Autor Thema: Betrügerische Schimmelphantasien der Schornsteinfeger  (Gelesen 2431 mal)

Gerd aus Strausberg

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Betrügerische Schimmelphantasien der Schornsteinfeger  :o

Man erfindet immer neue sinnlose Einnahmequellen, so sind das im Sprachgebrauch der Schornsteinfeger "neuartige Krankmacher", nämlich die "Krankmacher Lüftungsanlage". Die bösen Lüftungsanlagen, die bisher nur die Bürger in den neuen Bundesländern krank machen, aber die Schornsteinfeger verhindern das, denn die können sie jährlich auf ihre Funktionsfähigkeit überprüfen. Was im Osten klappt, muss doch auch im Westen möglich sein. Da werden die sogenannten "Erhebungsdaten" der Schornsteinfeger eben etwas manipuliert. Da müssen dann mindestens 13% der überprüften Lüftungsanlagen fehlerhaft sein, das ist die Vorgabe, etwas mehr wäre eben etwas besser.

Bereits seit 2003 setzen sich Schornsteinfeger massiv dafür ein, dass in Berlin Lüftungsanlagen und Dunstabzugshauben in Mietshäusern durch sie jährlich, natürlich per Gesetz verordnet, überprüft werden sollen. Sie wollen sich als Schimmelsucher aufspielen. Dazu ein Zitat von den Fegern: "Die Zeit vergeht", beklagen sie sich "und entschieden ist noch nichts, obwohl die Anträge der Schornsteinfeger im Berliner Senat vorliegen und fast alle Genehmigungsstellen schon passiert haben. Welchen Grund sollte es jetzt noch geben, Menschen nicht vor Schimmel zu schützen und zusätzlich Arbeitsplätze zu schaffen?" fragt Karsten Valentin, Landesvorsitzender des Zentralverbandes Deutscher Schornsteinfeger, Landesverband Berlin-Brandenburg. „160 zusätzliche Arbeitsplätze könnten entstehen, wenn die Schornsteinfeger Lüftungsanlagen turnusmäßig überprüfen würden, denn im Westteil Berlins müssen die Mieter die Berliner Luft noch nichtschimmelfrei atmen. Im Osten der Stadt sind die Lüftungskontrollen durch die Schornsteinfeger laut Einigungsvertrag längst Gesetz.“ Und wirklich, seit über 20 Jahren werden in den Plattenbauten die Luftabzugsschächte jährlich für viel Geld „überprüft“. „Nur Ostberliner können dank der Schornsteinfeger ihre Luft noch ohne Schimmel einatmen!" Man stelle sich mal diesen Schwachsinn vor! Die Betonung steht natürlich auf „160 zusätzliche Arbeitsplätze“ für die Schornsteinfeger! Auch hier geht es nur um die „Versorgung der Schornsteinfeger“ und das zwangsweise per Gesetz.


TWMueller

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Re: Betrügerische Schimmelphantasien der Schornsteinfeger
« Antwort #1 am: Okt 20, 2011, 03:48 »
Dazu ein Zitat von den Fegern: "Die Zeit vergeht", beklagen sie sich "und entschieden ist noch nichts, obwohl die Anträge der Schornsteinfeger im Berliner Senat vorliegen und fast alle Genehmigungsstellen schon passiert haben. Welchen Grund sollte es jetzt noch geben, Menschen nicht vor Schimmel zu schützen und zusätzlich Arbeitsplätze zu schaffen?" fragt Karsten Valentin, Landesvorsitzender des Zentralverbandes Deutscher Schornsteinfeger, Landesverband Berlin-Brandenburg.

Die Frage ist einfach, kurz und treffend zu beantworten: DAS GRUNDGESETZ

Artikel 2 (1) GG GARANTIERT jedem Bürger das GRUNDRECHT auf "freie Entfaltung der Persönlichkeit". Dies bedeutet, dass er eben nicht ständig der Bevormundung einer besserwisserischen Politik unterfällt.
Und Artikel 13 GG sollte eigentlich die Wohnung als letzten Rückzugsbereich des Individuums besonders schützen. Wenn diese Grundrechte zunehmend den Wirtschaftsinteressen geopfert werden sollen, sollte man konsequenterweise das Grundgesetz gleich ganz ausser Kraft setzen.
Freie Fahrt für die Kapitalinteressen und Abzocker ?

Die "braven" und "gehorsamen" deutschen Bürger, die sich derartigen Unsinn gefallen lassen, haben es (leider) wohl nicht besser verdient.
Aus der Geschichte nichts gelernt ?

In der Umkehrlogik der Ausführungen der Schornsteinfeger sollten die Bürger endlich fordern, dass Schornsteinfeger PER GESETZ gezwungen werden, Wohnungen nur noch mit Mundschutz zu betreten, da sie bei ihrem Gang von einem Haushalt zum anderen Überträger diverser Kranheitserreger sein können. Gerade wenn sie zudem mit Schimmelsporen in direkten Kontakt kommen, wäre auch eine PFLICHT-Überprüfung aller Schornsteinfeger zwei Mal im Jahr durch das Gesundheitsamt angeraten.

Die WAHRE GEFAHR geht somit nicht von den Lüftungen oder Dunstabzugshauben aus, sondern von den Keimträgern namens "Schornsteinfeger". Aus Krankenhäusern ist mittlerweile bekannt, dass die problematischsten Krankheitserreger durch das Personal übertragen werden. Wer desinfiziert eigentlich die Schornsteinfeger?

P.S.
Vielleicht sollten die Schornsteinfeger auch gleich noch die Zwangsüberprüfung der Spülmaschinen mit beantragen. Und wer beim Fegerbesuch nicht ordentlich geputzt hat, bekommt ein Bußgeld. Heil mein Feger ;-)
« Letzte Änderung: Okt 20, 2011, 03:52 von TWMueller »
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Re: Betrügerische Schimmelphantasien der Schornsteinfeger
« Antwort #2 am: Okt 23, 2011, 18:46 »
Was ist ein Lüftungsanlagenbescheid?

Es handelt sich um eine neue Abzocke der Schornsteinfeger, falls es in dem zu „überprüfenden“ Gebäude auch wirklich nicht die kleinste Heizung gibt, so beispielsweise in Plattenbauten in Ostdeutschland!

§ 3 Bescheid
 
„Bei Gebäuden, in denen eine Feuerstättenschau durchgeführt wird, sind die Festlegungen zu den Lüftungsanlagen gemäß § 1 Absatz 1 in den Feuerstättenbescheid nach § 14 Absatz 2 in Verbindung mit § 17 Absatz 1 des Schornsteinfeger-Handwerksgesetzes aufzunehmen. Werden in Gebäuden keine Feuerstättenschauen durchgeführt, wird an Stelle des Feuerstättenbescheids ein Lüftungsanlagenbescheid erlassen."

Der Preis entspricht dann genau dem des Feuerstättenbescheids und stellt sicher, dass durch die Feger auch wirklich jeder Bürger zur Kasse gebeten wird, auch wenn es in dem Gebäude nur eine Fern- oder Elektroheizung gibt. Zusätzlich kommt natürlich noch die Abzocke der "Lüftungsüberprüfung", die in Ostdeutschland per Gesetz im Sinne des Bezirksinhabers festgeschrieben ist und durch massiven Druck der Feger auch auf Westdeutschland ausgedehnt werden soll.

Quelle:
http://www.bravors.brandenburg.de/sixcms/detail.php?gsid=land_bb_bravors_01.c.48612.de

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Re: Betrügerische Schimmelphantasien der Schornsteinfeger
« Antwort #3 am: Okt 24, 2011, 21:28 »
Danke für den Link. Sehr informativ!
Über Sinn, Grundrechte und Behördenfilz will ich ausnahmsweise mal hinweggehen. Aber die BbgKÜO ist dennoch ein Fall zum Schmunzeln, wenn einem das Lachen nicht im Halse stecken bleiben würde.

In § 2 heißt es:
"Lüftungsanlagen sind Einrichtungen, die der gewerblichen und privaten Belüftung (Zuluft) und Entlüftung (Abluft) von Räumen oder der Abführung der Abluft aus gewerblichen Dunstabzugsanlagen dienen, einschließlich der Absperrvorrichtungen gegen Feuer und Rauch."

Da haben sich die "Fachleute" aus dem Ministerium ja richtig profiliert. Wenn man den Text so liest, gilt auch jedes FENSTER als "Lüftungsanlage". Es dient der Belüftung und Entlüftung und ist, da beweglich, auch als "Einrichtung" anzusehen. Da an Fenstern selten "Filter" eingebaut sind, müssten diese folglich JÄHRLICH vom "beauftragten Bezirksschornsteinfeger" GEPRÜFT werden.

Bleibt nur die Frage, wann private Arschlöscher (gemeint ist der Darmausgang) auch regelmäßig vom Bezirksschornsteinfeger (oder von beauftragten Bezirksarzt) kontrolliert (und gereinigt) werden müssen, da Methan nachweislich ein Treibhausgas ist. Und schlecht abgeführte Darmgase können zudem gesundheitsschädlich sein.

Willkommen in Absurdistan.
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Re: Betrügerische Schimmelphantasien der Schornsteinfeger
« Antwort #4 am: Nov 14, 2011, 21:10 »
Lüftungsinitiative der Berliner Schornsteinfeger: Keimfreie Luft für alle Berliner

... Verstopfte und verengte Querschnitte von Lüftungsanlagen sind in Berliner Neubauten keine Seltenheit. Deshalb fordern die Berliner Schornsteinfeger seit Jahren die turnusmäßige Wartung und Überprüfung von Lüftungsanlagen. Viele Bewohner von Neubauten sind mit krankheitserregenden Schimmelpilzen in den Lüftungsanlagen der Häuser konfrontiert, die nicht nur krank machen, sondern auch die Bausubstanz zerstören und eine erhöhte Brandgefahr darstellen. Mit ihrer Lüftungsinitiative fordern die Berliner Schornsteinfeger eine saubere und keimfreie Luft für alle Berliner ...

... Neben der Gesundheit der Mieter könnten 160 Arbeitsplätze geschaffen werden - und die braucht Berlin ebenso dringend wie die keimfreie Luft für Mieter ...

Mit den 160 neuen Arbeitsplätzen sind natürlich neue Schornsteinfegerstellen gemeint!

Quelle:
http://www.baulinks.de/webplugin/2007/0670.php4

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Re: Betrügerische Schimmelphantasien der Schornsteinfeger
« Antwort #5 am: Nov 15, 2011, 13:28 »
... Viele Bewohner von Neubauten sind mit krankheitserregenden Schimmelpilzen in den Lüftungsanlagen der Häuser konfrontiert, die nicht nur krank machen, sondern auch die Bausubstanz zerstören und eine erhöhte Brandgefahr darstellen. Mit ihrer Lüftungsinitiative fordern die Berliner Schornsteinfeger eine saubere und keimfreie Luft für alle Berliner ...
Man kann das auch anders sehen:

Die meisten Bewohner deutscher Häuser sind mit krankmachenden Schornsteinfeger-Kontrollen belastet, die Zeit rauben, Nerven kosten und Geld vernichten. Mir ist ein Schimmelpilz lieber als ein Schornsteinfeger-SONDER-Recht. Den Schimmel kann man recht leicht wegputzen, die Schornsteinfeger sind weitaus resistenter - sie kommen jährlich wieder.

... Schimmelpilzen in den Lüftungsanlagen ... die ... eine erhöhte Brandgefahr darstellen.
Und die Erde ist eine Scheibe !
Bürger fürchtet Euch vor den BRANDGEFÄHRICHEN Schimmelpilzen.
Hoffentlich fängt mein verschimmeltes Brot nicht plötzlich an zu brennen.
Vielleicht sollte man doch vor dem zu Bett gehen, in der Küche noch mal prüfen, ob da keine Schimmelpilze über Nacht zur Brandgefahr werden könnten.

Und welche Überschrift trägt die hübsche Geschichte?
"Grimms Märchen vom notwendigen Schornsteinfeger"
Und es endet:
"Und wenn die Menschen nicht aufwachen, glauben sie auch weiterhin an die Schauergeschichten der schwarzen Männer."
« Letzte Änderung: Nov 15, 2011, 13:36 von TWMueller »
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Re: Betrügerische Schimmelphantasien der Schornsteinfeger
« Antwort #6 am: Nov 15, 2011, 19:53 »
Krankmacher Lüftungsanlage.

Das Schornsteinfegerhandwerk veröffentlicht aktuelle Erhebungsdaten. Die regelmäßige Überprüfung von Lüftungsanlagen liegt im Zuständigkeitsbereich der Länder. Aus diesem Grund wurden 2007 lediglich rund 680.000 dieser Anlagen überprüft. Knapp 93.000 Mängel wurden vom Schornsteinfegerhandwerk registriert. Also war jede siebente Lüftungsanlage mangelhaft.

Ist das in dieser Höhe glaubwürdig? Ob bei diesen Angaben wohl nicht mehr der Wunsch der Schornsteinfeger, diese Lüftungsanlagen sollten mangelhaft sein, eine entscheidende Rolle gespielt hat? Schornsteinfeger wollen mit aller Macht die Schimmelpilzexperten der Zukunft sein. Sie wollen das per Gesetz festgeschrieben wissen und niemand anderes soll ihnen ins Handwerk pfuschen.

Das nun schon die geliebten Messungen, die größte Einnahmequelle der Feger und die „Überprüfung“ der Gas- und Ölheizungen und die „Abgaswegüberprüfung“, eine 30-Sekunden-Tätigkeit, in fremde Hände gelegt wird, sofern der Hauseigentümer das will, ist eine derbe Einbuße und Niederlage und kann ihnen mehr als 80% ihres Einkommens kosten. Also werden neue Scheintätigkeiten gesucht und gefunden und zu denen zählt auch die „Schimmelpilzkontrolle“.

Da die Möglichkeit besteht durch ein entsprechendes Gesetz praktisch in allen Häuser und Haushalten „tätig“ zu werden, auch wenn es keine Schimmelpilzbildung gibt, ist zu verlockend und die bisherigen Messungen der modernen Heizungen wären da eher Nebensache. Bei der „Schimmelpilzkontrolle“ kommen ausnahmslos alle Haushalte in Deutschland zur Zahlung zur Erhaltung der Feger dran, eben auch die, die keine Heizung haben, die durch den Feger aufgesucht werden müssen. Hier bietet es sich nun erneut an, „wieder von vorn zu beginnen“ und das neue Schornsteinfegergesetz zu unterlaufen.


Gerade die Lüftungsöffnungen erwiesen sich als besonders störanfällig ... sagen die Feger.
Unhygienische Lüftungsanlagen sind Krankmacher.  Unverständlicherweise unterliegen aber dennoch etwa dreiviertel aller Lüftungsanlagen keiner wiederkehrenden Überwachung ... durch die Schornsteinfeger ... sagen die Feger.

Und das sind die versteckten Angriffe. Wenn der Bürger das nur oft genug hört und ihm ein Horrorbild untergejubelt wird, dann wird der das schon akzeptieren und nicht hinterfragen. Nun benötigen sie nur noch korrupte Politiker, sogenannte Ehrenschornsteinfeger, Ehrenschornsteinfegermeister und Träger des goldenen Schultereisens, die den erwünschten Gesetzestext fixieren. Die Korruption in Deutschland hat viele Gesichter.

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Zuständigkeit der Länder
« Antwort #7 am: Nov 16, 2011, 10:27 »
Das Schornsteinfegerhandwerk veröffentlicht aktuelle Erhebungsdaten. Die regelmäßige Überprüfung von Lüftungsanlagen liegt im Zuständigkeitsbereich der Länder. Aus diesem Grund wurden 2007 lediglich ...

Erstaunlich, die Zuständigkeit der Bundesländer für LÜFTUNGSANLAGEN wird zugestanden. Aber was unterscheidet nach unserem GRUNDGESETZ "ABGASANLAGEN" von "Lüftungsanlagen"? NICHTS !!!

Der Bund ist als Gesetzgeber weder für "Lüftungsanlagen" zuständig, noch für "Feuerstätten" oder "Abgasanlagen"! Ein Blick in die Artikel 70 bis 74 GG zeigt klar lesbar auf, dass entscheidende Bestimmungen des Schornsteinfeger-SONDER-Rechts schlicht VERFASSUNGSWIDRIG und wegen Unzuständigkeit des Bundes NICHTIG sind. Insbesondere § 1 SchfHwG und die hierauf beruhende Bundes-KÜO sind im Grunde nur Makulatur. Sie sind SCHEIN-Gesetze, da sie lediglich den Anschein erwecken, eine gültige Rechtsnorm zu sein.

Es wird Zeit, dieses SONDER-Konstrukt zur Wahrung der Schornsteinfeger-Privilegien vollständig aufzuheben und nur ggf. notwendige Sicherheitsbestimmungen verfassungskonform, technisch belegbar und berufsunabhängig auf LÄNDER-EBENE komplett NEU ZU REGELN.

Deutschland hat kein Schimmelproblem,
Deutschland hat ein Protektions-Problem,
Deutschland hat ein Schornsteinfeger-Problem.
« Letzte Änderung: Nov 16, 2011, 10:29 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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Schornsteinfegers Schimmelpilze
« Antwort #8 am: Nov 16, 2011, 13:10 »
Deutschland hat kein Schimmelproblem,
Deutschland hat ein Protektions-Problem,
Deutschland hat ein Schornsteinfeger-Problem.

Der Angriff der Schornsteinfeger auf die Be- und Endlüftungsanlagen

Der Schornstein Ausgabe: 38, berichtet:

… Durch veränderte Gebäudehüllen und nicht gewartete Lüftungsanlagen leiden immer mehr Bundesbürger an Allergien, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, ständiger Müdigkeit …

… Schmutz birgt eine unsichtbare Gefahr. Schimmelpilze, Bakterien, Parasiten und sogar Legionellen können nachgewiesen werden und stellen eine Gesundheitsgefahr für die Menschen dar, die sie einatmen. „Sick Building Syndrome“ ist das englische Wort für diese Krankheit …

… Der wirkliche Verursacher, die Innenluft, bleibt meistens unbeachtet. Schuld sind nicht die Lüftungsanlagen, wenn sich derartige Gesundheitszustände einstellen. Durch fehlende oder fehlerhafte Wartung werden teure Investitionen in Lüftungssysteme einfach zerstört …
… Eine nach modernsten Anforderungen geplante und installierte Lüftungsanlage bedarf der regelmäßigen Wartung, denn bei sorgfältiger Instandhaltung kann die Luftqualität durchaus ein besseres Niveau erreichen als Frischluft …

Und da kommen die Schornsteinfeger wieder ins Spiel.  ;)

„Die wichtigste Maßnahme ist in unserem Bundesland Sachsen-Anhalt seit vielen Jahren Bestandteil unserer Kehr- und Überprüfungsverordnung, die Überprüfung von Lüftungsanlagen. § 3 Abs. 3 der Kehr- und Überprüfungsverordnung besagt: „Lüftungsanlagen, die aus lufthygienischen Gründen ausschließlich der Be- und Entlüftung dienen, sind jährlich einmal auf ihre Funktionsfähigkeit hin zu prüfen und gegebenenfalls zu reinigen ...“

„… Durch diese Regelung wird den Krankheitserregern der Nährboden entzogen, die Luftqualität verbessert und somit das Wohlbefinden der Menschen. Eine Maßnahme, die von unseren Behörden schon frühzeitig erkannt wurde und sich rechnet …

… Diese Tätigkeit, die schon viele Jahre zu unserem Tätigkeitsbild, gehört, ist für uns immer wieder eine neue Herausforderung, da immer neue Lüftungssysteme auf den Markt kommen und die Arbeit für eine gesunde Raumluft beim Kunden auf immer breiteres Interesse stößt …
… Zum Glück gibt‘s den Schornsteinfeger. „  :-*

BSM Bernd Zahn, Salzwedel

Quelle:
http://www.derschornstein.de/baseportal/derschornstein/Presse2&cmd=all&Id==21

... beim Kunden auf immer breiteres Interesse stößt ..., was ich mir sehr schwer vorstellen kann, dass eine Kontrolle durch den Schornsteinfeger beim Kunden auf immer breiteres Interesse stößt. Vorstellen kann ich mir allerdings, dass der Kunde Interesse daran findet, eine Klimafachfirma, allgemein wohl jene, welche die Anlage auch installiert hat, damit zu beauftrage diese auch zu warten. Dazu gehört dann auch der Austausch von Filtern und gegebenenfalls die Reinigung der Schächte oder Kanäle. Danach brennen dann alle Kunden darauf, dass der Schornsteinfeger die Arbeit des Klimafachmanns noch einmal überprüft, wie er es sich bei den modernen Heizungsanlagen anmaßt!? So langsam machen sich die Feger aber lächerlich!  ::) Jetzt warte ich noch auf den Angriff der Feger auf die Klimaanlagen der Autos, denn dort werden sie doch auch gefährliche Schimmelpilze vermuten, oder? Da inzwischen beinahe alle Fahrzeuge Klimaanlagen haben wäre das doch eine hervorragende Einnahmequelle.
« Letzte Änderung: Nov 16, 2011, 13:22 von Gerd aus Strausberg »

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Die Erfindung von Problemen
« Antwort #9 am: Nov 17, 2011, 13:27 »
… "Sick Building Syndrome" ist das englische Wort für diese Krankheit …
Die Gesundheitsindustrie hat es doch vorgemacht, warum sollen die Feger den gleichen Trick nicht erneut versuchen? Man faßt normale Symptome zusammen und gibt ihnen einen schönen neuen Namen. Fertig ist die zeitgemäße Krankeit. Und die Pharmaindustrie hat bestimmt auch schon die passende, aber leider sehr teure, Pille bereit.

Schimmelpilze gabe es mit Sicherheit schon lange vor dem Menschen. Erstaunlicherweise hat sich die Spezies "Mensch" trotzdem entwickelt, ja sie hat bis heute überlebt.

Hier wittert doch eine ganz neue Industrie ihre Chance. Im Nebenverdienst könnten die Schornsteinfeger ja auch gleich noch mit Nanosilber beschichtete Antischimmel-Filter anbieten, die im Nebeneffekt den Elektrosmog im Gebäude senken. Und eine neue EU-Norm könnte die Höchstzahl der Schimmelsporen festlegen, die unter Laborbedingungen in einer der Lüftung dienenden Anlage nach 10 Prüfzyklen auftreten darf. Im Zentrallabor des Schornsteinfegerhandwerks nahe St. Augustin werden täglich tausende eingeschickter Abstriche mikrobiologisch bewertet. Nur mit dem entsprechenden Testat darf ein Gebäude dann zukünftig noch bewohnt werden. Und jeder Bürger hat einen Schimmel-Pass bei sich zu führen, damit er nicht durch den Eintrag von Bakterien oder Schimmelsporen die vom Schornsteinfeger desinfizierten Gebäude kontaminiert.

[Ironie Ein]Liebe Leser und Mitbürger, leider sind die Meisten doch nicht in der Lage, mit Gesundheitsgefahren selbst umzugehen. Nur Dank der Voraussicht der Politik und des selbstlosen Einsatzes z.B. der Schornsteinfeger werden täglich erhebliche Brandgefahren beseitigt und massenhafte Vergiftungen durch heimtückisches CO-Gas verhindert. Durch die Schimmelinspektionen Ihres Gebäude-Inspektors (früher "Schornsteinfeger") wird doch nur Ihre Lebensqualität gesichert und die statistische Lebenserwartung in unserem Land um 0,3 Monate erhöht. Sie werden verstehen, dass Ihr Grundrecht auf "Unverletzlichkeit der Wohnung" und Ihre Vertragsfreiheit für die hohen Ziele eingeschränkt werden müssen. Aber Ihre Parteien und die deutsche Wirtschaft werden gemeinsam die Anstrengungen verstärken, auch andere Gefahren, die Sie heute vielleicht noch gar nicht erkennen können, von Ihnen abzuwenden. Ihre Regierung dankt Ihnen für Ihr Verständnis, dass es hierbei zu kleineren Unannehmlichkeiten kommen kann. Die für Sie entstehenden Zusatzkosten werden lediglich in unvermeidbarer Höhe auf die Bevölkerung umgelegt.[Ironie Aus]

Jetzt warte ich noch auf den Angriff der Feger auf die Klimaanlagen der Autos, denn dort werden sie doch auch gefährliche Schimmelpilze vermuten, oder? Da inzwischen beinahe alle Fahrzeuge Klimaanlagen haben wäre das doch eine hervorragende Einnahmequelle.
Immerhin konnten es die Schornsteinfeger auch entgegen § 1 (1) SchfHwG bislang noch nicht durchsetzen, dass deren Zuständigkeit auch für die Abgasanlage der im Kraftfahrzeug eingebauten "Feuerstätte" (Motor) mit Zwangskontrollen anerkannt wird. Bei flüssigen Betriebsstoffen wäre doch zumindest eine Kehrung des Auspuffs und eine CO-Messung ein Mal im Kalenderjahr angeraten?
Vermutlich werden die Politiker erst dann von dieser Notwendigkeit zu überzeugen sein, wenn die Auspuffanlagen der Kraftfahrzeuge nicht mehr horizontal, sondern senkrecht nach oben verbaut werden. Erst dieser schornsteinähnliche Aufbau könnte dann die technisch nicht so versierten Parteibeschäftigten mit der Nase darauf stoßen, dass es sich um ein vergleichbares Problem handelt.
Vielleicht sind die Bezirksschornsteinfeger jedoch mit ihren aktuellen Aufgaben bereits so ausgelastet, dass sie für diesen wichtigen Aspekt der "Öffentlichen Sicherheit" einfach keine Kapazitäten mehr frei haben.
Dann muss wohl demnächst TÜV, DEKRA u.ä. den Abstrich in der Klimaanlage des Autos vornehmen und diesen vor Erteilung einer Prüfplakette im Labor analysieren lassen. Aber sicher ist sicher.
Thomas W. Müller
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Gerd aus Strausberg

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Re: Die Erfindung von Problemen
« Antwort #10 am: Nov 17, 2011, 23:16 »
Einnahmen durch Lüftungsanlagenkontrolle in Plattenbauten

Durch den Einigungsvertrag wurde es den Schornsteinfegern in Ostdeutschland gestattet, Lüftungsanlagen kostenpflichtig per Gesetz zu überprüfen. Die Plattenbauten bilden da eine besonders günstige Einnahmequelle. Bei einer Etagenzahl von sechs Etagen, also relativ kleinen Plattenbauten, mit jeweils einer Doppelwohnung pro Aufgang und mindestens einer Einraumwohnung im Erdgeschoss kommt man auf mindestens elf Wohnungen pro Aufgang. Jeder Aufgang hat einen Entlüftungsschacht, in der der Feger jährlich von oben einmal hineinschaut, vielleicht auch „zur Querschnittsüberprüfung“ ein hochwertiges und teures Messgerät, nämlich seinen Besen, herunterlässt. Ob er es tut prüft niemand nach, es ist niemand dabei, der ihn kontrolliert, denn er rechnet nicht damit, dass es Verstopfungen innerhalb der Entlüftungsanlagen geben wird. Warum ich damit rechne das er es nicht tut? Ich schaue ihm im immerwährenden Rhythmus der Jahre zu, wie er meine Gasbrennwertheizung „überprüft“, nämlich gar nicht. Er scheint mit übermenschlichen Fähigkeiten durch das geschlossenen Gehäuse zu schauen um mir anschließend zu sagen: „Alles in Ordnung!“ In den neuen Bundesländern kann er gegen eine fürstliche Bezahlung per Gesetz die Be- und Entlüftungsanlagen überprüfen und da wird natürlich nicht pro Be- oder Entlüftungsschacht sondern pro Wohnung abgerechnet. Dass die Wohnungsbaugesellschaften auch Hausmeister beschäftigen, die ohnehin bezahlt werden müssen und in den Mietnebenkosten erscheinen und diese das ebenfalls machen können interessiert nicht, denn hier greift wieder die Versorgung der Schornsteinfeger zu Lasten der Mietnebenkosten. So eine relativ kleine Plattenbausiedlung hat schon mal so 500 Aufgänge mit mehr als 5.500 Wohnungen. Da können dann schon in knapp einer Woche mal schnell 5.500 Mieter durch den Feger abkassiert werden, der ihnen keine wirkliche Gegenleistung für die knapp 19.000 Euro, die er dafür kassiert, bietet. Bei Hochhäuser steigt diese Einnahme, die man sich natürlich nicht streitig machen lassen will mal schnell auf 63.000 € und mehr an.

Quelle: Lüftungsanlagen Kontrollkosten für die Stadt Leipzig: 
http://www.betriebskosten-in-leipzig.de/abc/bkvoraus.htm

Wen es interessiert zum Nachrechnen: Man stelle die Berechnungstabelle auf Plattenbau ein und entferne alle Häkchen außer bei Abluftschachtreinigung. Das Ergebnis sind Kosten von 0,02 € pro qm. Hört sich erschreckend wenig an. Bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 90 qm entstehen dann Fegerkosten für die Lüftungsüberprüfung von 1,80 € pro Wohnung. Bei nur 21 Wohnungen pro Aufgang ist der Schacht schnell überprüft und bringt 37,80 €. Übers Dach von Schacht zu Schacht gelaufen bei 500 Aufgängen sind das schon 18.900 €. Handelt es sich um Plattenbauten mit 20 Etagen, sind schon mal schnell  63.000 € fällig. Bei Plattenbauhochhäusern steigt das entsprechend ihrer Größe und Anzahl der Aufgänge, rasant an.
« Letzte Änderung: Dez 26, 2011, 22:31 von Gerd aus Strausberg »

GR

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    • Schornsteinfeger-Kosten oft nutzlos und teuer; dubioses KÜO-Gebühren-Verzeichnis führt zur Kaminkehrer-Abkassiererei
Re: Betrügerische Schimmelphantasien der Schornsteinfeger
« Antwort #11 am: Nov 18, 2011, 17:21 »
Wenn in diesen Zusammenhängen ein Schimmel gefährlich ist, dann ist das meiner Meinung nach der Amtsschimmel im Bundeswirtschaftsministerium und in den betreffenden Landesministerien, der nutzlose und sinnlose Verordnungen für neuzeitliche Heizungen und Lüftungen produziert - zur Sicherung der Einkünfte und Bereicherung der Kaminkehrer, deren tatsächlich notwendiges Arbeitsvolumen sich in den letzten Jahrzehnten eigentlich drastisch verringert hat.
Die Kaminkehrer-Lobby hat in den Ministerien augenscheinlich wieder effiziente Arbeit geleistet.
« Letzte Änderung: Nov 18, 2011, 17:26 von GR »
Bei moderner Heiztechnik sind Kaminkehrer/Schornsteinfeger überflüssig. Einschränkungen des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung sind deshalb nicht mehr zulässig. Die betreffenden gesetzlichen Vorschriften sollten grundlegend entrümpelt und an die technische Entwicklung angepasst werden!

Gerd aus Strausberg

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Re: Betrügerische Schimmelphantasien der Schornsteinfeger
« Antwort #12 am: Jan 08, 2012, 19:17 »
„Es ist nicht hinnehmbar, dass der Hygienezustand von Lüftungsanlagen weiterhin besorgniserregend ist, obwohl es eine Hygiene-Vorschrift für Lüftungsanlagen gibt. Die Durchsetzung der Hygiene-Vorschrift muss durch eine gesetzlich verankerte Melde- und Überprüfungspflicht durch Fachleute für Hygiene und Klimatechnik geregelt werden …,“ schreibt Bezirksinhaber Scalabrino in seinem Internetauftritt und jetzt kommt´s „… Das Schornsteinfegerhandwerk bietet sich durch seine Neutralität, Fachkompetenz, Unabhängigkeit und Struktur für diese Tätigkeit an.“

Quelle:
http://www.scalabrino.de/pdf/A4_notwendigkeit.pdf

Also ist der Schornsteinfeger zum Hygienespezialisten und zum Klimatechniker geworden, dank eines Achtstundenlehrgangs in der Fegerschule in Dülmen, soviel zur „Fachkompetenz“.

Ein anderer Beitrag eines Schornsteinfegers straft Scalabrinos Worte „Neutralität“ und "Unabhängigkeit" Lüge, denn hier wirbt der Feger für Arbeiten an den Lüftungsanlagen. So hat man sich das gedacht, erst per Gesetz Lüftungsanlagen kontrollieren, angebliche Fehler feststellen und gleich den Reparaturvertrag in der Tasche haben.

„Wussten Sie zum Beispiel dass sich der Schornsteinfeger auch um Innenraumhygiene kümmert?
 So kann zum Beispiel der Schornsteinfeger auch Lüftungsanlagen prüfen und reinigen. Hierunter zählen Dunstabzugsanlagen, Lüftungsanlagen im privaten Bereich oder auch gewerbliche Lüftungsanlagen.

Quellen:
http://www.pankow-schornsteinfeger.de/3-0-Leistungen.htm

http://www.uwenenzel.de/lueftung.html

Freiwillige Selbstverpflichtungen zur Einhaltung von Hygiene- und Brandschutzvorschriften "funktionieren nicht", meint der Zentralverband und fordert eine gesetzlich verankerte Überprüfungspflicht. Mit dieser Forderung allerdings setzen sich die Schornsteinfeger dem Verdacht aus, sich eine neue Einkommensquelle und ein weiteres "Überprüfungsmonopol sichern" zu wollen, wie man es beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen schon im vergangenen Jahr formulierte - einer Auffassung, der man beim Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger widerspricht.

In Brandenburg übrigens ist eine Kontrolle bereits seit Jahren gesetzlich verankert, „dank“ dem Einigungsvertrag, da waren die Feger wieder mal besonders ausgeschlafen . Die Kehr- und Überprüfungsordnung für Schornsteinfeger legt dort seit 1996 fest: "Zur Be- und Entlüftung von Räumen dienende Lüftungsanlagen mit Filter am Lufteintritt sind alle zwei Jahre" und solche ohne Filter einmal pro Jahr "auf ihre Funktionsfähigkeit … durch den Kehrbezirksinhaber … zu überprüfen".

Quelle:
http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0304/hauptmm.htm?http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0304/030412b.htm