Autor Thema: Feuerstättenschau - wie verhalten, wenn Heizung defekt bzw. Öltank leer?  (Gelesen 4450 mal)

CMDR

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Hi

angenommen, ein Bezirksschornsteinfegermeister meldet sich zur Feuerstättenschau an.

Leider ist aber die vorhandene Ölheizung defekt (bzw. der Tank leer).

Daraus ergeben sich folgende Fragen:

1.) Sollte man den Termin auch bei defekter Heizung zustandekommen lassen, oder ist es sinnvoll, vorher auf den Defekt hinzuweisen, und um Terminverschiebung zu bitten?

2.) Fallen Kosten an, wenn der BSM erscheint, die Heizung aber nicht anläuft?

3.) Versucht gar der BSM selbst, die Anlage instandzusetzen oder zu starten (indem sie zum Beispiel bei leerem Tank aus einem Dieselkanister betrieben wird)? Darf er Reparaturarbeiten an Heizungsanlagen vornehmen?

4.) Angenommen, die Feuerstättenschau findet statt, die Anlage ist aber defekt/leer. Was stünde in solche einem Fall im FSB? Kann es eine Pflicht zur Instandsetzung oder zum Tanken von Öl geben?

Hintergrund meiner Frage ist ein Termin, der im Juli 2014 stattfinden sollte: damals (im Hochsommer) hatte ich kein Öl im Tank, so daß das Erscheinen des BSM sinnlos gewesen wäre. Er kam dann aber nicht, und seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört. Aber irgendwann wird er sich sicher wieder melden - und dann will ich vorbereitet sein. Ebenso möchte ich natürlich selbst bestimmen, wann ich Öl tanke und wann ich meine Heizung reparieren lasse. Sollte der BSM da irgendwelche Macht haben, mir dies vorzuschreiben, würde ich die Feuerstättenschau lieber ganz umgehen.

Danke!

CMDR
« Letzte Änderung: 17.11.15, 14:43 von CMDR »

gerhardl49

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Die Feuerstättenschau beinhaltet eine Inaugenscheinnahme der gesamten Feuerungsanlage (Heizkessel bis Ende Schornstein). Das bedeutet für mich, dass die Funktionsfähigkeit nicht gegeben sein muss.

Im Feuerstättenbescheid sind dann allerdings Termine für Überprüfungsarbeiten vorgeben. Den Umfang der Arbeiten bestimmt die Art und das Alter der Anlage. Für die damit verbundenen Messungen muss die Heizung natürlich betriebsfähig sein.

CMDR

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Hi

OK Danke erstmal.

Wenn nun aber im Feuerstättenbescheid steht, dass bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Emissionsmessung stattfinden muß, ich aber (zum Beispiel wegen der Ölpreisentwicklung) erst danach tanken möchte - was passiert dann eigentlich?

Die Heizung ist nur für die Heizung zuständig und läuft daher von April bis Oktober gar nicht. Da wäre es natürlich schlecht, wenn außerhalb der Heizperiode eine Messung erfolgen muß und der Tank leer wäre.

Danke und Gruß

CMDR

gerhardl49

  • Gast
Da sind mir eigentlich zu viele "was wäre wenn" enthalten.

Trotzdem ein letzter Versuch:

Einer Heizungsanlage sollte niemals so lange betrieben werden, bis sie wegen fehlendem Öl ausfällt. Die Wiederinbetriebnahme belastet die Ölpumpe stark, so dass sie einem außerordentlichen Verschleiß unterliegt.

Man wird auch sein Auto nicht so lange fahren, bis der Kraftstoff verbraucht ist und auf günstige Preise warten. Sollte es dann noch im Halteverbot stehen, wird dies sicher nicht folgenlos bleiben.


Araym

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Hi

OK Danke erstmal.

Wenn nun aber im Feuerstättenbescheid steht, dass bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Emissionsmessung stattfinden muß, ich aber (zum Beispiel wegen der Ölpreisentwicklung) erst danach tanken möchte - was passiert dann eigentlich?

Die Heizung ist nur für die Heizung zuständig und läuft daher von April bis Oktober gar nicht. Da wäre es natürlich schlecht, wenn außerhalb der Heizperiode eine Messung erfolgen muß und der Tank leer wäre.

Danke und Gruß

CMDR


Ich sage jetzt mal "schwieriger" Fall

Eine "nur" Heizung ist während der Heizperioden zu messen, ich meine dies war in der KÜO nachzulesen.
Jedoch
Kommt die Rechnung des Schornsteinfegers dadurch zustanden, dass er ein gewisses Gebiet, zu einer gewissen Zeit besuchen kann.
Sollten Sie sich dagegen wehren (zu Recht) dann kann er zur Heizperiode wieder kommen, und einen erhöhten Preis (zu Recht) verlangen, wegen des erhöhten Aufwandes.

Wir haben ein Dorf, welches eben zur Sommerperiode "Dran ist", vereinzelte Leute bitten mich dann in 2-3 Monaten später wieder zu kommen.
Ist Ok, wird aus Kundenfreundlichkeit auch gemacht.
Aber, würden alle Kunden anfangen Sonderwünsche zu äußern, und damit die Bearbeitung von "Haus zu Haus" damit zunichte machen, könnte ich nicht mehr die bisherige "Häuserzahl" am Tag bearbeiten, und es müsste ganz Neu Kalkuliert werden.

Wenn ich von Haus zu Haus, oder von Wohnung zu Wohnung laufe, dann kann an die Alte Fahr pauschale von ~9€ Beibehalten, doch wenn ich jedes mal mein Auto bewegen muss, dann kann dies nicht mehr funktionieren.