Autor Thema: Angebote eingeholt  (Gelesen 9269 mal)

pauly

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Angebote eingeholt
« am: 10.09.13, 08:30 »
Ich habe mir erst einmal vom mehreren hier beheimateten Schofi Angebote eingeholt ...und siehe es geht billiger. Mancher hatte einfach die alten Preise laut "Gebührenordnung" übernommen. Aber andere hatten sich bewegt. Es geht also etwas in die richtige Richtung.

Datko

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Re: Angebote eingeholt
« Antwort #1 am: 10.09.13, 09:22 »
Ich habe mir erst einmal vom mehreren hier beheimateten Schofi Angebote eingeholt ...und siehe es geht billiger. Mancher hatte einfach die alten Preise laut "Gebührenordnung" übernommen. Aber andere hatten sich bewegt. Es geht also etwas in die richtige Richtung.

Danke für die Info!

Es würde mich freuen, wenn Sie Ihre Strategie und die Erfahrungen in unserem Spezialforum
www.freie-schornsteinfeger-wahl.de
weitergeben,
z.B. unter:
http://www.freie-schornsteinfeger-wahl.de/erfahrungen-bei-der-schornsteinfegersuche/
« Letzte Änderung: 10.09.13, 09:27 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
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pauly

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Re: Angebote eingeholt
« Antwort #2 am: 12.09.13, 08:17 »
der Preiswerteste (wenngleich ich die Notwendigkeit solcher Tätigkeiten bezweifele - der Gründe sind hier genug genannt) lag etwa bei der Hälfte der KostenOrdnung. Grade in Städten und deren Randgebieten sind doch mehrere Schofis tätig. Am besten anrufen - dann den FSB geben und mal das Angebot abwarten. Die brauchen alle die Taler. Und wer zu teuer ist - auch den hinterheranrufen und höflich sagen, warum er aus dem Rennen für die einfachenTätigkeiten ist.

Datko

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Re: Angebote eingeholt
« Antwort #3 am: 12.09.13, 10:25 »
der Preiswerteste (wenngleich ich die Notwendigkeit solcher Tätigkeiten bezweifele - der Gründe sind hier genug genannt) lag etwa bei der Hälfte der KostenOrdnung. Grade in Städten und deren Randgebieten sind doch mehrere Schofis tätig. Am besten anrufen - dann den FSB geben und mal das Angebot abwarten. Die brauchen alle die Taler. Und wer zu teuer ist - auch den hinterheranrufen und höflich sagen, warum er aus dem Rennen für die einfachenTätigkeiten ist.

Danke, es wurden gestern einer und und heute zwei weitere freie Schornsteinfeger im Forum
www.freie-schornsteinfeger-wahl.de
eingetragen:

http://www.freie-schornsteinfeger-wahl.de/85-221/freier-schornsteinfeger-alois-federl-85301-schweitenkirchen-by (Bayern)

http://www.freie-schornsteinfeger-wahl.de/07-194/freier-schornsteinfeger-durk-wolfram-07929-saalburg-ebersdorf-th (Thüringen)
http://www.freie-schornsteinfeger-wahl.de/56-290/freier-schornsteinfeger-norbert-grothe-56203-hoehr-grenzhausen-nw (Rheinland-Pfalz)
« Letzte Änderung: 12.09.13, 21:43 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
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Re: Angebote eingeholt
« Antwort #4 am: 12.09.13, 19:12 »
... - dann den FSB geben und mal das Angebot abwarten.

Und hier beginnt bereits die ABZOCKE !

Ein ordentlicher HANDWERKER könnte doch zumindest bei einer Anfrage angeben, welchen STUNDENSATZ er berechnet und wie er ggf. FAHRTKOSTEN in Rechnung stellt.

Im Grunde würde es auch bei der Beauftragung eines Schornsteinfegers völlig ausreichen, diesem mitzuteilen, welche Arbeiten (z.B. "Kehren eines Festbrennstoff-Schornsteins" oder "Abgaswegeüberprüfung einer Erdgasheizung") AKTUELL anstehen und beaufragt werden. Was da sonst noch so alles im FSB steht, geht einen HANDWERKER im Prinzip doch gar nichts an.

Das Gesetz schreibt doch noch nicht einmal vor, dass ALLE Arbeiten von EINEM Anbieter gemacht werden müssen. Wer also Lust hätte, könnte die (schmutzigen) KEHR-Arbeiten im Frühjahr von einem, die (sauberen) Prüftätigkeiten im Herbst von einem anderen Schornsteinfeger erledigen lassen. Ob das (finanziell) sinnvoll wäre, sei dahin gestellt, aber ERLAUBT ist es.

Worauf ich jedoch hinaus will, ist, auch die Schornsteinfeger dahin zu bringen, sauber und nachvollziehbar nach TATSÄCHLICHEN STUNDENSÄTZEN abzurechnen. Die Anbieter, die z.B. eine eigene HOMEPAGE haben oder WERBEN, sollten offen ihren PREIS als STUNDENSATZ angeben. Dann kann der Kunde vergleichen und Rechnungen nachvollziehen.

Und auch auf eine Preisanfrage kann einfach geantwortet werden: "Die Meister-Stunde kostet bei mir BRUTTO: 55,- / 60,- / 80,- / 100,- oder 345,- Euro" Dann kann der Kunde in spe entscheiden, WEN er beauftragen will.

Natürlich kann ein HANDWERKER auch PAUSCHALPREISE anbieten. z.B. "Abgaswegeüberprüfung einer Gastherme = 30,- Euro" oder "Kehren eines Schornsteins bis 10m = 25,- Euro". Nach Preis-Angabe-Verordnung muss der Anbieter dann jedoch eine PREISLISTE haben, aus der sich die einzelnen Preise bereits VOR einer Auftragsvergabe erkennen lassen.

P.S.
Wenn ich bei einer KFZ-Werkstatt anfrage, was es kostet, bei einem bestimmten Fahreug die Bremsbeläge hinten zu erneuern, braucht die Werkstatt doch auch nicht eine Kopie des letzten TÜV-Berichts.
« Letzte Änderung: 12.09.13, 19:16 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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pauly

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Re: Angebote eingeholt
« Antwort #5 am: 16.09.13, 08:21 »
da muß ich etwas genauer werden. Die meisten Angebote listeten alles sehr schön auf (fegen, messen, fahren u.a.). Aber genau nach der Kostenordnung,also  keinerlei Bewegung in Richtung Handwerk. Nur einer hatte sich in den gesamten Preisen bewegt und gab ein weitaus günstigeres Anbegot in allen Punkten ab. Was sollte ich da denn wohl wählen, zu mal ich es schriftlich habe.

Ich meine: Also Angebote (auch beim derzeit zuständigen) Schofi einholen, villeicht bewegt er sich ja. Auch so kommt Bewegung in die Sache,

bitte-nicht-abzocken

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Die SchornZockies schlagen zu
« Antwort #6 am: 08.10.13, 10:40 »
Hallo,
mein Bezirksschornsteinfegermeister hat seine Rechnung für 2013 um mehr als 50% erhöht. Daraufhin holte ich von anderen Zockies Angebote ein. Schlimm, wirklich schlimm, was dabei rauskam. Drei lehnten es in Telefonaten sofort ab, Angebote zu erstellen. Die Begründung eines Zockies war:"Wenn denn jetzt alle Kollegen in fremde Bezirke gingen, wäre das doch eine Katastrophe und außerdem habe man sich untereinander verstänigt, keine oder mindestens 30%ig preiserhöhte Angebote zu fertigen!" Dem ist eine eindeutige Preisabsprache seitens der Aachener Innung voraus gegangen. Ich erhielt vier Angebote, die darin ausgewiesenen Beträge lagen zwischen 98% und 281% über denen meines Bezirks-Zockies. Freie Wahl des Schornsteinfegers habe ich mir anders vorgestellt. Man muß bei den unverschämten Angeboten davon ausgehen, dass zu diesen Summen noch die Beträge für unsinnige angeblich hoheitliche Tätigkeiten des Bezirks-Zockies in Höhe von jählich etwa 80 Euro hinzu kommen. Übrigens, meine bisherigen jährlichen Rechnungsbeträge lagen um die 70 Euro, ja richtig gelesen, 70,00 Euro war der zu zahlende jährliche Gesamtbetrag an den Bezirksschornsteinfeger. Dieser ehemalige Betrag beinhaltete das Kehren und die jährlich erforderliche Doppelmessung meiner Ölheizung. Nach der von der Politik festgesetzten staatlichen Abzocke werden aus ehemals 70,00 Euro incl. MWSt nun satte fast 300,00 Euro. Und das ohne dass sich irgend was an der Ausführung der Arbeiten geändert hat. Wie schon erwähnt, staatliche Abzocke nun auch durch die Schorn-Zockies.

Datko

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Re: Die SchornZockies schlagen zu
« Antwort #7 am: 08.10.13, 12:06 »
Hallo,
mein Bezirksschornsteinfegermeister hat seine Rechnung für 2013 um mehr als 50% erhöht. Daraufhin holte ich von anderen Zockies Angebote ein. Schlimm, wirklich schlimm, was dabei rauskam. Drei lehnten es in Telefonaten sofort ab, Angebote zu erstellen. Die Begründung eines Zockies war:"Wenn denn jetzt alle Kollegen in fremde Bezirke gingen, wäre das doch eine Katastrophe und außerdem habe man sich untereinander verstänigt, keine oder mindestens 30%ig preiserhöhte Angebote zu fertigen!" Dem ist eine eindeutige Preisabsprache seitens der Aachener Innung voraus gegangen. Ich erhielt vier Angebote, die darin ausgewiesenen Beträge lagen zwischen 98% und 281% über denen meines Bezirks-Zockies. Freie Wahl des Schornsteinfegers habe ich mir anders vorgestellt. Man muß bei den unverschämten Angeboten davon ausgehen, dass zu diesen Summen noch die Beträge für unsinnige angeblich hoheitliche Tätigkeiten des Bezirks-Zockies in Höhe von jählich etwa 80 Euro hinzu kommen. Übrigens, meine bisherigen jährlichen Rechnungsbeträge lagen um die 70 Euro, ja richtig gelesen, 70,00 Euro war der zu zahlende jährliche Gesamtbetrag an den Bezirksschornsteinfeger. Dieser ehemalige Betrag beinhaltete das Kehren und die jährlich erforderliche Doppelmessung meiner Ölheizung. Nach der von der Politik festgesetzten staatlichen Abzocke werden aus ehemals 70,00 Euro incl. MWSt nun satte fast 300,00 Euro. Und das ohne dass sich irgend was an der Ausführung der Arbeiten geändert hat. Wie schon erwähnt, staatliche Abzocke nun auch durch die Schorn-Zockies.

Wenn Sie uns die anonymisierten Angebote eingescannt per e-mail schicken, kann ich sie ins Internet stellen. Ich kann auch selbst die Angebote anonymisieren.
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
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Re: Die SchornZockies schlagen zu
« Antwort #8 am: 08.10.13, 20:36 »
Wenn Sie Unterlagen, Belege oder Zeugen haben, wenden Sie sich unbedingt an das zuständige KARTELLAMT. In Köln und Düsseldorf wurden bereits Büros von Schornsteinfegern durchsucht, da der Verdacht der verbotenen KARTELL-BILDUNGEN und PREISBSPRACHEN bestand.

Eine weitere Anlaufstelle könnte die WETTBEWERBSZENTRALE (Eschborn bei Ffm) sein, die ggf. WETBEWERBSWIDRIGES Verhalten abmahnen kann.

Völlig überzogene Rechnungen im HANDWERKLICHEN Bereich der Schornsteinfegerei muss man jedoch nicht so ohne Weiteres hinnehmen. Wurde KEIN Preis vereinbart, schuldet man nämlich nach § 632 (2) BGB nur den MARKTÜBLICHEN Preis. Geht man hierbei vom 0,8 AW/Min. aus, die in der alten und neuen Anlage 3 zur KÜO genannt werden, ergeben sich 48 AW/Std. * 1,05 Euro/AW + 19% USt = rund 60,- Euro BRUTTO pro EINSATZSTUNDE.

Man kann daher durchaus die tatsächliche Einsatzzeit auf z.B. volle HALBE STUNDEN aufrunden = 30,- Euro pro 30 Min. und je nach Anfahrtweg eine angemessene Fahrtkostenerstattung hinzurechnen.

War der Feger also z.B. 20 Min. tätig auf 30 Min aufrunden = 30,- Euro.
Bei einem ortsnahen Einsatz vielleicht 10,- Euro Fahrtkosten hinzurechnen.
Und im Ergebnis dann 40,- Euro UNTER VORBEHALT überweisen.

Wichtig hierbei ist, dass seit diesem Jahr (2013) die Rechnungen für die HANDWERKLICHEN Arbeiten der Schornsteinfeger NICHT mehr im Wege der Verwaltungsvollstreckung eingetrieben werden. Der SF muss daher SELBST ggf. einen Mahnbescheid beantragen bzw. vor dem AMTS-Gericht klagen. In diesem ZIVILEN Rechtsweg kennt der Richter in der Regel jedoch das Handling von HANDWERKER-Rechnungen. Und wenn der Feger mehr als den als MARKTÜBLICH angebotenen Betrag haben will, muss DER SCHORNSTEINFEGER vor Gericht BEWEISEN, dass er eine entsprechende LEISTUNG erbracht hat. Mit WILLKÜRLICH GEWÜRFELTEN PREISEN (ohne zuvor veröffentlichte und nachvollziehbare PREISLISTE nach PAngV) dürfte er jedoch vor Gericht nicht weit kommen. Da zudem nur um eine Preis-DIFFERENZ gestritten wird, hält sich auch das Prozesskostenrisiko in Grenzen.

Wenn sich die Opfer nicht wehren, werden die Täter immer dreister.

P.S.
Schreiben Sie mit den von Ihnen ermittelten "Angeboten" doch auch mal die VERBRAUCHERZENTRALE und die STIFTUNG WARENTEST an. Beide Stellen könnten wirksam etwas gegen die MONDPREISE der Schornsteinfeger tun.

ADRESSEN und LINKS siehe:
http://www.kontra-schornsteinfeger.de/forum/sammlung-allgemeiner-informationen-und-adressen/
« Letzte Änderung: 08.10.13, 20:52 von TWMueller »
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Re: Angebote eingeholt
« Antwort #9 am: 19.10.13, 17:20 »
Guten Tag,

ich möchte mal eine possitive Message hier einwerfen. Ich wohne in Sachsen näher im Chemnitzer Umland. Ich habe mein bBS wie er sich jetzt nennt seit Rund 10 Jahren . Ich habe eine ÖlHeizung und einen Kamin , Beide Sachen wurden immer gemeinsam gemessen ggf gekehrt. Er arbeitet sauber jedoch hat er seine gebühr angehoben um 1,62 €. Darauf hin Fragte ich ihn weshalb er den Preis angehoben hätte. seine Antwort war :
" Um meinen Kunden weiterhin den besten Service bieten zu können, kann ich nicht mehr von Haus zu Haus arbeiten sondern auch mal von Ort zu Ort dadurch habe ich viel mehr Fahrtkosten und in der Zeit Arbeitsausfall kann aber jedem Kunde seinen Wunschtermin ermöglichen." . Sehr beeindruckend finde ich schon seit Jahren, das er sehr Sauber Arbeitet und sobald er etwas festgestellt hat ( einen defekt an meiner Heizung) wurde immer von seiner Seite mein Heizungsmonteuer angerufen und alles so geklärt das ich keinen größeren aufwand hatte. Meine Frage an das Forum wie soll er seinen Preis senken wenn er erhöhte Kosten hat ? Ich bin selbst Handwerker ( Tischler) und weiß das ich von etwas leben muss, also wieso hat nicht jeder das Recht den Preis etwas zu erhöhen um den Service zu verbessern ? Eine Preisabsprache darf natürlich nicht sein, da gebe ich jedem Recht und das sollte gemeldet werden.


Gerd aus Strausberg

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Re: Angebote eingeholt
« Antwort #10 am: 19.10.13, 19:50 »
Guten Tag,

ich möchte mal eine possitive Message hier einwerfen. Ich wohne in Sachsen näher im Chemnitzer Umland. Ich habe mein bBS wie er sich jetzt nennt seit Rund 10 Jahren . Ich habe eine ÖlHeizung und einen Kamin , Beide Sachen wurden immer gemeinsam gemessen ggf gekehrt. Er arbeitet sauber jedoch hat er seine gebühr angehoben um 1,62 €. Darauf hin Fragte ich ihn weshalb er den Preis angehoben hätte. seine Antwort war :
" Um meinen Kunden weiterhin den besten Service bieten zu können, kann ich nicht mehr von Haus zu Haus arbeiten sondern auch mal von Ort zu Ort dadurch habe ich viel mehr Fahrtkosten und in der Zeit Arbeitsausfall kann aber jedem Kunde seinen Wunschtermin ermöglichen." . Sehr beeindruckend finde ich schon seit Jahren, das er sehr Sauber Arbeitet und sobald er etwas festgestellt hat ( einen defekt an meiner Heizung) wurde immer von seiner Seite mein Heizungsmonteuer angerufen und alles so geklärt das ich keinen größeren aufwand hatte. Meine Frage an das Forum wie soll er seinen Preis senken wenn er erhöhte Kosten hat ? Ich bin selbst Handwerker ( Tischler) und weiß das ich von etwas leben muss, also wieso hat nicht jeder das Recht den Preis etwas zu erhöhen um den Service zu verbessern ? Eine Preisabsprache darf natürlich nicht sein, da gebe ich jedem Recht und das sollte gemeldet werden.

Ja, wie soll er seinen Preis senken, wenn er erhöhte Kosten hat? Ja, wie soll er seinen Preis senken, wenn er seit Jahren zu viel abkassieren durfte, laut einem Gesetz, laut einer Preisbindung, die die Schornsteinfegerinnung selbst ausgearbeitet/vorgeschlagen hatte? Seit Jahren geht er von Haus zu Haus, seit Jahren kassiert er bei mir für fünf bis acht Minuten gute 50 Euro ab, wie soll er da seinen Preis senken? Seit Jahren hatte er nur eine Anfahrt für ein ganzes Wohngebiet, also Zeit- und Fahrkostenaufwand für die Anfahrt beinahe NULL. Der Zeitaufwand, um gut 50 Euro zu verdienen, lag also bei ca. 10 Minuten. Da kann man einen Stundenlohn errechnen von ca. 300 Euro, wie kann er da seien Preis senken? Geht doch gar nicht, denn dann müsste er vielleicht mit einem Stundenlohn von 100 Euro auskommen, welch eine Zumutung!

Sie sind selbständiger Handwerker, ein Tischler, und Sie wissen, dass Sie von Ihrer Arbeit leben müssen, das ist richtig, aber verdienen Sie 300 Euro pro Arbeitsstunde?

Trotzdem, wenn Ihr Schornsteinfeger jahrelang gute oder gar sehr gute Arbeit geleistet hat und sehr umsichtig war, was man allerdings von den meisten der Kehrbezirksinhaber nicht sagen kann, dann sollten Sie ihm das auch honorieren. Solche Schornsteinfeger als Handwerker hat man sich größtenteils in den letzten Jahrzehnten gewünscht, aber nicht erhalten. Die Großschnäutzigkeit bei den Kehrbezirksinhabern nahm Überhand, denn man fühlte sich als Gott.

Der Handwerker sagt: Meine Kunden die bestellen mich, sie sorgen dafür das ich Arbeit habe, Geld verdiene und das es mir gut geht - ich verbeuge mich vor ihnen - Sie, meine Kunden , müssen Götter sein.

Der Schornsteinfeger sagt: Meine Kehrgebührpflichtigen bestellen mich nicht, ich komme trotzdem, ich verrichte keine Arbeit die einen Sinn macht, ich bekomme viel Geld dafür und es geht mir sehr gut. Sie verbeugen sich vor mir, denn sie wissen, dass ich ihnen das Leben sehr schwer machen kann, ich muss ein Gott sein.

Nachfolgendes gab ein Obermeister von sich: "Früher sind die Leute stramm gestanden, wenn der Kaminkehrer gekommen ist, heute ist das leider nicht mehr der Fall."
Ein Spruch von Günter Dieckhöner, Obermeister der Schornsteinfegerinnung Bremen und Landesinnungsmeister.

Ihr Schornsteinfeger verkörpert das ganze Gegenteil und da ist es gut, wenn Sie es auch publik machen, da sollte man auch den Namen nennen, Ihren Schornsteinfeger würde es freuen.


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Re: Angebote eingeholt
« Antwort #11 am: 20.10.13, 19:45 »
Es gibt zwar einen prinzipiellen Grund, warum man eigentlich NICHT den eigenen Bezirksschornsteinfeger beauftragen sollte, ABER ... wenn man zufrieden ist, darf dies durchaus Vorrang haben. Jahrzehntelang wurde durch Mauschelei der Politik mit einem einzelnen Handwerksberuf ein in Deutschland (und der Welt) einmaliges MONOPOL aufrecht erhalten. Auch jetzt noch, nach der minimalen "Reform" hat man NICHT auf die unhaltbaren "Kehrbezirke" verzichtet. Je nach dem, wie man es gern hätte, wird der Schornsteinfeger so mal zur BEHÖRDE, mal zum HANDWERKER erklärt.

Einer solchen ZWITTER-Konstruktion sollte der Bürger jedoch die ROTE KARTE zeigen. Derjenige, der einen FEUERSTÄTTENBESCHEID ausstellt, sollte NICHT beauftragt werden, genau die Arbeiten zu erledigen, die er selbst zuvor bestimmt hat. Dies erfordert bereits der Gedanke der GEWALTENTEILUNG, die auch eine Trennung von STAAT und WIRTSCHAFT erfordern würde. Kungelt die Politik trotzdem mit der Wirtschaft, kann der Bürger jetzt wenigstens etwas gegensteuern. JEDER kann durch seinen AUFTRAG selbst etwas darauf hinwirken, VERWALTUNG und HANDWERK zu trennen.

Wenn jedoch regional (noch) kein FREIER oder ALTERNATIVER Schornsteinfeger für die PRÜF- und KONTROLL-ARBEITEN zu finden ist, oder man ausnahmsweise mal einen GUTEN Schornsteinfeger vor Ort hat, kann man natürlich auch den BEZIRKS-Schornsteinfeger, genauer dessen parallelen HANDWERKS-Betrieb, beauftragen.

Man solle jedoch auch in diesem Fall darauf achten, dass NICHT mehr nach einer Gebührenordnung abgerechnet wird, die es für alle HANDWERKLICHEN Arbeiten seit dem 31.12.2012 NICHT mehr gibt. Der Schornsteinfeger als HANDWERKER muss nach Preisangabe-Verordnung (PAngV) gegenüber Endverbrauchern immer BRUTTO-Endpreise nennen. Mit irgendwelchen "Arbeitswerten" (AW) darf er eigenlich gar nicht arbeiten. Zumindest müsste er dem KUNDEN vor einer Auftragsvergabe eine PREISLISTE vorlegen. Normal wäre jedoch, nach TATSÄCHLICHER Arbeitszeit auf der Basis eines STUNDEN-SATZES abzurechnen (Fahrtkosten nach GEFAHRENEN KM).

Wenn dann die PREIS-KONDITIONEN klar und nachvollziehbar sind, kann jeder KUNDE entscheiden, ob ihm die Arbeitsleistung den geforderten Betrag wert ist.

P.S.
Ein Tischler berechnet ja auch keinen "Grundwert" oder setzt für das Auspacken der Säge eine Position mit z.B. 3,4 AW an. Der Tischler rechnet nach STUNDENSATZ oder er bietet PAUSCHALEN bzw. FESTPREISE. Eine solche KALKULATION und PREISGESTALTUNG muss man seit 2013 auch von den Schornsteinfegern erwarten können. Immerhin hatte der Gesetzgeber extra eine Schonfrist von 2008 bis 2013 vorgesehen, damit die ehemaligen MONOPOLISTEN Nachhilfe in WETTBEWERB und BETRIEBS-WIRTSCHAFT nehmen konnten. Nach über 4 Jahren sollte nun auch das Feger-Handwerk wissen, wie ein HANDWERKER Preise kalkuliert und wie ein MARKT funktioniert. Allein, die BÜRGER müssen dies auch einfordern. Wenn Alle auch weiterhin brav den Bezirks-Aufseher rein lassen und klaglos dessen Rechnung nach URALT-Gebühren zahlen, wird es mit der Reform in der PRAXIS wohl noch etwas dauern.

Wer sich nicht beschwert, lebt ver-kehrt.
« Letzte Änderung: 20.10.13, 19:52 von TWMueller »
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