Autor Thema: Schornsteinfeger Kaminkehrer - Lobby im Ministerium sesshaft  (Gelesen 2921895 mal)

Monika Koch

  • Gast
@ Piesw
Die Innung vertritt ausschließlich die Interessen der Kaminkehrer.

Man kann durchaus dort mal was fragen und erhält auch eine Auskunft, aber ALLES ist gefiltert unter dem Aspekt, daß unbedingt das korrupte Kaminkehrersystem beibehalten werden soll.

Und natürlich werden die Kehrbezirksinhaber über aufmüpfiges Volk informiert. Jede Beschwerde bekommt der Betroffene zur Kenntnis, das ist klar.
Von den Innungen kommt der Durchhaltebefehl, "nicht in fremden Kehrbezirken zu wildern", d.h. wir sollen möglichst nirgends einen freien fairen Kaminkehrer finden KÖNNEN, sondern dem verfluchten Kehrbezirksinhaber ausgesetzt bleiben. Die Innung klammert sich an ihr uraltes idiotisches Monopol und tut ALLES dafür, die ungerechtfertigten Privilegien beizubehalten. Sogar mit 186 000 Euro einen einzelnen NDR-Redakteur bestechen, siehe http://t.kn-online.de/News/Nachrichten-aus-Kiel/Frueherer-NDR-Redakteur-wegen-Bestechlichkeit-und-Betrugs-vor-Gericht

Kurzum: Die Innung ist immer unser Feind.

GR

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    • Bei moderner Heiztechnik sind Schornsteinfeger/Kaminkehrer überflüssig; Schornsteinfeger-Kosten oft nutzlos und teuer
Die oben erwähnte Filterung der Innungsauskünfte geht bis hin zur Auskunftsverweigerung: „Bitte beachten Sie, dass für mich diese Stellungnahme abschließend ist“ (aus einem Antwortschreiben einer regionalen Schornsteinfeger-Innung vor einigen Jahren. Ich war damals noch so naiv, der Innung einen Brief mit tiefergehenden Fragen zu schreiben).

Das können die natürlich so machen, weil man durch den ‚Lobbyismus von innen‘ (1) im Bundeswirtschaftsministerium ein kaum angreifbares Bollwerk aus Gesetzen und sonstigen Vorschriften um sich geschaffen hat, daß z.B. die Kunden nicht davonlaufen können, weil faktisch hier kein liberalisierter und deshalb nach wie vor ein monopol-ähnlicher „Markt“ besteht. Es kann in einem zweifelhaften Kaminkehrer-System auch gar nicht anders sein, dass diese bei tiefergehenden Fragen vieles „filtern“ müssen.

Eine ähnliche Filterung gab es nach meiner Erfahrung von der entsprechenden Abteilung im Bundeswirtschaftsministerium, das wahrscheinlich für den Kaminkehrer-Bereich sachlich gesehen gar nicht zuständig wäre (2). Lediglich wegen einer bundesweiten Wirtschaftsförderung wäre eine solche Zuständigkeit erklärbar und genau das erledigt dieses zweifelhafte Ministerium bei den Schornsteinfegern mit Erfolg (auf unsere Kosten).

(1) vgl. z.B. Antwort # 28, sowie Anfangsbeitrag und # 2
(2) vgl. z.B. Antwort # 3 und # 4

Bei moderner Heiztechnik sind Kaminkehrer/Schornsteinfeger überflüssig. Einschränkungen des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung sind deshalb nicht mehr zulässig. Die betreffenden gesetzlichen Vorschriften sollten grundlegend entrümpelt und an die technische Entwicklung angepasst werden!

gast23

  • Gast
guten Tag, ich habe mal eine Frage:

Wie vertrauenswürdig sind die Ordnungsämter der Städte?

Ich habe massive Probleme mit meinem Bezirksschornsteinfeger und habe mich nach vergeblichen Beschwerden bei der Innung schließlich ans Ordnungsamt gewendet.
Erst wirkte man dort engagiert, aber jetzt passiert auch wieder nichts mehr, obwohl es um Betrug geht. Ich werde nicht schlau aus dem ganzen Verhalten. Kennt sich jemand da aus? Ich glaube, ich bin zu naiv für diese Welt.

Und weiß jemand, was für eine Art Anwalt man beauftragen sollte, wenn es um Betrug durch Bezirksschornsteinfeger geht? Ist das Baurecht? Verwaltungsrecht?


GR

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Letztlich müssen sich auch die Ordnungsämter an das (in Antwort # 31 genannte) "Bollwerk aus Gesetzen und sonstigen Vorschriften" halten. Teilweise holen diese sich speziellere Informationen wiederum ...... von der Innung.

Wie meine Erfahrung aus der Vergangenheit zeigt, müssen die Ordnungsämter darüber hinaus als billiger Hampelmann für die Kaminkehrer arbeiten, wenn es z.B. um das Inkasso und die Vollstreckung von überfälligen Kaminkehrer-Rechnungen geht. Während normale beruflich Selbständige beim Inkasso und Mahnverfahren selbst den allgemein üblichen Rechtsweg gehen müssen, ziehen die Kaminkehrer einfach an der Schnur beim Ordnungsamt. Diese Vorschriften sind entsprechend einseitig und ein ziemliches Unikum im deutschen Recht. Da schimmert mir wieder der Muff des Lobbyismus durch.

Diejenigen Leute und Institutionen, die behaupten, daß sie ein geltendes Recht vertreten und es durchsetzen wollen, sollten eigentlich auf Nachfrage selbst in der Lage sein, die Rechtsgrundlage zu benennen, auf das ihr jeweiliges Handeln beruht.
Bei moderner Heiztechnik sind Kaminkehrer/Schornsteinfeger überflüssig. Einschränkungen des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung sind deshalb nicht mehr zulässig. Die betreffenden gesetzlichen Vorschriften sollten grundlegend entrümpelt und an die technische Entwicklung angepasst werden!

XXX

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Auf Wunsch des Users XXX gelöscht.
« Letzte Änderung: 11.07.17, 07:12 von Datko »

GR

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So sollte es eigentlich ab 2013 sein.

Meine diesbezüglich genannte Erfahrung aus der Vergangenheit bezieht sich auf die Zeit vor der "Reform" 2013, in der offene Rechnungen auch für "handwerkliche Tätigkeiten" ziemlich rigoros vom "Staat" beigetrieben wurden.
Bei moderner Heiztechnik sind Kaminkehrer/Schornsteinfeger überflüssig. Einschränkungen des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung sind deshalb nicht mehr zulässig. Die betreffenden gesetzlichen Vorschriften sollten grundlegend entrümpelt und an die technische Entwicklung angepasst werden!