeger könne nur entweder Opfer oder Täter in einem rechtswidrigen System sein. In Wahrheit jedoch ist er in den meisten Fällen wohl beides.

Ich habe bereits versucht, für den Unterschied zwischen "Schornsteinfeger" als Beruf und der Funktion "Bezirksschornsteinfeger" zu sensibilisieren. Praktisch hätten wir keine Diskussion an dieser Stelle, wenn es nicht ein SONDER-Gesetz geben würde, welches aus dem "normalen" Beruf des "Schornsteinfegers" die SONDER-Funktion "Bezirks-Inhaber" machen würde.

Und selbstverständlich dürfte es für jeden objektiv denkenden Bürger offensichtlich sein, dass ein derartiges Mischsystem nur dank kräftiger Lobbyarbeit des Schornsteinfeger-Berufsverbands aufrecht erhalten wird. Ohne diese Interessen wäre es ein Leichtes, die Sicherheit von Feuerungsanlagen einfacher, schlanker und vor Allem nachvollziehbar zu gestalten.

ICH nehme es hierbei den Schornsteinfegern noch nicht einmal übel, dass sie einen einmal erreichten Status und die hiermit verbundenen Vorteile erhalten wollen, jeder verteidigt SEINE Privilegien. Die Gewerkschaften würden vielleicht am liebsten die Gehälter verdoppeln; die Arbeitgeber jedoch nur Minimalkosten tragen. Dieser Widerstreit der Interessen prägt eine freiheitliche Demokratie.

Problematisch wird es jedoch, wenn nur EINE Seite Zugang zur gesetzgebenden Politik und die hinreichenden Mittel zur Einflussnahme hat. Für den einzelnen belasteten Hausbesitzer sind es 50, 100 oder auch mal 200 Euro im Jahr. Das System der Bezirks-Handwerker jedoch verfügt jährlich über rund 2.000.000.000 Euro. Die Belastung des einzelnen Gebäude-Eigentümers oder -Mieters ist zudem knapp unterhalb der Schmerzgrenze. Also wird meist lieber bezahlt als protestiert.

Und jetzt kommt ein Merkmal jedes UNRECHTS-Systems hinzu: Der Einzelne verliert seine Verantwortung. "Ich kann ja gar nicht anders, das Gesetz schreibt es schließlich vor." Und wer bereits einmal einen stotternden Schornsteinfeger vor Gericht gesehen hat, wenn dieser hilflos etwas von "Vogelnestern" und "Flusen im Brenner" stammelt, kann fast Mitleid mit dem "armen" Vertreter der Zunft am untersten Ende der Einflusskette gewinnen. Natürlich weiß der Feger, dass Deutschland nicht abbrennen und die Bewohner nicht reihenweise an CO-Vergiftung sterben würden, wenn auf alle überflüssigen Schornsteinfeger-Kontrollen und -Arbeiten verzichtet würde. Aber er weiß eben auch, dass der kleinste Riss im Staudamm schnell zum Dammbruch führt. Würden die Feger eine Diskussion über Sinn und Unsinn einzelner Positionen der KÜO erlauben, das Gesamtkonstrukt wäre rasch am Ende; die Unverhältnismäßigkeit der Anforderungen an die deutschen Bürger wäre zu offensichtlich.

Wenn ich zuvor ausführte, dass ich den Schornsteinfegern in den meisten Fällen deren Egoismus noch nicht einmal übel nehme, so bleibe ich eine Antwort auf die Frage schuldig, wer denn für dieses SONDER-Recht, dieses unzeitgemäße Misch-Konstrukt aus Handwerk und Behörde verantwortlich ist. Und wie in jedem Netzwerk, in jedem "chaotischen System" gibt es schlicht nicht die EINE Ursache, den EINEN Schuldigen.

Es ist die Politik, die von Lobbyinteressen eingelullt die Grundrechte der Bürger ignoriert.
Es ist die Verwaltung, die sich logisches Denken nicht erlaubt und einseitig auch wider besseres Wissen dem Schornsteinfeger-Klüngel den Rücken stärkt.
Es ist die Justiz, die statt ALLGEMEINES Verfassungs- und Verwaltungsrecht auch auf Schornsteinfeger anzuwenden, hier einen SONDER-Weg konstruiert.
Es sind aber natürlich auch die Interessenvertretungen der Schornsteinfeger, die egoistisch ihre Eigeninteressen über das Gemeinwohl stellen.
Und es sind leider auch all die braven Bürger in diesem Land, die sich mit Plattheiten wie "Öffentlicher Sicherheit" abspeisen und ruhig stellen lassen; es sind die unkritischen und bequemen Geister, die sich nicht trauen, den Kopf aus der Masse der Stillhalter zu erheben.

Natürlich zeigt dieses und andere Foren, dass es durchaus kritische und frei selbst denkende Menschen in diesem Land gibt; aber leider viel zu wenige.
Und so bleibt letztendlich nur die Hoffnung, dass sich aus dieser Keimzelle eine wachsende Zahl mündiger Bürger formieren wird. Wenn jeder, der das Schornsteinfeger-SONDER-Recht als Problemfall unserer Demokratie erkannt hat, auch nur ZWEI Andere informieren und aktivieren würde, wie schnell würde sich etwas ändern, wenn auch diese wieder die gewonnene Erkenntnis weitertragen?

Demokratie lebt vom MITMACHEN. Wer nur zuschaut, darf sich nicht beschweren, wenn Andere diese Passivität zu ihrem persönlichen Vorteil ausnutzen.
LASSEN WIR UNS ZUKÜNFTIG DOCH EINFACH NICHT MEHR ALLES GEFALLEN.

Also, wen werden Sie informieren und überzeugen?
Wann schreiben SIE den nächsten Leserbrief?
Wann wenden SIE sich an die Politik?
Wann ist IHRE Schmerzgrenze erreicht, so dass es notwendig wird, Widerspruch und Klage gegen unrechtmäßige Forderungen zu erheben?

Und wer dann noch zwischen dem RECHTSWIDRIGEN SYSTEM und den MENSCHEN unterscheiden kann, wird ein rundum gutes Gefühl haben, wenn er sich FÜR UNSERE RECHTE einsetzt.
Wir kämpfen gegen LOBBYISMUS, PROTEKTION, SONDER-GESETZE und ABZOCKE;
nicht gegen die Menschen, die einen bestimmten Beruf ausüben.

Thomas W. Müller
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