Autor Thema: falsche Rechnung etc.  (Gelesen 12425 mal)

Francis

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Re: falsche Rechnung etc.
« Antwort #15 am: 24.07.13, 15:09 »
Danke erstmal an TWMueller für die Ausführung.
Ja, ich bin der Besitzer des Hauses. Leider habe ich das Datum mit einem Faserschreiber geschwärzt, also nicht mehr rückgängig zu machen.
Das Datum war aber von heuer im Mai. Der Zettel hing jedes Jahr an meiner Haustür.

mfG Francis

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Unlautere Terminzettel
« Antwort #16 am: 24.07.13, 20:41 »
Wenn der HANDWERKLICHE Schornsteinfeger auch 2013 noch einfach so Terminzettel verteilt, liegt wohl ein klarer Fall eines UNLAUTEREN WETTBEWERBS vor.

Den o.a. Terminzettel sollten Sie UNGESCHWÄRZT der WETTBEWERBSZENTRALE zukommen lassen.

Info zu einer Abmahnung im Bereich Schornsteinfegerwesen siehe:
http://www.wettbewerbszentrale.de/de/aktuelles/_news/?id=1300

Infos zu BESCHWERDE-Möglichkeiten siehe:
http://www.wettbewerbszentrale.de/de/beschwerdestelle/hinweise/
« Letzte Änderung: 24.07.13, 20:49 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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Re: falsche Rechnung etc.
« Antwort #17 am: 07.09.13, 18:00 »
Unser Schornsteinfeger kommt schon seit Jahren zu uns und immer hat er einen Zettel mit deinen Zeiten in die Briefkästen geworfen. Das soll jetzt nicht mehr sein und das unterlässt er auch-jetzt ruft er an und fragt ob er kehren soll. Das Datum bestimmt er dabei (oder versucht es zumindest.

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Re: falsche Rechnung etc.
« Antwort #18 am: 07.09.13, 20:56 »
Es gibt hier nur einen WESENTLICHEN Unterschied. Der "bev. Bezirksschornsteinfeger" darf nicht so tun, als sei er (automatisch) für die anstehenden Kehrarbeiten zuständig. Er darf also die Bürger nicht dahingehend TÄUSCHEN, dass diese auch einen ANDEREN ANBIETER wählen dürfen.

Wenn Sie einen netten Gemüsehändler haben, der Ihnen immer Freitags Frischware ins Haus liefert, ist das doch toll. Wenn jedoch ein "Bezirks-Händler" ungefragt Kartoffeln liefern würde, wäre das nicht in Ordnung.

Bei den Schornsteinfegern ist halt das Problem, dass diese jahrzehntelang an ein MONOPOL gewöhnt waren. Vor 2013 mussten Schornsteinfeger doch im Fremdwörterbuch nachschlagen, was z.B. "Werbung" eigentlich sein soll. Der Gesetzgeber lieferte kostenlos Kunden, Aufträge und Preise. Ob ein Schornsteinfeger gut oder schlecht arbeitete, ob er freundlich war oder als Ekelpaket auftrat, spielte praktisch keine Rolle. Der Bürger war an SEINEM Bezirks-Häuptling auf Gedeih und Verderb gebunden.

Wenn man dann über eine extrem lange Zeit daran gewöhnt ist, dass es auf die Qualität und den Service nicht ankommt und man sich auch in keiner Weise um Kunden bemühen muss (diese werden ja frei Haus geliefert), fällt es halt Manchen gar nicht so leicht, auch im Kopf umzuschalten und zu erkennen, dass diese bequemen Zeiten nun ein Ende gefunden haben. Von einer "Preis-Angabe-Verordnung" oder einem "Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb" hatten die Schornsteinfeger bis Ende 2012 doch bestenfalls aus den Nachrichten gehört. Sie selbst waren dank ihres MONOPOLS ja nicht betroffen. Wie ein Handwerker BETRIEBSWIRSCHAFTLICH Preise kalkuliert, brauchte einen Schornsteinfeger nicht zu kümmern, die KÜO legte ja im Sinne einer ZENTRALEN PLAN-WIRTSCHAFT die Preise fest.

Für mehr und mehr Verbraucher ist es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, z.B. beim Einkauf teurerer Artikel auch in Geschäften auf günstigere Preise (im Internet oder bei anderen Anbietern) hinzuweisen und entsprechend zu verhandeln. Die Händler richten sich erkennbar auf informierte Käufer ein. Warum also sollten Gebäudeeigentümer nicht auch mit ihrem Schornsteinfeger verhandeln? Sie wissen doch, wie lange er durchschnittlich beschäftigt war. Ergibt sich dann beim Hochrechnen ein Phantasie-Stundensatz jenseits von Gut und Böse, sollte man schon mal mit dem Feger gemeinsam rechnen, von welchem STUNDENSATZ dieser ausgeht. Vielleicht läßt sich dann ein für BEIDE Seiten FAIRER Preis vereinbaren.
« Letzte Änderung: 07.09.13, 21:06 von TWMueller »
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Re: falsche Rechnung etc.
« Antwort #19 am: 17.09.13, 14:29 »
guten Tag,

nun habe ich meinem Kaminkehrer einen Brief geschrieben, in dem ich aufführte, dass er meine Lebensgefährtin überrumpelt habe und sich Zugang zur Messung (KÜO) verschafft habe, ohne mit mir einen Termin und einen Arbeitspreis ausgemacht zu haben.
Ich habe auch das Beispiel von TWMueller bez. des Arbeitspreises für die 20 min. Arbeit angeführt. Daher habe ich Ihm € 40.- überwiesen.
Am übernächsten Tag kam ein Anruf von Ihm und er war ziemlich sauer. Er wird keine KÜO mehr bei mir durchführen und er werde sich das nicht gefallen lassen und beharrt auf seine Rechnungsforderung. Er teilte mir mit, dass er mir dann eine Mahnung nach der anderen schreibt. Die € 40.- hat er mir übrigends am nachfolgenden Tag zurück überwiesen. 

mfG

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Re: falsche Rechnung etc.
« Antwort #20 am: 17.09.13, 20:49 »
Die € 40.- hat er mir übrigends am nachfolgenden Tag zurück überwiesen. 

Frei nach Oswald Kolle würde ich hier sagen: "Der Schornsteinfeger, das unbekannte Wesen."

KEIN halbwegs vernünftiger Mensch wird begründen können, warum man eine TEIL-ZAHLUNG wieder zurückzahlen sollte. Es gibt bei GELD doch kein GANZ ODER GAR NICHT. Hat man einen Teil bekommen, kann man nur noch den REST fordern. So einfach ist das.

Als Kunde könnte man den Vorgang auch so verstehen, dass der Handwerker durch sein KONKLUDENTES (schlüssiges) Verhalten die Rechnung insgesamt STORNIEREN bzw. auf eine BEZAHLUNG VERZICHTEN will. Wenn er dann doch vor Gericht ziehen sollte, dürfte er schon arg ins Stammeln geraten, wenn ihn der Richter fragt, was die RÜCKZAHLUNG ausdrücken soll.
Thomas W. Müller
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