Autor Thema: Überzogene Kostenrechnunng bei fragwürdigen Feinstaubmessungen  (Gelesen 2269 mal)

29HoRsT07

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Hallo ich bin seit heute FREITAG den 13. 05.2016 hier Mitglied geworden.

Mein Thema das mich beschäftigt und sehr wahrscheinlich auch andere Teilnehmer hier interessieren könnte, ist alles Wissenswerte zu der erst kürzlich neu eingeführten Feinstaubbestimmung an Holzheizungs-Anlage bereits ab 4KW Nennleistung.

Bisher standen dererlei Messungen meines Wissens erst bei Heizanlagen ab 15 KW Nennleistung an.

Seit Inkrafttretung der 1. BIm.Sch V und der Novellierung der Verordnung über Kleine und mittlere Heizungsanlage steht mir mein Bezirks-Schornsteinfeger auf den Eisen;
Ich habe mir Ende  2013 nachdem mein  bisheriger Wechselbrandkessel das zeitliche gesegt hatte,
  eine Kombi Heizung sprich eine Ölzentral Heizung in Verbindung mit einem 12,7 KW Holzheizkessel
eingebaut.
Das nahm unser Bezirks Schornsteinfeger auch gleich zum Anlass mir bereits ab 2014 für beide Öfen im Feuerstättenbescheid verschiedene Messtermine aufzuerlegen.
Die Messung an dem Holzofen eine sogenannte Feinstaubbestimmung,die er bisher stets mit einer ausgeliehenen Mess-Einrichtung bestimmen versucht, werden dann gleich ...meist schon am nächsten tag per Rechnungsstellung beim Kunden angefordert.
Also für die mir auferlegte Messung "Feinstaub" die bis dato erst ab 15 KW relevant gewesen war
und ca 30-40 Min zelebriert wird fordert der gute Mann so ca 140 € an.

Wer kennt sich mit der Zuordnung der Meßpflichtigkeit von Heizanlagen aus und kann mir hier weiterhelfen


« Letzte Änderung: 13.05.16, 10:16 von Datko »

Datko

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Benutzen Sie bitte zusätzlich das Forum
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Schreiben Sie bitte einen kurzen Brief über die Kosten an das Bundeswirtschaftsministerium. Machen Sie deutlich, dass Sie ausgebeutet werden.
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
Forum : www.kontra-schornsteinfeger.de

Monika Koch

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@29HoRsT07
Meines Wissens kommt man um diese alle zwei Jahre stattfindenden Messungen nicht herum.
Aber sie gehören zu den freigegebenen Schornsteinfegertätigkeiten, d.h. man muß sie NICHT vom Kehrbezirksinhaber durchführen lassen.

Mir wurde gesagt, da die neuen Meßgeräte so teuer, 12000 Euro, sind, verlangen alle Kaminkehrer rund 150 Euro.

Diese Messungen sind wirklich mehr als fragwürdig. Der eine Kaminkehrer mißt kurz nach dem Anfeuern, der andere bei ruhiger Glut. Obwohl die Abgassituation jeweils eine ganz andere ist.
Anschließend erhalten Sie eine Meßbescheinigung und erfahren, ob Ihre Anlage die Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid einhält. Das müßte bei Ihnen gewährleistet sein.

Andere mit alter Anlage haben dieses Glück nicht und die Heizung wird stillgelegt, obwohl es keinerlei andere Heizmöglichkeit für das Haus gibt. Noch dazu wird dann vorher auch gemessen und die 150 Euro abgezockt, obwohl aufgrund der Bauart von vorneherein feststeht, daß die Grenzwerte nicht eingehalten werden KÖNNEN. Bei einem Hausbesitzer sollte sogar noch im März 2016 gekehrt werden, obwohl schon der Bescheid bekannt war, daß der Holz-Heizkessel am 31.05.16 stillgelegt werden muß.

Die 1. BImSchV finden Sie hier: http://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_1_2010/
Oder als pdf: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bimschv_1_2010/gesamt.pdf