Autor Thema: Feuerstättenbescheid nicht erhalten, soll für Zweitschrift extra zahlen  (Gelesen 3661 mal)

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Ich bin mit dem Bezirksschornsteinfeger nicht zufrieden, weil er unhöflich ist und alles dreckig macht.

Daher will ich die vorgeschriebenen Arbeiten von jemanden anderem machen lassen.
Dazu, sagte der neue Schornsteinfeger, bräuchte er den Feuerstättenbescheid.

Weil ich keinen Feuerstättenbescheid hatte, hat mir der Bezirksschornsteinfeger eine Zweitschrift geschickt.

Eigentlich steht nur darauf, wann er was machen muss.
“Termine ohne Jahresangabe bedeuten jährliche Ausführung beginnend mit dem Jahr 2011.
Mit (Stern)  gekennzeichnete Arbeiten wurden im Jahr 2011 schon durchgeführt.”
 
Hätte ich einen Feuerstättenbescheid von Anfang an haben müssen?
Und wenn ich keinen Feuerstättenbescheid  bekommen habe? Darf er jetzt eine Rechnung für ein Zweitschrift schicken?
Eigentlich bezahle ich ein Bussgeld weil er seine Arbeit nicht gut gemacht hat.
 
 
Vielen Dank
« Letzte Änderung: 20.03.13, 16:19 von Datko »

TWMueller

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{HR} hat schon den entscheidenden Hinweis gegeben: Die RECHNUNG.

Aus dem kurz dargestellten Inhalt (* = 2011 erledigt) kann geschlossen werden, dass der ursprüngliche FSB im Jahr 2011 erstellt wurde. Also mal in die Rechnung 2011 schauen und die Aktenordner noch mal durchsehen.

Aber "ausgestellt" bedeutet noch nicht unbedingt auch "zugestellt".
Im Streitfalle wäre der bBSF verpflichtet, den ZUGANG nachzuweisen.

Praktisch hat das alles jedoch nur eine minimale Bedeutung.
Wurde 2011 kein FSB zugestellt und berechnet, wurde ja auch noch nichts gezahlt. Dann wäre eine jetzt berechnete Gebühr praktisch eine Nachholung des seinerzeit Versäumten.

Wenn der FSB doch irgendwo in einem Ordner, im Papierstapel (oder in der Altpapiertonne) gelandet war, darf sich der bBSF seinen Aufwand für die KOPIE natürlich erstatten lassen. In diesem Fall würde jedoch nicht der volle Satz von rund 12,- Euro anfallen, sondern nur die Kopier- und Portokosten. Berücksichtigt man jedoch noch ein paar Minuten Arbeitszeit (0,8 AW/Min) kommt man praktisch auf die selbe Summe.

Streiten lohnt sich somit nicht.
Empfehlung: Nerven schonen, zahlen und lieber die Zeit für die Suche eines freundlichen und serviceorientierten FREIEN Handwerker einsetzen.

« Letzte Änderung: 20.03.13, 22:15 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

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Datko

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Streiten lohnt sich somit nicht.
Empfehlung: Nerven schonen, zahlen und lieber die Zeit für die Suche eines freundlichen und serviceorientierten FREIEN Handwerker einsetzen.

Ich würde nicht alles so hinnehmen.

Man kann ja, wenn der Bezirksschornsteinfeger einen offensichtlichen Fehler gemacht hat,

--- eine Beschwerde an die Aufsichtsbehörde ( bei der Stadtverwaltung bzw. bei der Landkreisverwaltung ) schreiben. Wichtig ist die Schriftform, daher die zuständige Stelle telefonisch erfragen und dann unbedingt schriftlich beschweren, für viele Sachbearbeiter sind die Bezirksschornsteinfeger noch "heilige Kühe". Die Schornsteinfegerbezirke werden alle sieben Jahre neu vergeben, da können schriftliche Beschwerden ein wirksames Mittel sein, einen Bezirksschornsteinfeger los zu werden. Falls der Bezirksschornsteinfeger sich meldet, ihn auf den Schriftweg verweisen, damit alles aktenkundig wird.

--- die Regionalzeitung bitten, einen Artikel darüber zu schreiben.

--- den Schriftverkehr mit dem Bezirksschornsteinfeger (z.B. auch Rechnungen)  hier ins Forum stellen.
Sie können anonymisierte Schreiben unter "Anhänge und andere Optionen" in den Text einbauen oder die Schreiben an (webmaster@monopole.de) zur Veröffentlichung schicken.

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt und wird immer mehr ausgebeutet.
« Letzte Änderung: 21.03.13, 08:21 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
Forum : www.kontra-schornsteinfeger.de