Autor Thema: Feuerstättenbescheid  (Gelesen 7865 mal)

GE

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Feuerstättenbescheid
« am: 28.12.12, 07:44 »
Hallo,
ich bin neu hier,beobachte dieses Forum aber schon seit einiger Zeit und habe die gleichen Priobleme wie sie.
Genauer gesagt seit 2010

Damals schon lag ich mit meinem zuständigen Bezirksschornsteinfeger im Clinch.Ich wollte anderen beauftragen,was leider nickt geklappt hat.Meiner hatte mir vorher "gedroht"  WIR MACHEN UNS GEGENSEITIG KEINE KONKURENZ  womit er recht hatte.
Ein "Europäischer" kommt leider nicht ins Zonenrandgebiet, dafür sind die Wege zu weit .Deswegen war die Sache vorerst erledigt.
Anfang Dezember war der Bezirksschornsteinfeger wieder hier.Dieses mal habe ich einen Trichter,zum Auffangen des Ruß,in den Schornstein gestellt,um ihm zu beweisen das nach 6 Monaten Betriebszeit so gut wie kein Ruß anfällt( weniger als eine Hand voll).Ich hatte gehofft ihn mit diesem Argument bezüglich der Fegehäufigkeit herunter handeln zu können.
War wohl nix.
Er hat mir statt dessen wieder den alten Feuerstättenbescheid zugeschickt.
Jetzt habe ich zwei Schreiben aufgesetzt.Eins an den Landrat, mit der Bitte  einzusehen das meine Heizung "überfegt"wird und er sie reduzieren kann.
Das zweite an meinen Bezirksschornsteinfeger.
Einmal in seiner Funktion als Behörde, die mir aufgrund des neuen Schornsteinfegergesetzes nachweisen soll,wo sich in meiner näheren Umgebung ein Schornsteinfeger befindet der dieses Tätigkeiten durchführen darf.
Außerdem soll er mir mitteilen wie hoch die  Kosten für die Verwaltung meiner Daten bei der  Schornsteinfegerbehörde sein werden.

Eine weitere Frage an ihn, in seiner Funktion als Handwerksmeister, ob er nach erneuter Änderung des Schornsteinfeger Gesetz weiterhin Schornsteinfegerarbeiten ausführen wird und wenn ja ob er mir einen Kostenvoranschlag macht.
« Letzte Änderung: 29.12.12, 09:41 von Datko »

TWMueller

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Re: Feuerstättenbescheid
« Antwort #1 am: 28.12.12, 20:01 »
Meiner hatte mir vorher "gedroht"  WIR MACHEN UNS GEGENSEITIG KEINE KONKURENZ  womit er recht hatte.

Das hätten die Ex-Monopolisten zwar gern, aber diese "Stillhalteabkommen" werden wohl kaum lange halten. Zum Einen werden all die SF-Meister, die bislang "nur" als Gesellen eines Bezirksschornstinfegers arbeiten durften, ab 2013 die Möglichkeit haben, sich mit einem eigenen Betrieb selbständig zu machen. Und sie müssen dann ja mit GUTEM SERVICE, FREUNDLICHKEIT und FAIREN PREISEN irgend einem Bezirksschornsteinfeger die Kunden abjagen.

Zum Anderen werden auch HSK-Betriebe (auf Drängen der Service-Kunden) gezwungen sein, die Weiterbildung zu machen, um alle Arbeiten aus EINER Hand anbieten zu können.

Und wenn einem Bezirksschornsteinfeger erst mal einige "Kunden" abhanden gekommen sind, wird dieser ganz automatisch versuchen, diesen Verlust wieder auszugleichen. Er wird somit selbst in den Beständen der Kollegen wildern. Und schon wird sich so etwas wie ein MARKT entwickeln.

Also, noch etwas Geduld. Mitte 2013 dürfte die Situation eine ganz andere sein.

Ich hatte gehofft ihn mit diesem Argument bezüglich der Fegehäufigkeit herunter handeln zu können. War wohl nix.
...
Jetzt habe ich zwei Schreiben aufgesetzt. Eins an den Landrat, mit der Bitte  einzusehen das meine Heizung "überfegt"wird und er sie reduzieren kann.

Mit TECHNISCHER NOTWENDIGKEIT und LOGIK darf man in diesem SONDER-Recht leider NICHT arbeiten. Bitte nicht übersehen, der BUND stützt seine Gesetzgebungsbefugnis auf ein "RECHT DER WIRTSCHAFT". Würde die SICHERHEIT im Vordergrund stehen wäre ja sonst wohl das INNEN-Ministerium zuständig.

Aber zumindest theoretisch wäre eine AUSNAHME-Regelung sogar gesetzeskonform möglich. Siehe hierzu § 1 (6) KÜO. Man kann das o.a. Schreiben durchaus als solchen ANTRAG verstehen, dann muss sich die ZUSTÄNDIGE BEHÖRDE mit den TECHNISCHEN Gegebenheiten auseinander setzen.

Praktisch ist jedoch zu erwarten, dass sich die selbst nicht fachkundige Verwaltung hinter dem nichtssagenden Slogan der "Öffentlichen Sicherheit" versteckt und zum x-ten Mal das Märchen vom hohen Stand der Brandsicherheit in Deutschland nachplappert. Man schiebt das Problem so von sich. Mögen sich doch die Gerichte notfalls damit befassen.

Das zweite an meinen Bezirksschornsteinfeger.
Einmal in seiner Funktion als Behörde, die mir aufgrund des neuen Schornsteinfegergesetzes nachweisen soll,wo sich in meiner näheren Umgebung ein Schornsteinfeger befindet der dieses Tätigkeiten durchführen darf.

Außerdem soll er mir mitteilen wie hoch die  Kosten für die Verwaltung meiner Daten bei der  Schornsteinfegerbehörde sein werden.

Eine weitere Frage an ihn, in seiner Funktion als Handwerksmeister, ob er nach erneuter Änderung des Schornsteinfeger Gesetz weiterhin Schornsteinfegerarbeiten ausführen wird und wenn ja ob er mir einen Kostenvoranschlag macht.

Durchaus interessante Fragen. Wegen der infragekommenden ALTERNATIVEN Anbieter allerdings ist der "bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger" die falsche Adresse. Besser wäre eine ANFRAGE an die HANDWERKSKAMMER (dort sind alle ortsansässigen Schornsteinfegerbetriebe PFLICHT-Mitglied) oder an die INNUNG (Unternehmer-Verband eines Handwerks).

Die Kosten für das Führen des Kehrbuchs kann der BSF nicht angeben, da diese noch gar nicht feststehen. Es wurde vom BMWi leider versäumt, eine Neufassung der KÜO termingerecht vor dem 31.12.2012 zu verabschieden und vom BUNDSRAT genehmigen zu lassen. So tritt zwar zum 01.01.2013 die Anlage 3 zur KÜO (Preise) außer Kraft, eine Neuregelung wird es nach unbestätigten Meldungen aus der Politik erst ca. Ende März 2013 geben. Und bis dahin sollten sich noch möglichst viele Betroffene an ihre LANDESREGIERUNG wenden. Immerhin muss diese als Vertretung im BUNDESRAT einer Änderung der KÜO zustimmen.

Besonders interessant wird jedoch sein, was der Schornsteinfeger hinsichtlich der Preisanfrage antworten wird. Und achten Sie mal drauf, nach PREISANGABE-VERORDNUNG müssen PREISANGABEN gegenüber ENDVERBRAUCHERN immer EINSCHLIESSLICH UMSATZSTEUER erfolgen.

Irgendwelce "Arbeitswerte" mit Euro-Faktor zuzüglich Umsatzsteuer solle NIEMAND mehr akzeptieren. Jeder, der ein derartiges Angebot bekommt oder bei dem gar in dieser Weise ab dem 01.01.2013 noch abgerechnet werden sollte, sollte die Unterlagen kopieren und umgehend an die nächste VERBRAUCHERZENTRALE schicken. Die kann dann den SF wegen UNLAUTEREM WETTBEWERB oder VERSTOSS gegen die PREISANGABE-VERORDNUNG (kostenpflichtig) ABMAHNEN.
« Letzte Änderung: 29.12.12, 09:42 von Datko »
Thomas W. Müller
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Re: Feuerstättenbescheid
« Antwort #2 am: 29.12.12, 13:24 »
In einem Liedertext,von Kunze glaube ich,heißt es:Gehen lernt man erst beim geh´n.
So auch bei mir.Muß in diesem Thema erst mal gehen lernen.

Das der Landkreis meiner Bitte um Reduzierung der Fegehäufigkeit nicht nachkommen wird ist mir klar.
Im Gegenteil,ich hoffe er wird sie ablehnen.Denn dann habe ich etwas schriftliches in der Hand.
Hoffentlich erfahre ich  wenigstens die nächste zuständige Instanz.
Wenn nicht erfolgt  die nächste Anfrage.
Gespannt bin ich darauf wie mein Schornsteinfeger, als Behörde sowie auch als Handwerksmeister, reagieren wird.
Als Behörde sollte er schon wissen  wo ein freier SF zu finden ist und mir auch mitteilen
Wer er das nicht weiß ,oder angeblich nicht wissen will prima!Wie soll ich, als Laie,Arbeiten an jemand vergeben können, den die zuständige Behörde nicht kennt.

Folglich kann niemand beauftragt werden der die Arbeiten ausführt ,die er selbst  als zuständiger BZFM und Behördenleiter mit drohendem Finger,ja rechtzeitig die angeordneten Arbeiten fristgerecht duchführen zu lassen,angeordnet hat.
Mein  Schornstein wird  schmutzig bleiben,

Was könnte dann passieren?
Macht er das wahr was er mir angedroht hat und verständigt die zuständige Behörde,
oder erfolgt eine Zwangskehrung, mit ihm als ausführendes Organ?
Wird ein Zwangsgeld angeordnet um mich zu zwingen jemanden zu beauftragen den keiner nennen kann oder will.
Ev.könnte auch der Landkreis anordnen, das der alte BZFM die Arbeiten durchführen  muss/soll bis jemand anderes gefunden ist.
Ob er dazu nach dem neuen Gesetz berechtigt ist bezweifele ich.Auch wie der Preis für diese Zwangsreinigung zustande kommen soll,ob diktiert oder verhandelt, ist offen.

Mein BZFN könnte sich selbst und seinen eigenen  Handwerksbetrieb als ausführendes Organ anbieten.Natürlich nur wenn kein anderer gefunden wird.

Zu welchemPreis?
Auf den Kostenvoranschlag bin ich gespannt.
Bestimmt verlangt er das gleiche wie vorher.Mehr würde ich nicht auch nicht bezahlen, mit dem Hinweis er verquickt Behörde und seinen Betrieb miteinander, bei angeblich freiem Wettbewerb.
Wahrscheinlich werde ich ihn auch ablehnen,wegen unüberbrückbarer Differenzen.
Der Schornstein bleibt wieder schmutzig. Er kann, als Behörde, den Landkreis informieren.

Nimmt er weniger als vorher,schön.Das sollte er tun, denn er ist Unternehmer, im nun freien Wettbewerb. Was seine Schornsteinfegerkollegen tun ist unklar.Nimmt einer an,zu einem niedrigeren Preis?Oder haben sich alle abgesprochen?

Wenn mir keiner genannt wird ich ihn aber nicht will, wird´s spannend.


Gibt er als Behörde doch Auskunft ist alles klar.Ich kann mir einen freien SF suchen und das Monopol ist geknackt.


Die Gebührenordnung ist ein interessantes Thema.
Angeblich basiert sie auf REFA Erkenntnissen.Ich denke das ist ein Märchen.

Nach REFA müssen Zeitwerte,und das sind solche  AW, jederzeit reproduzierbar und dokumentiert sein.
Jeder, bei dem REFA Werte zur Anwendung kommen, muß Einsicht nehmen dürfen, wie die Werte  die bei ihm zu Anwendung gelangen, ermittelt wurden.
Zeitwerte, die zur Anwendung kommen,bedürfen der Zustimmung mindestens zweier Vertragsparteien oder deren Vertreter.

In der Industrie sind das Arbeitgeber und Gewerkschaft.
In unserem Fall wären das der Schornsteinfeger und sein Kunde.
Ich glaube nicht das irgendwo reproduzierbare Daten ,die einsehbar sind, hinterlegt wurden.
In diesem Sinn ist denkbar, sich vom dem Schornsteinfeger der diese Daten anwenden will,
den Nachweis erbringen zu lassen wie die Werte zustande gekommen sind.

Ich persönlich werde auf keinen Fall z.B. die gleichen Anfahrtskosten bezahlen wie die die er von meinem Kumpel im 20 Km entfernten Nachbarort verlangt.

Zuletzt noch folgendes.
Ein einfacher Kehrbesen kostet im Internet ungefähr 20,-€
Das erforderliche Gewicht hole ich vom Schrottplatz oder aus dem Netz.


Denkbar ist folgendes Szenario.
Der kehrpflichtige findet keine autorisierte Person die die vom Gesetzgeber geförderten Tätigkeiten ausführt.Dann könnte er theoretisch dem Gesetz genüge  tun, indem er  selbst diese Arbeiten durchführt und der zuständigen Behörde eine eidesstattliche Erklärung zu kommen lässt aus der hervorgeht alles fachgerecht erledigt wurde.Kontrolle erwünscht!
Hinweis:
Ich selbst wurde mal von einer Behörde aufgefordert ( für mich eine Nichtigkeit) einen Notar aufzusuchen der eine eidesstattliche Erklärung von mir beurkundet.
Das habe ich nicht getan sondern mir ein entsprechendes Formular aus dem Netz herunter geladen.Die eidesstattliche Erklärung  habe ich dem Behördenleiter mit dem Hinweis in die Hand gedrückt das er die Kosten übernehmen muss wenn er auf eine beglaubigte besteht.
Damit war die Sache erledigt.


Als letztes noch das.
Brandsicherheit,lachhaft!!
Ich als Hausbesitzer verfüge über keine Brandversicherung,keine Haftpfichtversicherung und keine Hauratversicherung.
Wer kontrolliert das eigendlich?
Was ist mit meinen Steckdosen,meinem Toaster und dem Bügeleisen meiner Frau?Ist das alles Brandsicher?Wer kontrolliert das?
Leute!
Kauft euch ja kein Elektroauto,denn das muß mit Sicherheit zur ASU :o

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Re: Feuerstättenbescheid
« Antwort #3 am: 29.12.12, 20:56 »
Als Behörde sollte er schon wissen  wo ein freier SF zu finden ist und mir auch mitteilen
Wer er das nicht weiß ,oder angeblich nicht wissen will prima!Wie soll ich, als Laie,Arbeiten an jemand vergeben können, den die zuständige Behörde nicht kennt.

Leider etwas zu kurz gedacht.
Wenn z.B. der TÜV Mängel an einem Fahrzeug feststellt, muss er ja auch nicht die infrage kommenden Werkstätten benennen können, die die Reparatur ausführen können.

Ähnlich muss man dies (ab 2013) auch bei den Schornsteinfegern sehen. Wir haben lange dafür gekämpft, dass endlich das KEHR-MONOPOL fällt, jetzt müssen wir auch mit dem "Problem" leben, selbst einen HANDWERKER zu finden.

Ob der "bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger" Aufträge annehmen und ausführen MUSS, ist im Gesetz nicht geregelt. Es würde jedoch die Logik dafür sprechen, da ER bei einer Nichterfüllung der Kehrpflichten von der Aufsichtsbehörde nach Zweitbescheid im Wege der ERSATZVORNAHME beauftragt würde. Aber dies dürfte nur eine Neben-Baustelle sein, die allerdings erneut die schlampige Arbeit des "Gesetzgebers" verdeutlicht.
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Re: Feuerstättenbescheid
« Antwort #4 am: 29.12.12, 23:42 »
Zitat
Wenn z.B. der TÜV Mängel an einem Fahrzeug feststellt, muss er ja auch nicht die infrage kommenden Werkstätten benennen können, die die Reparatur ausführen können.

Mit dem Unterschied das der TÜV mir als Behörde nicht vorschreibt welche Werkstat ich nehmen muß.
Ich kann jede X-beliebige Werkstatt nehmen,Hauptsache ist das Auto ist i.O.
Ob der Bezirksschornsteinfeger meinen Auftrag annimmt oder nicht ist mir eigendlich egal.
Wenn niemand bei mir kehren weil und ich selbst niemand finde,muß ich selbst kehren um dem Gesetz genüge zu tun
Natürlich wird dokumentiert wer kontaktiert wurde und  welche Antwort ich bekam.

teichmann

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Re: Feuerstättenbescheid
« Antwort #5 am: 03.01.13, 10:35 »
An alle die es interessiert und besonders an die, die im Postleitzahlgebiet
383... leben.
Herr Heit hat sich bereit erklärt bei mir sämtliche Arbeiten auszuführen

Der Preis wird noch verhandelt.

Vielleicht möchte sich jemand aus o.g.Gebiet dran hängen.

Die Vorgabe vom BZSF an mich
fegen im
März und Dezember
 ;D ;D ;D

« Letzte Änderung: 03.01.13, 11:02 von Datko »

teichmann

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Re: Feuerstättenbescheid
« Antwort #6 am: 12.01.13, 08:32 »
Kurzer Zwischenstand.

Der Landkreis hat sich noch nicht gemeldet.
Ebensowenig mein Bezirksschornsteinfegermeister,weder als Behörde noch als Handwerksmeister.

Dafür habe ich nach Schornsteinfegern in Nachbabezirken gesucht und gefunden.

Schon der erste Anruf brachte den gewünschten Erfolg.

Der Nachbarbezirksschonsteinfegermeister steht auf dem Standpunkt:Wer zuerst kommt mahlt zuerst,während der Letzte das Licht ausmacht.

Ohne danach zufragen,lag sein Preisangebot 30% unter dem was ich in den vergangenen Jahren bezahlen mußte.

Schaun mer ma ob alles zu kommt wie gehofft.
Werde im März berichten.
« Letzte Änderung: 12.01.13, 09:34 von Datko »

Datko

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Re: Feuerstättenbescheid
« Antwort #7 am: 12.01.13, 09:31 »
Kurzer Zwischenstand.

[...]
Der Nachbarbezirksschornsteinfegermeister steht auf dem Standpunkt:Wer zuerst kommt mahlt zuerst,während der Letzte das Licht ausmacht.
[...]

Ich habe Ihre Erfahrung auch in unser Spezialforum
www.freie-schornsteinfeger-wahl.de
unter
http://www.freie-schornsteinfeger-wahl.de/angebote-von-freien-schornsteinfegern/
eingetragen.
« Letzte Änderung: 12.01.13, 13:34 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
Forum : www.kontra-schornsteinfeger.de

teichmann

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Re: Feuerstättenbescheid
« Antwort #8 am: 25.01.13, 16:25 »
Gestern hat sich der BZFSM gemeldet.
Bezüglich meiner Bitte an ihn als Behörde, mir geeignete Schornsteinfeger zu nennen die,statt er,die Fegearbeiten übernehmen können,hat er wie folgt beantwortet.

Wörtlich:Sie baten mich um Mitteilung von Mitbewerbern.Ich bitte um Verständnis wenn ich darauf verweise das ich in Konkurenz zu diesen stehe und daher keine benennen werde.
Für die reine Kehrbuchführung,hier das Eintragen der Durchführungstermine von Schornsteinfegerarbeiten nach vorliegendem Feuerstättenbescheid durch Fremdfirmen, bekommen sie keine gesonderte Rechnung von mir.

Meine Anfrage nach einem detailierten Kostenvoranschlag,wenn er als Firma diese Tätigkeiten durchführen würde,hat er beantwortet.Allerdings nur als Gesamtpreis,nicht detailiert.

Er verlangt jetzt 12,3% mehr als noch im Dezember.


Der Landrat hat mir heute sein Antwortschreiben zugeschickt.

Mein Antrag auf Kehrhäufigkeit ist abgelehnt weil der BZSFM nach KÜO gehandelt hat.
Der Feuerstättenbescheid ist rechtskräftig.
Siehe Anhang.


Wie´s jetzt weiter geht ist mir noch nicht ganz klar.Sorgen macht mir zunächst der Landkreis.
Dem BSFM habe ich gerade einen zweiten Brief geschrieben mit der Aufforderung mir bis dann und dann Namen von
befugten Nachbarschornsteinfegern zu nennen um fristgerecht fegen zu lassen damit er rechtzeitig  die Vollzugsmeldung bekommt.

Schließlich kann ich als Hauseigentümer nicht wissen wo Nachbarbezirke anfangen und aufhören.Schon gar nicht wer dort zuständig ist.Er als Behörde muß wissen wer seine Kollegen sind.

Wenn er meine Frage nicht,oder verspätet, beantwortet, und mir deshalb keine Zeit mehr bleibt rechtzeitig einen freien Schornsteinfeger zu finden, verstehe ich das als Behinderung des freien Wettbewerbs weil er diese Tätigkeiten durch Zwangsmaßnahmen der Behörde mit seinem eigenen Handwerksbetrieb ausführen will.


TWMueller

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Re: Feuerstättenbescheid
« Antwort #9 am: 25.01.13, 18:57 »
Dem BSFM habe ich gerade einen zweiten Brief geschrieben mit der Aufforderung mir bis dann und dann Namen von befugten Nachbarschornsteinfegern zu nennen um fristgerecht fegen zu lassen damit er rechtzeitig  die Vollzugsmeldung bekommt.

Sorry, aber der "bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger" ist hier die FALSCHE ADRESSE. In seiner HANDWERKLICHEN Rolle steht er im Wettbewerb zu anderen Anbietern und wird wohl kaum die Kunden zur Konkurrenz schicken. Aber auch in der HOHEITLICHEN Rolle hat er vom Gesetzgeber nicht den Auftrag, dem Gebäudeeigentümer einen arbeitsbereiten Handwerker zu vermitteln.

Der RICHTIGE Adressat einer Anfrage wäre die örtliche HANDWERKSKAMMER. Bei dieser müssen alle Schornsteinfeger in die Handwerksrolle eingetragen sein, also auch BEZIRKS-FREIE Anbieter und solche, die nicht Mitglied in der Innung sind. Zur Not kann auch eine Anfrage bei der Schornsteinfeger-Innung weiterhelfen. Aber dort wird man eher auf das Bestreben stoßen, möglichst wenig am bisherigen System ändern zu müssen.
« Letzte Änderung: 25.01.13, 19:00 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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Paul

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Re: Feuerstättenbescheid
« Antwort #10 am: 30.01.13, 13:07 »
Lieber teichmann,

alle zugelassenen Schornsteinfegermeister finden Sie auf www.bafa.de/Schornsteinfegerregister.
Einfach Postleitzahl eingeben und dann gibt es eine Auflistung. Aber vorsicht es wird nur der Betriebssitz angezeigt. Deutsche Schornsteinfeger müssen einen Meistertitel haben und in die Handwerksrolle eingetragen sein.

ReNeGaDe71

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Re: Feuerstättenbescheid
« Antwort #11 am: 30.01.13, 13:19 »
Ich korrigiere das mal:

Die Adresse lautet

https://elan1.bafa.bund.de/bafa-portal/sf-suche/

MfG

Paul

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Re: Feuerstättenbescheid
« Antwort #12 am: 30.01.13, 13:31 »
Danke für deine Genauigkeit.

TWMueller

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« Antwort #13 am: 30.01.13, 23:40 »
Für eine SUCHE nach einem Schornsteinfeger-Betrieb, den man ggf. beauftragen möchte, ist das SCHORNSTEINFEGER-REGISTER leider ziemlich nutzlos.

Man kann zwar anhand der Einträge überprüfen, OB ein Betrieb registriert ist, dies soll jedoch nur die Sicherheit geben, auch einen ZULÄSSIGEN ANBIETER zu beauftragen.

Wer weder NAME noch WOHNORT (nicht Einsatzgebiet) kennt, wird im REGISTER kaum fündig werden. Wer einen Feger für A-Stadt sucht, wird kaum wissen, dass vielleicht ein Anbieter in B-Dorf wohnt.

Aber SELBST PROBIEREN macht klug.
Vielleicht können ja diejenigen, die das REGISTER befragt haben, anschließend ihre MEINUNG mal an das BUNDESAMT FÜR WIRTSCHAFT und das BUNDESMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT UND TECHNOLOGIE mailen. Wenn schon für viel Geld eine DATENBANK gepflegt wird, könnte diese doch vielleicht BÜRGERFREUNDLICHER und INFORMATIVER ausgestaltet werden ?

P.S.
Und schon wieder so eine SONDER-Regelung für Schornsteinfeger!
Für welchen ANDEREN Beruf wird sonst noch ein ÖFFENTLICHES DATENBANK-REGISTER (für Steuergelder) geführt?
« Letzte Änderung: 30.01.13, 23:44 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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