Autor Thema: 2 Feuerstättenbescheide für Ehepaar??  (Gelesen 5967 mal)

sophieweb

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Guten Tag,

uns ist folgendes unverständlich:Meine Frau und ich haben für unser Haus da wir beide im Grundbuch stehen beide einen eigenen Feuerstättenbescheid erhalten.Ist das rechtens?Bei den Nachbarn hat er einen verfasst.Wir sollen auch 2 Bescheide bezahlen...Wer kann helfen?

XXX

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Re: 2 Feuerstättenbescheide für Ehepaar??
« Antwort #1 am: 24.01.14, 11:27 »
Auf Wunsch des Users XXX gelöscht.
« Letzte Änderung: 14.07.17, 17:05 von Datko »

TWMueller

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Re: 2 Feuerstättenbescheide für Ehepaar??
« Antwort #2 am: 24.01.14, 18:50 »
Es gibt nur EINEN Feuerstättenbescheid, da es ja auch die Feuerstätten nur EIN mal gibt.

Es würde bei einem Gemeinschaftseigentum vom ZWEI Personen eigentlich ausreichen, EINEN Bescheid mit BEIDEN Namen im Adressfeld zu erstellen und EIN mal an die LIEGENSCHAFTS-Adresse zuzustellen.

Wenn der "bevollmächtigte Bezirksschornseinfeger" ganz sicher gehen will, würde er von EINEM Bescheid lediglich ZWEI AUSFERTIGUNGEN erstellen und zustellen. Für die Kopie (2. Ausfertigung) darf er dann jedoch nach Anlage 3 zur KÜO Nr. 1.3 nur 2 AW zusätzlich berechnen.
http://www.gesetze-im-internet.de/k_o/anlage_3_13.html
Thomas W. Müller
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SyKegel

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Das Vorgehen ähnelt dem der GEZ. Vielleicht handeln ja die Innungen inzwischen mit den Meldedaten der jeweiligen Kehrbezirke?

Selbst die GEZ kann aber nur einmal pro Haushalt/Betriebsstätte Gebühren berechnen.
Ist denn nicht erkennbar, dass es sich lediglich um eine Kopie handelt?

Das Eintreibegebaren ist allerdings auch bei der GEZ repressiv, und auch wir betroffenen Bürger können wahrscheinlich bei der Gegenwehr voneinander lernen.

TWMueller

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Re: 2 Feuerstättenbescheide für Ehepaar??
« Antwort #4 am: 26.01.14, 22:48 »
Um einer ausufenden BÜROKRATIE eines immer regulativeren Staates zu begegnen, ist es EIN sinnvolles Mittel der GEGENWEHR, die Bürokratie im Judo-Stil gegen den Verwender zu richten. Sprich: Bürokratie kann man gut mit noch mehr Bürokratie bekämpfen.

Im Prinzip könnte es dem Gebäude-Eigentümer ja ziemlich egal sein, was das genau im Adressfeld steht. Um die SONDER-Funktion eines "bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers" unattraktiv zu machen, ist es jedoch EIN wirksames Mittel, auf JEDEN noch so kleinen Fehler zu reagieren und den Bezirks-Aufseher mit Korrespondenz zuzumüllen. Wer eben BEHÖRDE spielen will, muss sich auch exakt an das VERWALTUNGS-VERFAHRENS-RECHT halten.

Und da immer mehr Bürger auch formelle Unkorrektheiten REKLAMIEREN, versuchen die Feger halt, mögliche Ansatzpunkte zu umschiffen. Ein FALSCHER EMPFÄNGER in einem Verwaltungsakt kann diesen bereits ohne Erörterung der sonstigen Sach- und Rechtsfragen aus formellen juristischen Gründen UNWIRKSAM machen.

Wenn Bezirksschornsteinfeger z.B. die Holzfeuchte von Brennholz messen wollen, so schießt dies deutlich über jedes vernünftige SICHERHEITS-Bedürfnis von Bürgern und Staat hinaus. Millionen Eigentümer und Mieter werden mit pingeligen Kleinigkeiten drangsaliert und zur Kasse geben, nur damit ein bestimmter Berufsstand auch weiterhin wie die Made im Speck leben kann.

Ein Sprichort sagt: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.

Wenn die Schornsteinfeger also kleinlichst auf jedes noch so theoretische Risiko vorbeugend tätig werden wollen, so muss die Antwort der Bürger (auch) so aussehen, dass man EBENSO pingelig auf ALLE FEHLER der Kehrbezirks-Verwalter achtet. Seien SIE daher bei FEHLERN (auch formellen) in Feuerstättenbescheiden nicht großzügig - Ihr "bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger" kennt KEINE GROSSZÜGIGKEIT (und keine logischen Argumente, die ihn UMSATZ kosten könnten).
Thomas W. Müller
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Monopolgegner

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Re: 2 Feuerstättenbescheide für Ehepaar??
« Antwort #5 am: 27.01.14, 09:22 »
Herrn Müller (TWMüller) gebe ich vollkommen recht. Und nicht nur, weil wir regen Telefonkontakt halten.

Wenn ein Halbgott in Schwarz den Dicken markieren will und sich Kleingeisterhaft aufspielt, dazu noch die Unwissende Behörde (welche da nur die Augen verschließt und die Ellenbogen still hält) mit ins Boot nimmt, braucht Arbeit.

Ich selbst habe, nach Telefonaten mit Herrn Müller, bisher genau so agiert. Einfach die vorhandenen Parteien (Hier: Kehrfuzzi und Behörden) gegeneinander ausspielen. UND,- es funktioniert. Am vergangenen Freitag auf der Behörde vom Amtsleiter erfahren, das der Russfuzzi wegen mir schon etliche Termine wahrnehmen musste zwecks Anhörung. Das dem Kehrfuzzi dies nicht so in seinen Kram passt und er wegen mir ständig vom Geldzählen abgehalten wird, is mir doch egal. Wer wollte es denn so?

Und wenn der Briefkopf nicht stimmt, wird dieser so lange beanstandet, bis er stimmt. Die Richtigkeit muss der Russfuzzi selbst herausfinden.

In diesem Sinne: Wehrt euch endlich und lasst euch ned alles gefallen von einem Selbstverherrlichen Monopol. welches so unnötig ist wie der Appendix!
Wegen der eingeführten Zensur des Admins in diesem Forum und dadurch Streichungen von Beiträgen, beteilige ICH mich hier an nichts mehr. Wie Viele andere ebenfalls. Ich und viele andere auch aus diesem Forum bin/ sind im Forum: http://www.carookee.com/forum/sfr-reform

TWMueller

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Re: 2 Feuerstättenbescheide für Ehepaar??
« Antwort #6 am: 27.01.14, 22:56 »
Hallo Herr Müller,

das stimmt so nicht ganz, die kennen sehr wohl Großzügigkeiten.

Ich möchte diesen Hinweis als Anregung nehmen, noch mal meine Denkweise etwas zu erläutern.

ICH habe nicht das Geringste gegen den MENSCHEN, der mal gut mal schlecht den Beruf eines Schornsteinefegers ausübt. ICH kritisiere ein Rechts-SYSTEM, das SONDER-Regelungen für einen Berufsstand geschaffen hat und entgegen jeder Logik und sonstigen Rechtssystematik aufrecht erhält.

ICH habe prinzipiell auch kein Problem damit, wenn sich die Gesetzgebung Gedanken um BRANDSCHUTZ, die ÖFFENTLICHE SICHERHEIT und den UMWELTSCHUTZ macht. Ich würde jedoch erwarten, dass zunächst KLARE ZIELVORGABEN definiert und dann OPTIMIERTE LÖSUNGSWEGE erarbeitet werden. Die Frage muss lauten: Wie kann ein angestrebter Zustand möglichst EINFACH und WIRTSCHAFTLICH erreicht werden? Die Frage, welche Stellen dann ggf. beauftragt oder eingebunden werden, steht GANZ AM ENDE.

Beim Schornsteinfeger-SONDER-Recht ist es jedoch genau anders herum. Hier wird versucht, auf Biegen und Brechen an der SRUKTUR der "Kehrbezirke" mit besonders gestellten "Bezirksschornsteinfegern" festzuhalten. Statt z.B. ein "Feuerstätten-Sicherheits-Gesetz" zu erlassen, wird bereits im Gesetzestitel "SCHORNSTEINFEGER-Handwerks-Gesetz" unzulässig ein Ergebnis vorweggenommen. Vielleicht wären anstehende Tätigkeiten oder Lösungen jedoch von einem anderen Berufszweig oder von Organen der Öffentlichen Verwaltung viel sinnvoller, zumindest jedoch verfassungs- und rechtskonform zu übernehmen.

Und im Bestreben, die "Bezirksschornsteinfeger" in der vorhandenen Anzahl auch hinreichend zu beschäftigen, liegt natürlich mehr als nur ein Keim, bei den geforderten und verordneten Kehrungen und Prüfungen über das UNBEDINGT NOTWENDIGE hinaus zu gehen. Es ist jedoch nicht die Aufgabe der Bevölkerung, die Beschäftigungssicherung eines Heeres an Schornsteinfeger für alle Zeiten zu bewirken und zu finanzieren. Es wäre vielmehr die Aufgabe unserer VOLKSVERTRETER, zwar wirksame, aber zugleich EFFEKTIVE und UNBÜROKRATISCHE Lösungen für anstehende Aufgabenstellungen zu erarbeiten.

Man darf jedoch ein NATURGESETZ nicht vergessen: KOSTEN (der Einen) und ERTRAG (der Anderen) halten sich die Waage. Wer Bürger entlasten will, MUSS einem Teil der "Wirtschaft" einen sonst erzielbaren Umsatz vorenthalten. Den Trick, dass es auf der einen Seite zwar BILLIGER wird, auf der anderen Seite jedoch trotzdem gleich viel oder gar MEHR VERDIENT wird, kann kein politischer MAGIER wirklich vorführen.

Und Gleiches gilt natürlich auch für jeden DIENSTLEISTER, also auch für JEDEN Schornsteinfeger. Leider fehlte über Jahrzehnte jegliches Korrektiv, das ein MARKT normalerweise bewirkt. Der unfreundliche, schlecht arbeitende Anbieter mit Mondpreisen wird normalerweise vom Markt verdrängt. KREATIVE und SERVICE-ORIENTIERTE neue Anbieter hingegen können NEUE LÖSUNGEN anbieten und Bewegung in ein sonst erstarrendes System bringen.

Die technischen Entwicklungen z.B. im Kommunikationssektor sind ja gerade ab dem Zeitpunkt explodiert, nachdem das MONOPOL der Deutschen Bundespost gefallen war.

Wo jedoch soll der Anreiz für Entwickler und Hersteller z.B. von Heizungsanlagen liegen, wenn man zwar automatische Sicherungseinrichtungen anbieten kann, dies jedoch in keiner Weise zu einer Entlastung von Schornsteinfeger-PFLICHT-Einsätzen führt? Selbst die modernsten und sichersten Anlagen müssen dennoch regelmäßig von einem Schornsteinfeger "kontrolliert" werden, obwohl die Zeiten, als flächendeckend noch mit Holz und Kohle geheizt, ja gekocht wurde, schon Jahrzehnte zurück liegen. Mit SICHERHEIT hat das längts nichts mehr zu tun, es handelt sich schlicht und einfach um eine WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG, um PROTEKTION.

Den SCHORNSTEINFEGERN, die sich selbst nicht als Kehrbezirks-BEHÖRDE, sondern als UNTERNEHMER und DIENSTLEISTER verstehen, kann man nur raten, sich JETZT schnellstmöglich aus dem veralteten Berufsbild zu verabschieden. Das NEUE RECHT erlaubt doch endlich ein Angebot über die Grenzen des alten Berufsbilds hinaus. Wer sich also vom Kehrbezirk, dem Denken in Verwaltungskürzeln nach KÜO und von Terminzettelchen verabschieden kann, und sich statt dessen auf die BEDÜRFNISSE der MENSCHEN, der Hausbesitzer und Mieter konzentriert, kann sich JETZT Marktfelder erschließen und Kunden sichern, lange bevor die Ex-Monopolisten überhaupt begreifen, wie MARKWIRTSCHAFT überhaupt funktioniert.
« Letzte Änderung: 27.01.14, 23:04 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

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Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt.

peterS

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Re: 2 Feuerstättenbescheide für Ehepaar??
« Antwort #7 am: 13.02.14, 15:05 »
Das ist doch echt die Hupe!
Sowas habe ich noch nie gehört. Ich kenne viele Familien wo beide Partner im Grundbuch eingetragen sind und wo der Fuzzi nicht 2 Bescheide schickt.
Kann mir auch kaum vorstellen dass das Absicht gewesen sein soll - wobei....das was ich schon durch habe. Manchmal denke ich echt die machen das aus Spaß: einfach mal Leute ärgern und verwirren weil sie sonst nix zu tun haben.

kurczaq

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Re: 2 Feuerstättenbescheide für Ehepaar??
« Antwort #8 am: 05.03.14, 16:03 »
Hallo Herr Müller,

das stimmt so nicht ganz, die kennen sehr wohl Großzügigkeiten.
ICH habe nicht das Geringste gegen den MENSCHEN, der mal gut mal schlecht den Beruf eines Schornsteinefegers ausübt. ICH kritisiere ein Rechts-SYSTEM, das SONDER-Regelungen für einen Berufsstand geschaffen hat und entgegen jeder Logik und sonstigen Rechtssystematik aufrecht erhält.

Hi

es gibt in Deutschland gefühlt 1000 andere Sachen, die ganuso absurd ablaufen. Noch ein Beispiel? Z.b. die sinnlose Auto-Ummledung mit Schilderwechsel. Ziehst Du ein paar Gemeinden weiter ist meistens ein Nummernschildwechsel notwendig. Vollkommen bürokratisch das ganze. Und kostes jedesmal Blech & Stempel. Beispiel Spanien: wird ein Auto das erste mal verkauft bekommt es fest ein Nummernschild (nicht abnehmbar :) dran und das wars. Bei Halterwechsel & Umzug werden nur bei der prefectura die Daten geändert (ok kostet ein paar Euro) und das war's. Auto fährt weiter mit dem selben Schild XYZ-1234. Hat auch keinen Geo-Bezug. Schaffen die Spanier effizienter als die Deutschen.
Jetzt rate mal was los wäre in D, wenn man das "reformieren" wollte? Ein Aufschreeeeiiiiii "aber doch die vielen armen Schildermacher, sie gehen doch pleite!" etc etc (Sprich Lobby). Fazit: nicht reformierbar, genauso wie die KK. Könnte man noch haufenweise andere Beispiele bringen - leider. Hilft nur auswandern, leider... (nur wohin?):

LG.