Autor Thema: Feuerstättenbescheid wassergeführter Kamin: kehren / messen  (Gelesen 4427 mal)

Silencer

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Hallo,

Wir haben uns einen wassergeführten Kaminofen bef Aquatic WH 800 angeschafft. 6 kw Heizleistung in den Raum und 12,5 ins Heizungswasser. Der Kamin ist, wie auch die Gasheizung und die Solaranlage (14qm) an einen 1000 Liter Pufferspeicher angeschlossen.

Laut Feuerstättenbescheid soll 3 mal im Jahr gekehrt werden und zweijährlich gemessen werden.

3- maliges Kehren erscheint mir doch recht viel, da ja noch zwei andere Wärmeerzeuger Heizenergie bereitstellen.

Außerdem ist die Frage, ob tatsächlich alle 2 Jahre gemessen werden muss?

Vielen Dank für eure Hilfe

Datko

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Hallo,

Wir haben uns einen wassergeführten Kaminofen bef Aquatic WH 800 angeschafft. 6 kw Heizleistung in den Raum und 12,5 ins Heizungswasser. Der Kamin ist, wie auch die Gasheizung und die Solaranlage (14qm) an einen 1000 Liter Pufferspeicher angeschlossen.

Laut Feuerstättenbescheid soll 3 mal im Jahr gekehrt werden und zweijährlich gemessen werden.

3- maliges Kehren erscheint mir doch recht viel, da ja noch zwei andere Wärmeerzeuger Heizenergie bereitstellen.

Außerdem ist die Frage, ob tatsächlich alle 2 Jahre gemessen werden muss?

Vielen Dank für eure Hilfe

Unabhängig von den rechtlichen Voraussetzungen.

Dokumentieren Sie die Tätigkeiten. Fotografieren Sie das Ergebnis und sichern sie den "Kehrertrag". Nehmen Sie sich einen Zeugen mit. Diskutieren Sie nicht mit dem Schornsteinfeger über die Tätigkeit, nur Beweissicherung.

Das Ergebnis können Sie dann verwerten. Schreiben Sie z.B. an ihre Regionalzeitung.

Falls Sie Abonnent einer Zeitung sind, sollten Sie sich positive Schornsteinfegerartikel, z.B. zum Jahreswechsel, verbieten, es geht um Ihr Geld!


« Letzte Änderung: 09.11.12, 09:24 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
Forum : www.kontra-schornsteinfeger.de

TWMueller

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Leider ergeben sich die Kehrungen und Überprüfungen nur nach sehr pauschalen Einstufungen aus der Anlage 1 zur Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO). Ungeachtet der genauen Art der Feuerstätte ist halt "Fester Brennstoff" immer "Fester Brennstoff".

Mit sachlicher Notwendigkeit oder gar technischen Überlegungen darf man an dieses Werk der Pflicht-Aufträge aber nicht herangehen. Einer wissenschaftlich neutralen Risikoanalyse könnten weder Prüfpflichten noch Fristen auch nur halbwegs standhalten. Dem Verordnungsgeber war wohl mehr daran gelegen, den Bezirksschornsteinfegern deren Einkommen zu sicheren. Bis diese genug im Säckel haben, werden halt munter Pflichten für die Bürger generiert.

Nur wer dieses SONDER-Gesetz zutreffend als WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG begreift, kann halbwegs nachvollziehen, wie es zu diesem Bürokratismus auf Kosten der Bürger kommen konnte. Die Bezirksschornsteinfeger in rund 7.800 Kehrbezirken müssen schließlich beschäftigt werden. Erstaunlich, dass andere Staaten ohne ein derartiges Kehrer-Schutz-Gesetz bislang noch nicht abgebrannt sind.

Zum Glück wird 2013 zumindest mit dem HANDWERKLICHEN Kehrmonopol Schluss sein. Der Rest des Kehrbezirks-Unsinns wird dann hoffentlich auch bald in der Tonne der Rechtsgeschichte verschwinden. Je mehr Bürger protestieren und sich eine derartige Abzockerei zugunsten einer verhätschelten Berufsgruppe nicht läönger gefallen lassen wollen, um so schnelle wird der Verfall gehen. Jeder Leserbrief, jedes Schreiben an die Politik und jedes Rechtsmittel gegen das Schornsteinfeger-SONDER-Recht sind hilfreich. Es wird Zeit, dass unsere Verfassung auch für Schornsteinfeger gilt.
« Letzte Änderung: 12.11.12, 19:15 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

Tel.: (06134) 564620
Mail: AKTUELL BITTE  KEINE MAILS
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Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt.