Autor Thema: Wie die KÜO und 1.BImSchV novellieren???  (Gelesen 15771 mal)

Gast

  • Gast
Hallo,

meiner Meinung nach ist sinnvoll:

Die Verwaltungstätigkeit der bevollmächtigten Schornsteinfeger wird von der zuständigen Behörde ausgeführt.
D.h. Kehrbuchführung und Erlass der Bescheide sollten Sachbearbeiter erledigen.

Feuerstättenschauen, wo sinnvoll (z.B. in Mietshäusern mit mehr als drei Feuerungsanlagen), einmal in sieben Jahren an Schornsteinfegermeister im rotierenden Verfahren vergeben, ebenso Vor- und Abnahmebescheinigungen bei Bauvorhaben. Bei Einfamilienhäuser ist die Feuerstättenschau im Rahmen der wiederkehrenden Tätigkeiten mit zu erledigen. Feuerstättenbescheide für Einfamilienhäuser sind gültig, bis eine wesentliche Änderungen an der Feuerungsanlage eintritt.

Einfamilienhäuser, die vom Eigentümer bewohnt werden und deren Feuerstätten nachweislich vom Installateur bzw. Ofensetzer gewartet wurden, sollten keine doppelte Prüfung/Messung durch Schornsteinfeger erhalten. Der Installateur sollte sein Ergebniss der Behörde zur Kehrbucheintragung mitteilen dürfen. Hier Erfolgt die Prüfung durch den Schornsteinfeger alle fünf Jahre.

Mess- und Kehrarbeiten sollten auch durch Schornsteinfegergesellen selbstständig ausgeführt werden dürfen, so entsteht Wettbewerb. Die Zwangskehrung wird bei Einzelraumfeuerstätten auf einmal im Jahr begrenzt, wenn pro Schornstein eine Feuerstätte angeschlossen ist. Bei zwei Feuerstätten zwei Zwangskehrung und max. drei Zwangskehrungen bzw. vier bei mehr als eine ganzjährig genutzten Feuerstätten (z.B. Badeofen) an einem Schornstein. Zusatzfeuerstätten wie Kaminofen nur alle drei Jahre fegen.

Gas- und Ölfeuerstätten, in Häuser mit bis zu drei Feuerungsanlagen, die nicht der Kehrpflicht unterliegen, sollten alle drei Jahre durch den Schornsteinfeger geprüft werden, wenn in den zwischenliegenden Jahren der Installateur die Wartung ausgeführt und das Ergebnis an die zuständige Behörde mitgeteilt hat. In Häusern mit mehr als drei Feuerungsanlagen alle zwei Jahre Prüfung durch den Schornsteinfger, ausgenommen sind Feuerungsanlagen mit motorischer Abgasabführung (z.B. Brennwert Feuerstätten) hier alle drei Jahre.

Es sollte das Prinzip entweder Schornsteinfeger prüft oder Installateur wartet gelten. Zwangsprüfung durch Schornsteinfeger werden gestreckt und doppelt Arbeitsausführungen vermieden. In den Jahren wo der Schornsteinfeger prüft sollte keine Wartung notwendig sein, es sei denn, er stellt einen relevanten Mangel fest. Mangelbehaftete Feuerungsanlagen werden im Folgejahr nochmals durch den Schornsteinfeger geprüft.

Solche Ansätze wären auch einem Ingenieur nahezubringen - dakore?

MfG



Alam

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 3
    • Profil anzeigen
Re: Wie die KÜO und 1.BImSchV novellieren???
« Antwort #1 am: 20.03.19, 18:42 »
Ich möchte nicht unhöflich klingen, jedoch hat diese Frage einen automatisch negativen Unterton.

"Wer sind Sie"?

Also mich interessieren Ihre Hintergründe, weshalb Sie zu solchen Einschätzungen kommen, wieso Sie denken dass des bestehende System so dermaßen umgeworfen werden sollte, und vor allem wie Sie zu solchen Fristen, insbesondere bei der Kehrhäufigkeit kommen?

Sind Sie Installateur? Schornsteinfeger? Feuerwehrmann? Ofenbauer?

Oder was verstehen Sie am bestehenden System nicht?

epos

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 6
    • Profil anzeigen
Re: Wie die KÜO und 1.BImSchV novellieren???
« Antwort #2 am: 21.03.19, 08:57 »
Immer noch nicht beantwortet:

Brauchen wir bei der heutigen Heizungstechnik wirklich noch den Schofi?

Der sorgt doch nur (das wurde auch schon zugegeben) dafür, dass jededes Haus sofort ohne richterlichen Beschluß betreten werden darf (dem  GG FÜR DIE  BRD  zum Trotz)


Alam

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 3
    • Profil anzeigen
Re: Wie die KÜO und 1.BImSchV novellieren???
« Antwort #3 am: 21.03.19, 11:22 »
Immer noch nicht beantwortet:

Brauchen wir bei der heutigen Heizungstechnik wirklich noch den Schofi?

Der sorgt doch nur (das wurde auch schon zugegeben) dafür, dass jededes Haus sofort ohne richterlichen Beschluß betreten werden darf (dem  GG FÜR DIE  BRD  zum Trotz)

Sind wir uns einig dass man Ihre Frage umformulieren könnte in "Braucht die moderne Heiztechnik zur Beurteilung eine Neutrale Organisation welche ohne finanzielles Interesse eine Beurteilung abgibt?"
Sonst erklären Sie mir bitte was unter der Betrachtung von Wirtschaftlichkeit, Brandsicherheit, Sicherheit für die einzelne Person und Umweltverträglichkeit die Vorteile einer modernen selbst regulierenden Vaillant Brennwerttherme gegenüber einer alten Vaillanttherme aus den Jahren 1990-95.

Auch interessiert mich Ihre Definition von "Sofort"
 Bevor einem Schornsteinfeger Zugang verschafft wird, vergeht eigentlich erst eine Zeit.
Die Fristen (1-3 Monate) müssen ablaufen, dann muss eine "Schonzeit" von ~2 Wochen vergehen bevor der Schornsteinfeger dies melden soll.
Dann wird die Behörde Aktiv mit Anschreiben, Nachfrist und nach einer Zeitrahmen von Insgesamt 3-5 Monaten wird sich dann Zugang verschafft, wobei die Zeit der Frist zur Bearbeitung schon berücksichtigt wurde.

Also "Sofort ohne richterlichen Beschluss" macht wohl nur die Feuerwehr wenn es brennt.