Autor Thema: Schornsteinfeger werben für Scheindienstleistungen  (Gelesen 760 mal)

Gerd aus Strausberg

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Der DK Umweltverlag in Riegelsberg hat in Zusammenarbeit mit dem ZIV das Schornsteinfeger-Malbuch unter dem Titel "Der Schornsteinfeger - unser Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte" neu bearbeitet. Neben den bekannten Inhalten "Geschichte des Handwerks" und "Klassische Aufgaben des Schornsteinfegers" thematisiert das neue Lernmalbuch, für Vor- und Grundschulkinder verständlich, die Rolle des Schornsteinfegers als „Experte für Brandschutz und Sicherheit im Haus und seine zunehmende Bedeutung als Fachmann für Umweltschutz und Energieberatung“.
„Durch die Konzeption als Lernmalbuch ist das Heft sowohl für Kinder im Kindergartenalter als auch für Grundschüler geeignet“, propagiert der ZIV. Jedes Mittel ist recht. Vorausschauend will man schon die Kleinkinder mit dem Virus „Schornsteinfeger als Glücksbringer" und als „Experte für Scheindienstleistungen“ infizieren, denn die sollen ja schließlich die Zwangskunden der Zukunft werden!


Quelle:
http://schornsteinfeger-hamburg.de/wsb/pages/posts/schornsteinfeger--malbuch-9.php


TWMueller

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Re: Schornsteinfeger werben für Scheindienstleistungen
« Antwort #1 am: Nov 01, 2011, 08:11 »
Aber bei aller Kritik muss man Eines doch zugeben: Das Marketing der Feger ist vorbildlich.

Leider fehlt den Bürgerinitiativen, die sich GEGEN derartiges SONDER-Recht einsetzen, das Geld, eigene Malbücher zu entwickeln, die geeignet wären, aus Kindern selbständig denkende Individuen zu machen. Ich würde gern mal einen Gruselfilm drehen, der unter dem Titel "Wenn der Feger zwei mal klingelt" mit den Urängsten vor "schwarzen Männern" im Dunkeln spielt. Vielleicht würden Kinder dann schreiend die Strassenseite wechseln, wenn ihnen ein Schornsteinfeger entgegen kommt.
Sollte also ein filmbegeisterter Millionär Interesse an einem neuen Genre haben, ich freue mich auf Finanziers der Freiheit.
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

Tel.: (06134) 564620
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Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt.

Gerd aus Strausberg

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Re: Schornsteinfeger werben für Scheindienstleistungen
« Antwort #2 am: Mai 05, 2012, 18:15 »
„Die Schornsteinfeger im Landkreis Nienburg freuen sich auf die neue niedersächsische Bauordnung, insbesondere wegen der Rauchmelder-Pflicht, die für mehr Sicherheit sorgt.“  ;D

Quelle:
http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/landkreis-nienburg/nienburg/schornsteinfeger-froh-ueber-rauchmelder-pflicht-2304741.html

Doch das sind sie nicht etwa, weil sie erfreut sind, das die Bürger nun sicherer leben und ihnen als Kehrgebührpflichtige noch lange erhalten bleiben.  :o

Der Schornsteinfeger Andreas Giesges kommt da gleich zur Sache. Er beschreibt ein Schreckenszenario und hat auch gleich die Lösung parat.  8)


„… Stellen Sie sich vor, Sie erwachen durch starken, beißenden Rauchgeruch. Sie packen Ihre Sachen zusammen und stürzen auf die Straße hinaus. Vor Ihnen lodert Ihr Eigenheim…
… Doch haben Sie aktive Maßnahmen getroffen, um dieser Tragödie entgegenzuwirken?...
… In der Regel ist der Eigentümer für die Wartung der Rauchmelder verantwortlich. Ich biete Ihnen diesen Service an. Zu Ihrer Sicherheit…"

Quelle:
http://www.der-schornsteinfeger.net/site/brandschutz/erweitert/rauchmelder

Datko

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Re: Schornsteinfeger werben für Scheindienstleistungen
« Antwort #3 am: Mai 05, 2012, 21:18 »

Der Schornsteinfeger Andreas Giesges kommt da gleich zur Sache. Er beschreibt ein Schreckenszenario und hat auch gleich die Lösung parat.  8)

„… Stellen Sie sich vor, Sie erwachen durch starken, beißenden Rauchgeruch. Sie packen Ihre Sachen zusammen und stürzen auf die Straße hinaus. Vor Ihnen lodert Ihr Eigenheim…
… Doch haben Sie aktive Maßnahmen getroffen, um dieser Tragödie entgegenzuwirken?...
… In der Regel ist der Eigentümer für die Wartung der Rauchmelder verantwortlich. Ich biete Ihnen diesen Service an. Zu Ihrer Sicherheit…"
Quelle:
http://www.der-schornsteinfeger.net/site/brandschutz/erweitert/rauchmelder

Dieser Geschäftsgedanken wird hoffentlich ein Rohrkrepierer werden.

Von den Schornsteinfeger-Energieberatern hört man auch nicht viel, zumindest ist es den Schornsteinfegern nicht gelungen eine Zwangsmaßnahme auf gesetzlichem Weg herauszuschlagen.
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
Forum : www.kontra-schornsteinfeger.de

Gerd aus Strausberg

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Re: Schornsteinfeger werben für Scheindienstleistungen
« Antwort #4 am: Mai 05, 2012, 21:51 »
... Dieser Geschäftsgedanken wird hoffentlich ein Rohrkrepierer werden.
Von den Schornsteinfeger-Energieberatern hört man auch nicht viel, zumindest ist es den Schornsteinfegern nicht gelungen eine Zwangsmaßnahme auf gesetzlichem Weg herauszuschlagen...

Die Schornsteinfeger hoffen und kämpfen darum, dass es ihnen gelingt, die Politiker so zu beeinflussen, dass die ihnen die jährliche Überprüfung der Rauchgasmelder per Gesetz gestatten. Diese Überprüfung soll für den Bürger nur durch den Kehrbezirksinhaber möglich sein, kein freier Feger darf dort Hand anlegen, so wie es schon für die Messung der Feuchte bei Holz der Fall ist, denn diese Feuchtemessung darf unverständlicherweise nur der Kehrbezirksinhaber durchführen.  8) Eine einfache minderwertige Tätigkeit, die ein Schüler der ersten Klasse ausführen kann, wenn man es ihm zeigt, soll eine „hoheitliche“ Tätigkeit sein, die nur ein Schornsteinfegermeister, der auch gleichzeitig Kehrbezirksinhaber sein muss, ausführen darf.  ::) Man versucht offensichtlich die ab 2013 verlorengegangenen Aufgaben für den Bezirksinhaber wieder aufzustocken – mit Sinnlostätigkeiten wie Holzfeuchtemessung und Kontrolle von Rauchgasmeldern, obwohl es bei beiden keiner Kontrolle bedarf und schon gar nicht als „hoheitliche“ Scheintätigkeit.

Die Feger wollen in den Häusern zwangsweise Schimmelpilze aufspüren und nennen sich stolz „Schimmelpilzreiter“, denn um zu diesem Titel zu kommen, haben sie einen sechsstündigen Lehrgang in der Schornsteinfegerschule in Dülmen absolviert.  :o

Rauchgasmelder überprüfen sich selbst. Ist die Batterie leer, wird über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen ein akustisches Signal gesendet, das den Betreiber auffordert, die Batterie zu wechseln. Eine Funktionskontrolle kann ebenfalls durch den Betreiber erfolgen, indem er einen Knopf drückt und wenn er ganz sicher gehen will, kann durch Zigarettenrauch oder ein brennendes Stück Papier/Holz eine Auslösung herbeigeführt werden.  ;)

Wir werden uns noch wundern, was die Schornsteinfeger noch für sinnlose Scheintätigkeiten ersinnen, die per Gesetz demnächst den Kehrbezirksinhaber zugeschoben werden sollen, um deren Einnahmen aufzubessern, auf Kosten der Bürger, ohne das denen ein erkennbarer Nutzen entsteht.  :o

TWMueller

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Re: Schornsteinfeger werben für Scheindienstleistungen
« Antwort #5 am: Mai 06, 2012, 20:18 »
Ohne Frage, technische Warngeräte KÖNNEN sinnvoll sein und die Sicherheit im Haus erhöhen. Das Schlimme hierbei sind jedoch die (erwünschten) Schlussfolgerungen. Jeder vernünftig denkende Mensch würde folgern: Bei MEHR technischer Sicherheit kann auf menschliche Kontrollen angemessen verzichtet werden. Also statt JÄHRLICHER "Besichtigung" von Abgaswegen z.B. nur noch eine Kontrolle im Rahmen der "Feuerstättenschow". Bei vorhandenen CO-Warngeräten kann auf Feger's Messung des CO-Gehalts an einem Zufallstag im Jahr gut verzichtet werden.

Aber es geht ja in Wahrheit nicht um die Sicherheit der Bürger. Es geht vorrangig um WIRTSCHAFTS-INTERESSEN. Warum auch sonst sollte die "Sicherheit" beim WIRTSCHAFTS-Ministerium und nicht beim Innen-Ministerium angesiedelt sein?

Würde auch nur eine am Gesetzgebungsverfahren beteiligte Partei mal fragen: "Wie kann man eine hinreichende Sicherheit von Feuerstätten mit geringstmöglichem Aufwand für die Bürger gewährleisten?", die Sonderstellung der BEZIRKS-Schornsteinfeger wäre nicht länger zu halten.

Ja, ich vermute, dass sogar das Gegenteil dessen, was von Fegerseite behauptet wird, zutrift. Wenn diese unsägliche Kopplung an das Fegergewerbe endlich entfallen würde, Deutschland könnte MEHR Sicherheit mit WENIGER Aufwand für die Bürger erreichen.

Aber vielleicht sollten die Initiatoren der Schornsteinfeger-FÖRDER-Gesetze mal überlegen, ob Kraftfahrzeuge nicht vierteljährlich zur Kontrolle dem Bezirks-Schornsteinfeger vorzuführen wären, um die Entleerung der Aschenbecher prüfen zu lassen. Zweifelsfrei können Tabakreste im Aschenbecher das Krebsrisiko der Insassen erhöhen.
« Letzte Änderung: Mai 06, 2012, 20:21 von TWMueller »
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    • Schornsteinfeger-Kosten oft nutzlos und teuer; dubioses KÜO-Gebühren-Verzeichnis führt zur Kaminkehrer-Abkassiererei
Re: Schornsteinfeger werben für Scheindienstleistungen
« Antwort #6 am: Mai 06, 2012, 22:13 »
"... Stellen Sie sich vor, Sie erwachen durch starken, beißenden Rauchgeruch. Sie packen Ihre Sachen zusammen und stürzen auf die Straße hinaus. Vor Ihnen lodert Ihr Eigenheim ..."

Jaja, "vorbildliches Marketing", das Geschäft mit der Angst boomt .......
Bei moderner Heiztechnik sind Kaminkehrer/Schornsteinfeger überflüssig. Einschränkungen des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung sind deshalb nicht mehr zulässig. Die betreffenden gesetzlichen Vorschriften sollten grundlegend entrümpelt und an die technische Entwicklung angepasst werden!