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Sie können es natürlich anzeigen, wenn Sie persönlich der Meinung sind dass es nicht mit Rechten Dingen zugeht.

Aber

Gehen wir doch einfach mal den weiteren Werdegang.

Am Ende stehen alle Parteien vor dem Richter, und dann soll man erklären was einem auf dem Herzen liegt
Sie stören sich daran, dass er vorhandene Daten benutzt, um zu den Leuten zu gehen/die Liste abzuarbeiten.
Der Schornsteinfeger wird sich daran stören dass er keine Lust hat 2x den gleichen Datensatz pflegen zu müssen, was dann nur zu weiteren Kosten führt, welche am Ende der Kunde zahlen muss.

Im PRINZIP (reine Theorie) hat es nämlich so zu laufen, dass der Schornsteinfeger den ganzen Tag darauf warten müsste, bis die Kunden selbst einen Termin haben möchten.

Dies würde zuerst dazu führen, dass 95% der Kunden irgendwann einen Anhörungsbogen bekommen, indem diese Erklären dürfen, wieso die arbeiten nicht durchgeführt wurden.
Diese wären "leicht" überrumpelt, weil bisher kam der Schornsteinfeger doch immer automatisch, doch wie solle dieser Automatisch kommen, wenn er ja "Eigentlich" keine Daten hat, und entsprechend auf die Beauftragung warten müsste?

Nach einer gewissen "Gewöhnungsphase" würden die Leute dann anfangen Termine zu machen, diese wären dann aber natürlich nicht "Von Haus zu Haus" sondern eher von Straße zu Straße, oder Ort zu Ort...

Weniger Kunden am Tag, jedoch der Umsatz muss gehalten werden, entsprechend würden die Kosten steigen.


Also wie gesagt "Theoretisch" ist der Hauseigentümer verpflichtet selbst die Termine zu fordern, und auf die Fristen im Feuerstättenbescheid zu achten.
"Theoretisch" weiß nämlich der Schornsteinfeger ja gar nicht wann er wo welche Arbeiten auszuführen hat.

Praktisch gesehen läuft es bei (den meisten) einfach "wie immer" und einen großen Prozess dies zu ändern halten wohl weniger für Erstrebenswert, weil in ~20-30 Jahren der Schornsteinfeger als solches eh kaum noch Existent ist, weil durch den Einsatz moderner Heizungstechniken, gar keine Arbeit mehr vorhanden sein wird.

Wer Heute als junger Mensch in diesem Beruf seine Ausbildung beginnt, wird es damit nicht bis zur Rente schaffen, Schornsteinfeger ist ein Auslaufmodell, selbst wer Heute zum BBSF bestellt wird, könnte Schwierigkeiten haben, dies bis 67 durch zu ziehen.
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Seit der freien Schornsteinfegerwahl, trenne ich bewusst die handwerklichen von den hoheitlichen Tätigkeiten, habe also von der freien Wahl Gebrauch gemacht.
Nunmehr finde ich in meinem Briefkasten einen Zettel des BSF vor, mit dem er mir sein Erscheinen Zwecks Abgasmessung ankündigt (also klar handwerkliche Tätigkeit, die aber bereits an einen anderen SF vergeben wurde). Ich werde den Herrn natürlich schön vor verschlossener Türe stehen lassen.
Nun aber meine Frage: Darf der BSF die ihm zur Erfüllung seiner hoheitlichen Aufgaben übermittelten Adressen auch für seine handwerkliche Tätigkeit nutzen? Stellt das nicht unlauteren Wettbewerb oder gar einen Verstoß gegen das Datenschutzgesetz dar? Lohnt es sich das entsprechend anzuzeigen?
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Es gibt Zwei Messungen nach BImSchV

Einmal um den Abgasverlust festzustellen, dies findet alle 2-3 Jahre statt (Sofern der Abgasverlust festgestellt werden muss)
Dies macht der Schornsteinfeger "Mal Nebenbei" wenn er die Messung nach KÜO durchführt, der Zeitaufwand ist nicht einmal nennenswert größer, weshalb der Unterschied zwischen KÜO alleine und KÜO + 1.BImSchV meist ~10€ beträgt.

Die andere ist um den Staubgehalt bei festen Brennstoffen festzustellen, dafür braucht man ein spezielles Messgerät. Und der Zeitaufwand ist massiv höher.

Entsprechend, kenne ich Preise von 100€ (was fast dem Selbstkostenpreis entspricht) -150€
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Hallo Cloud,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe mal die Rechnung geprüft, hier steht folgendes:

"Messung feste Brennstoffe (Holz) nach BlmSchV, ungerade Jahre, wiederkehrend, erste Mess-Stelle"

ist das das Gleiche wie 1. BlmSchV? Wären dann 60-70€ normal?

Grüße,
dexhex
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Ergebnis: Kosten zwischen 60 und 72€.



Verzeihung, aber da werden Sie sich wohl Irren.
Wir reden nicht von einer normalen Messung nach Kehr-und Überprüfungsordnung bzw. 1. BImSchV (dies wären ~60-70€)

Für Feste Brennstoffe braucht man ein spezielles Messgerät, welches meist mehrere Tausend € kostet.
Nebenbei gibt es nicht oft die Gelegenheit dies einzusetzen, trotzdem muss dies wie alle anderen Messgeräte Regelmäßig zum Prüfstand (TÜV)

Oft besitzt die Innung 1-2 Geräte, welche dann unter den Mitgliedern (50+) verliehen werden.
Der Zeitaufwand dieser Messung liegt auch nicht bei ~10 Minuten wie bei einer "normalen" Messung, sondern der Messzyklus allein muss schon über eine längere Zeit laufen, + Anheizen + Wartung usw. usw....

Und ansonsten um es mal "grob" Vorzurechnen

Für die Kehrungen sollten bei 2maliger begehung ~60-70€, bei 3maliger ~100€ zusammen kommen.
Feuerstättenschau ~40€
Messung von Festen Brennstoffen ~100€ (Geschenkt) - 150€ (regulärer Kurs)

Da bei Ihnen Schätzungsweise eine 2malige Begehung vorliegt, liegen Sie also eigentlich gut dabei.
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Schicke deine Rechnung doch einfach mal per Mail an die Zuständige Schornsteinfeger-Innung und lass die mal drüber schauen.
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Schornsteinfeger gesetzliches / Re: Fristbestimmung im Feuerstättenbescheid
« Letzter Beitrag von Cloud am 08.12.17, 19:15 »
Ein Feuerstättenbescheid ist solange gültig, bis Sie einen aktuelleren haben.
Ein neuer Feuerstättenbescheid wird anhand einer erfolgten Feuerstättenschau ausgestellt, wobei auch ein neuer Feuerstättenbescheid fällig wird, sollten sich die Gegebenheiten im Haus ändern, durch z.B. eine andere Heizung, oder eine neue Feuerstätte.

Die ~10€ 2012 waren erstens nach alter Gebührenordnung, oder besser gesagt nach den alten Arbeitswerten, und zweitens wurden früher (meist) die Feuerstättenschau jährlich berechnet, oder anders gesagt.
Die Kosten einer Feuerstättenschau wurden durch 5 geteilt, und jedes Jahr wurde entsprechend 1/5 der Kosten bei den regulären Arbeiten zusätzlich in Rechnung gestellt, die extra aufgeführten 10€ waren also wohl nur der Bescheid an sich, welcher erst seit 2013 ausgehändigt wird.

Und des letzte lässt sich Pauschal schlecht beantworten.
Der eine lässt die Feuerstättenschau "mal Nebenbei" durch nen Angestellten erledigen, im besten Falle dem Meistergesellen, aber auch n Azubi macht sowas, wenn auch nicht immer wissentlich...

Und ob andere Betriebe spezielle Zettel benutzen, kann ich schlecht sagen, wir haben spezielle Zettel, auf denen draufsteht, dass die Feuerstättenschau ansteht.
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Schornsteinfeger gesetzliches / Re: Fristbestimmung im Feuerstättenbescheid
« Letzter Beitrag von Burghard am 08.12.17, 10:15 »
Danke,
das beantwortet aber meine Frage nicht.

Die Ausstellung des neuen 3Jahre gültigen Feuerstättenbescheides erfolgt durch den Bezirksschornsteinfeger (BSF) .....
1.-durch eine angesagte Feuerstättenschau oder/und
2.-durch Aktenlage (5 Jahre alter Feuerstättenbescheid plus Kehrbuch) 
mit dem Ergebnis :neuer Feuerstättenbescheid für 3 oder 4 Jahre.
Für 2.:
die ausgestellte Rechnung beträgt ca 100 €.......
2012 wurde dafür ( 5Jahre) ca 10 € berechnet
Insofern:
woran erkenne ich bei den" jährlichen Kehr-und Überprüfungsarbeiten" durch den beauftragten Schornsteinfeger (SF) bzw dessen Gesellen (?),
das dies gleichzeitig eine hoheitliche Aufgabe des BSF sein soll....und damit die Feuerstättenschau parallel dazu ausgeführt wird....
und mit welcher Ansage ?
MfG
Burghard
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Schornsteinfeger gesetzliches / Re: Fristbestimmung im Feuerstättenbescheid
« Letzter Beitrag von Cloud am 08.12.17, 07:15 »
Feuerstättenschau ist 5 Werktage vorher anzukündigen (Nachzulesen in der KÜO) oder halt "Ortsüblich"
Über die Gebühren braucht er nicht informieren, diese sind nämlich gebunden, und entsprechend Nachzulesen.

Die regulären Arbeiten braucht er gar nicht ankündigen, diese sind "Frei zu vergeben".
Wenn er einfach von Haus zu Haus läuft, und die Leute ihn nicht reinlassen, kommt halt kein Vertrag zustande, und die Leute geben damit zu erkennen, dass sie für die anstehenden Arbeiten jemand anderen haben möchten.

Sollte der Schornsteinfeger mit dem Mieter in Kontakt treten, was durchaus Üblich ist, weil es meist für den Mieter angenehmer ist wenn er mit dem Schornsteinfeger einen Termin vereinbaren kann, als vom Vermieter einen vorgegeben zu bekommen. Sollte man sich Unsicher sein ob es der "Vom Vermieter gewünschte Schornsteinfeger ist" kann man ja schlicht nachfragen
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