Durchgeknallte SchornsteinfegerEin Zeitungsartikel, bestellt von der Schornsteinfegermafia in der BZ (Berliner Zeitung), denn Geld stinkt bekanntlich nicht und „Papier ist geduldig“, so offensichtlich die Meinung der Redaktion! Eine Huldigung an die Fegermafia:
„Vom Glück, im Himmel zu arbeiten!“, sagt der Feger und fühlt sich direkt von Gott bestellt.
„In seinem Kehranzug muss er immer wieder Hände schütteln, Passanten berühren seinen Ärmel, die Knöpfe seiner Jacke oder spucken ihm über die Schulter. Dann lachen sie. Und Kirmis kann die Hoffnung in ihren Augen leuchten sehen, dass es ein gutes Jahr wird, mit viel Glück …“,
das Schmalz läuft aus dem Bildschirm.„… er mag das. Vielleicht, weil er das Glück in sich trägt, so unglaublich viel davon, wie es nur einer spüren kann, dem die Stadt regelmäßig zu Füßen liegt. Ich bin der König der Welt!" ruft Heiko Kirmis, breitet die Atme aus, ganz oben, und lacht …,
dreht er durch ... springt er oder springt er nicht, nein, denn er wird ja noch gebraucht …, aber das Schmalz läuft …Vollkommen durchgeknallt, weltfremd und so von sich eingenommen, wie ein Gott, dass er sich auch noch „Präsident“ nennt. Nicht gar Bundespräsident, aber Präsident eines von ihm eingetragenen Verein´s, der sich „Rußtizia e.V.“ nennt. Das soll nach „Justiz“ klingen, vielleicht so etwas wie Gerechtigkeit, Gesetzestreue oder gar Gerichtbarkeit signalisieren. Aber dieser Einmannverein, der Abmahnungen bzw. Unterlassungserklärungen an Konkurrenten, sogenannte „Freie Feger“, verschickt, ist vollkommen durchgeknallt, so wie sich viele Nochbezirksfeger zur Zeit auch darstellen, denn sie sehen ihr Monopol dahinschwinden. Sie haben verständlicherweise große Angst vor der Zukunft. Werden die bisherigen Untertanen, die Kehrgebührpflichtigen, ihnen noch folgen und ihre Unverschämtheiten mitmachen? Werden die ihnen ihre jahrelangen Unverschämtheiten übel nehmen? Sie fürchten, die werden es tun. Sie haben Zukunftsangt, Existenzangst und die ist auch berechtigt. Er ist zwar auch Bezirksschornsteinfeger und Landesinnungsmeister im Vorstand der Berliner Schornsteinfegermeister-Innung, aber er ist auch „Präsident“, so nennt er sich, eine Lachnummer.
In Berlin soll wohl durch die Feger gegenüber Konkurrenten richtig auf Panik gemacht werden, diese bedroht werden. Da brummt der Bär! Man will sie nötigen, ihr Recht auf vom Gesetzgeber zugestandene Arbeiten außerhalb des Monopols durchzuführen. Man will verhindern, dass Hauseigentümer von „ihrem“ Bezirksfeger Abschied nehmen. Die Angst muss tief sitzen.
Quellen:
http://www.bz-berlin.de/archiv/vom-glueck-im-himmel-zu-arbeiten-article689249.htmlhttp://www.bz-berlin.de/bezirk/charlottenburg/charlottenburgs-herr-der-daecher-article689005.html„Roman Heit, angestellter Schornsteinfegergeselle bei einem Rauchfangkehrmeister aus Österreich, bekam und bekommt diese offene Missbilligung zu spüren. Dreimal kehrte er im Auftrag seines Arbeitgebers in Berlin. Prompt flatterte Heit ein Schreiben von „Rußtizia e. V.“ ins Haus, in dem ihm die „Einleitung von Maßnahmen“ angedroht wird, sollte er keine Unterlassungserklärung abgeben. „Präsident“ dieses sogenannten Vereins, der, wie es im Brief heißt, „auf die Einhaltung wettbewerbs- und berufsrechtlicher Vorgaben hinwirkt“, ist Heiko Kirmes, Bezirksschornsteinfeger- und Landesinnungsmeister im Vorstand der Berliner Schornsteinfegermeister-Innung.
Quelle:
http://www.kontra-schornsteinfeger.de/forum/schornsteinfeger-medien-berichte-negativ/es-lebe-das-monopol-!-schornsteinfeger-mit-hoheren-gebuhren-neuen-aufgaben-und/
„Nachdem die Drohung ihre Wirkung verfehlte, folgte eine Untersagungsverfügung mit Androhung eines Zwangsgeldes in Höhe von 500 Euro von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Wie Roman Heit dem VDGN mitteilte, beschäftigen sich derzeit sowohl das Verwaltungsgericht als auch die Europäische Kommission Binnenmarkt und Dienstleistungen mit seinem „Fall“. Er würde sich gern außergerichtlich einigen, doch ein Berufsverbot könne er nicht einfach akzeptieren. Und von Drohungen wolle er sich auch nicht einschüchtern lassen.“
„Hier oben fühlt man sich wie ein König!“, so schildert sein bestellter Artikel bei der BZ sein Scheinglück. „Der Bezirksschornsteinfeger steht auf dem Dach des Hauses … in Charlottenburg, nur wenige Schritte von seinem Büro entfernt. Hier oben verschwindet die lärmende Stadt. Hier ist der Schnee noch unberührt, rein und sauber. In der Ferne ragt der Funkturm empor, in der Gegenrichtung schimmert die erhabene Kuppel des Charlottenburger Schlosses. Die Luft scheint reiner, die Menschen kleiner, die Sorgen scheinen dort unten zu liegen, hier oben atmet man Freiheit. Auf dem Dach ist man frei und unabhängig. Man hat den Überblick, kann nachdenken und den Kopf freikriegen" …,
und der Schmalz läuft aus dem Bildschirm des Lesers dieses Artikels des durchgeknallten Fegers.„2013 soll das Schornsteinfeger-Monopol fallen. Dann dürfen Hausbesitzer auch Kaminreiniger aus anderen Kehrbezirken und neuen Handwerkerbetrieben für die Arbeiten holen. Kirmis sieht dem gelassen entgegen. In meinem Kehrbezirk spare ich jeden Anfahrtsweg. Diese Kosten muss jeder andere draufschlagen“ …, das begreift der einfach nicht, dass seine Anfahrtswege durch die neue Situation, durch die neue Freiheit für die Bürger, sich geändert haben. Da kann nicht einfach ein Zettel im Briefkasten liegen: „komme übermorgen zwischen 10 und 16 Uhr“, diese Zeiten sind dann endgültig vorbei und er wird die gleichen Anfahrtswege haben, den gleichen Zeitaufwand wie seine Konkurrenz. Er fühlt sich nach 2012 immer noch als Bezirksfeger mit dem Recht, den Bürger zu gängeln, dem Bürger Vorschriften zu machen, dem Bürger vorzuschreiben, wann er ihn zu empfangen hat. „In meinem Kehrbezirk spare ich jeden Anfahrtsweg. Diese Kosten muss jeder andere draufschlagen …“ , spinnt der durchgeknallte Feger sich mit seinem weltfremden Wunschdenken zurecht.
Diese Kosten wird er demnächst nicht mehr sparen, er weiß es nur noch nicht, er hat es noch nicht verstanden. Die Zeiten „der Haus zu Haus“ Begehungen sind vorbei. „Wir arbeiten nach 16.00 Uhr nicht mehr und an Samstagen auch nicht, damit ist aber in zwölf Monaten Schluss. Er wird sich daran halten müssen, dass die Kunden seine Arbeitszeit bestimmen, nicht er. Er wird sich nach den Kunden, nicht den Zwangskunden, richten müssen, er wird es in gut einem Jahr begreifen und es wird ihm bitter aufstoßen. Vielleicht muss er auf Wunsch eines Kunden auch einmal am Sonntag erscheinen, oder nach 21 Uhr oder gar am Feiertag …, aber das ist alles Gewöhnungssache und im nächsten Jahrzehnt werden das die Feger auch noch begriffen haben, sofern es sie als Bezirksinhaber dann überhaupt noch gibt. Vielleicht sucht er sich auch eine dann angenehmere Anstellung bei der Stadtreinigung als Straßenfeger, das was er gelernt hat.
"… Als wir wieder unten sind auf der Straße, fasst ihm eine dunkelhaarige Frau an die Brust. Sie lacht, als sei ihr ein Coup gelungen. Es ist doch schön, wenn die Menschen sich freuen, wenn man ihnen begegnet", sagt Kirmis, wer kann das sonst schon von sich sagen?" …
und das Schmalz läuft weiter aus dem Bildschirm …