Autor Thema: Rechnung erhalten aber es war gar kein Schornsteinfeger da !  (Gelesen 4502 mal)

Michael

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Hallo zusammen,

bin etwas ratlos, wie ich mich verhalten soll.
Ich habe vor etwa zwei Monaten einen Bericht und eine Rechnung für eine Feuerstättenbeschau erhalten.
An dem Tag, als diese bei uns angeblich gemacht wurde, war ich noch nichtmal jemand zu Hause. Es kann also gar kein Schornsteinfeger da gewesen sein.

Daraufhin habe ich den Feger zwei mal per Mail kontaktiert mit der Bitte um Erklärung. Er hat sich nicht gemeldet und ich habe Ihn auch per Telefon nicht erreicht.

Heute habe ich dann eine Mahnung über die Rechnung zzgl. 5 € Mahnkosten erhalten. Ich sehe einfach nicht ein, warum ich für eine nicht erbrachte Leistung zahlen soll, möchte aber auch keinen Schufa Eintrag erhalten.
Kann mir jemand einen Tip geben, wie ich mich verhalten soll, bzw. an wen ich mich wenden kann ?

Vielen Dank.

Michael

Joachim Datko

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bin etwas ratlos, wie ich mich verhalten soll.
Ich habe vor etwa zwei Monaten einen Bericht und eine Rechnung für eine Feuerstättenbeschau erhalten.
An dem Tag, als diese bei uns angeblich gemacht wurde, war ich noch nichtmal jemand zu Hause. Es kann also gar kein Schornsteinfeger da gewesen sein.

Sie können sich an die Aufsichtsbehörde für Schornsteinfeger wenden. Die Aufsichtsbehörde ist in der Regel bei der Stadtverwaltung bzw. der Landkreisverwaltung. Fragen Sie telefonisch nach, wer zuständig ist, ohne Details zu besprechen. Schicken Sie dann ein kurzes Schreiben an die Aufsichtsbehörde. Das Schreiben würde ich als einfaches Einschreiben versenden.

Vermeiden Sie mündliche Kontakte mit dem Bezirksschornsteinfeger und der Aufsichtsbehörde.

Der (anonymisierte) Schriftverkehr kann auch ins Forum gestellt werden.

Administrator: Joachim Datko:
An alle
Bei geöffnetem Schreibfenster erscheint unten der Link Anhänge und andere Optionen,
dort kann man eingescannte Schreiben veröffentlichen.
« Letzte Änderung: 23.06.15, 22:28 von Joachim Datko »

TWMueller

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Bei der FEUERSTÄTTENSCHAU und dem Erlass des FEUERSTÄTTENBESCHEIDS handelt es sich ja um HOHEITLICHE Tätigkeiten, die an die BEHÖRDE mit der Amtsbezeichnung "Der Bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger" gebunden sind. Es geht also um VERWALTUNGSGEBÜHREN.

Legen Sie (zur SICHERHEIT) beim BEV. BEZIRKSSCHORNSTEINEFEGER schriftlich "WIDERSPRUCH" ein. Bezug zur Rechnungsnummer. Begründung: Die berechnete FEUERSTÄTTENSCHAU wurde NICHT durchgeführt.
KOPIE ans Landratsamt bzw. die Stadt (bei kreisfreien Städten).

Ist BEWEISBAR, dass an dem Datum, zu dem ANGEBLICH eine Feuerstättenschau erfolgt sein soll, niemand bei Ihnen zuhause war, sollten Sie zudem STRAFANZEIGE bei der zuständigen STAATSANWALTSCHAFT erheben.

Siehe hierzu:
http://www.carookee.de/forum/sfr-reform/3/FEUERST_TTENSCHAU_durch_Gesellen_strafrechtliche_Aspekte.31013004-0-01105

Was gilt, wenn DIE FALSCHE PERSON handelt, gilt ja insbesondere auch dann, wenn NIEMAND gehandelt hat.

Thomas W. Müller
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Joachim Datko

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Ist BEWEISBAR, dass an dem Datum, zu dem ANGEBLICH eine Feuerstättenschau erfolgt sein soll, niemand bei Ihnen zuhause war, sollten Sie zudem STRAFANZEIGE bei der zuständigen STAATSANWALTSCHAFT erheben.
Muss man selbst beweisen, dass der Bezirksschornsteinfeger zum angegebenen Datum keine "Feuerstättenschau" durchgeführt hat? Oder muss der Bezirksschornsteinfeger im Zweifelsfall beweisen, dass er eine "Feuerstättenschau" tatsächlich durchgeführt hat?
« Letzte Änderung: 24.06.15, 21:36 von Joachim Datko »

TWMueller

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JEDER, dem eine Ordnungswidrigkeit oder gar Straftat zur Last gelegt wird, gilt so lange als UNSCHULDIG, bis ihm die SCHULD BEWIESEN wurde (und er rechtskräftig verurteilt wurde).

Wenn folglich jemand BEHAUPTET, Herr XYZ hätte z.B. eine Urkundenfälschung begangen, da er entgegen den Tatsachen etwas FALSCHES beurkundet hätte, so muss es bereits einen HINREICHENDEN TATVERDACHT geben, bevor eine Staatsanwaltschaft überhaupt loslegt.

An o.a. Beispiel: Es müsste eine Kopie der "Bescheinigung der Feuerstättenschau" vorliegen, aus der ein DATUM hervorgeht. Dann z.B. ZEUGENAUSSAGEN, dass an diesem Tag NIEMAND zuhause war und den Bev. Bezirksschornsteinfeger eingelassen hat. Dann gibt es einen WIDERSPRUCH zwischen DOKUMENT und AUSSAGE, der einen ANFANGS-VERDACHT rechtfertig. Dies sollte dann zu Ermittlungen (z.B. einer Anhörung des Beschuldigten) führen.

Aber: NIEMAND muss nur auf Grund irgend einer Behauptung seine UNSCHULD beweisen !
Thomas W. Müller
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