Autor Thema: Saarland französischer Schornsteinfeger  (Gelesen 5777 mal)

SAB

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Saarland französischer Schornsteinfeger
« am: 23.10.13, 18:29 »
Hallo,
der franz. Schornsteinfeger ( Prop'Ramonage Tubage   +33(0) 387815620
15 rue de la source propramonagetubage@laposte.net 57470 HOMBOURG-HAUT) hat das Handtuch geworfen. Hab gerade mit Ihm telefoniert! Obwohl EU-Recht haben die Schwarzkittel in Deutschland ihm so viel Steine in den Weg geworfen, dass er nach etwa 1,5 Jahren in Deutschland aufgehört hat. Im Saarland hat man von ihm gefordert den Meisterbrief bei der Schwarzkittelinnung nachzuholen! Frechheit!! Nehmt euch schon aus Prinzip einen freien Schornsteinfeger. Nur, das Problem ist, wo einen finden? Angeblich ist ja das Schornsteinfeger Monopol gefallen! Nur was haben wir denn heute immer Noch? Genau, ein Schornsteinfegermonopol! Es existieren immer noch Kehrbezirke! Ein deutscher Schornsteinfeger geht nicht in den Bezirk eines "Kollegenschwarzkittel"!! Also bleibt alles wie vorher?! Monopol geknackt? Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich lachen! Fürs Saarland gibt es noch einen freien Schornsteinfeger, hier die Adresse
Schornsteinfegerservice HeMi
Michael Hendle
Ulrichstraße 28c
66280 Sulzbach-Hühnerfeld
Telefon: 0 68 97 / 97 81 62
In meinem Dorf hab ich schon Stimmung gegen unseren Bezirksfürst gemacht! Hab persönlich nichts gegen den Mann, nur, mir schwillt der Kamm, wenn ich mir vorstelle, was diese SCHWARZKITTELMAFIA ungerechtfertigt Gelder kassiert. Will zweimal wärend der Heizperiode kehren! Der MAFIOSIE soll einmal im Jahr kehren, wenn ich nicht heize, also im Sommer!
Deutscher Michel wach endlich auf! Wehre dich gegen die SCHWARZKITTELMAFIA!!!!!!!!!
Telefax: 0 68 97 / 97 81 61
Mobil:  0 15 77 / 2 87 44 21
E-Mail: michaelhendle@web.de
Internet: www.freier-schornsteinfeger-hemi.de


TWMueller

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In meinem Dorf hab ich schon Stimmung gegen unseren Bezirksfürst gemacht! Hab persönlich nichts gegen den Mann, nur, mir schwillt der Kamm, wenn ich mir vorstelle, was diese SCHWARZKITTELMAFIA ungerechtfertigt Gelder kassiert. ...

Der ERSTE Schritt, um in einer DEMOKRATIE ein Problem anzugehen, ist, sich selbst und Andere zu INFORMIEREN. Die Meisten nehmen die ZWANGS-Kontrollen der Schornsteinfeger einfach nur HILFLOS hin. Gegen das übermächtige SYSTEM scheint doch kein Kraut gewachsen.

Aber genau da liegt ja der Unterschied zwischen einer "Aufgabe" und einem "Problem". Eine "Aufgabe" erfordert eine Handlung, um etwas zu ändern. Mit guter Planung und entsprechendem Einsatz ist eine Aufgabe aber durchaus lösbar. Anders beim "Problem". Auch hier besteht ein Änderungsbedarf. Aber es ist zumindest anfangs KEIN klarer Lösungsweg in Sicht. Doch die Erfahrung zeigt, dass auch jedes "Problem" auf Dauer irgendwie lösbar ist.

Ein "Problem" mag übermächtig erscheinen. Man sieht zunächst keinen Ansatzpunkt, um etwas bewirken zu können. Es fehlen die Mittel und Unterstützer. Es scheint sinnlos, sich überhaupt zu engagieren. Aber genau deshalb ist es um so wichtiger, dass einige Vorreiter das "Problem" erkennen, benennen und publik machen. Das "Problem" unterscheidet sich von der "Aufgabe" dadurch, dass man nicht geplant und schnell zu einem Ergebnis kommt. Aber mit BEHARRLICHKEIT und IN KLEINEN SCHRITEN geht es dennoch voran. Je besser man das "Problem" kennen lernt, um so mehr ANSATZPUNKTE und SCHWACHSTELLEN wird man finden. Je mehr Gespräche man führt und je mehr INFORMATIONEN man weitergibt, um so mehr MITSTREITER werden sich finden. Erste kleine Fortschritte geben Mut. Erste Risse im Damm, der sich gegen eine sinnvolle und notwendige REFORM stemmt, werden größer. Es mag etwas dauern, aber bis heute ist noch JEDER DAMM der UNGERECHTIGKEIT gebrochen.

Im konkreten Fall ist es vielleicht schwierig, aktuell einen BEZIRKS-FREIEN Schornsteinfeger finden zu können. Aber NACHFRAGE erzeugt auch immer ein Angebot. Und je mehr Bürger sich für eine klare TRENNUNG von STAAT und WIRTSCHAFT einsetzen und nach UNABHÄNGIGEN HANDWERKERN verlangen, um so eher werden sich auch Möglichkeiten ergeben.

Seit 2013 ist es doch endlich möglich, dass JEDER etwas AKTIV tun kann, um dem Mauschel-System der Bezirks-Behörden-Handwerker entgegen zu wirken. Bereits die THEORETISCHE Möglichkeit, selbst den HANDWERKER aussuchen zu können, wirkt wie ein Riss im alten Damm des MONOPOLS.

Noch müssen wir mit einer SONDER-BEHÖRDE mit der Amtsbezeichnung "Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger" leben. Aber einer BEHÖRDE, die VERWALTUNGSAKTE (Feuerstättenbescheide) erlassen darf, muss man ja KEINE AUFTRÄGE erteilen. Und wenn es in diesem Jahr vielleicht nur 5% der Hausbesitzer sind, die tatsächlich einen FREIEN Handwerker finden und beauftragen, so werden es im nächsten Jahr vielleicht schon 10 oder 20% sein. Und ab einer bestimmten Menge an wechselwilligen Bürgern wird eine EIGENDYNAMIK einsetzen. Dann beginnt die MARKT-WIRTSCHAFT. Dem Bezirks-Aufseher geht vielleicht eine ganze Siedlung verloren. Er muss dies ausgleichen und "wildert" nun selbst in den Nachbarbezirken. Und aus dem Stillhalteabkommen wird ganz plötzlich und im Sinne der Bürger ein WETTBEWERB.

Man mag das mit einem Fahrzeug vergleichen, dass auf leicht abschüssiger Strasse abgestellt und dessen Bremse gelöst wurde. Im ersten Moment scheint gar nichts zu passieren. Dann bewegt es sich ein paar Zentimeter. Und aus dem unmerklichen Anrollen wird eine Beschleunigung. Das Fahrzeug rollt schneller und schneller bergab. Und ab einem bestimmten Moment wird es nicht mehr aufzuhalten sein, bevor es im Tal angekommen ist.

Und genau so wird es auch mit dem Schornsteinfeger-SONDER-Recht sein. Vielleicht müssen wir den Karren anfangs noch etwas anschieben. Aber er wird in Bewegung geraten. Und die WIDERSPRÜCHLICHKEITEN der alten Monopolstruktur werden auch im leicht reformierten neuen Recht sichtbar und für jeden erkennbar. Es wird erste Gerichtsurteile geben, die nicht mehr einfach zum Ergebnis "weiter so" kommen. Doch fällt der erste Dominostein, kommt der nächste ins Wanken. Der Riss im Damm der Lobbyisten wird größer und größer bis letztendlich der Damm bricht.

Und in leichter Abwandlung eines Zitats von Gorbatschov könnte man all den Schornsteinfegern, die geistig noch in alten Monopol-Strukturen festhängen, nur zurufen: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

P.S.
Und wenn es im ERSTEN Schritt zunächst nur darum geht, das BEZIRKS-MONOPOL der Schornsteinfeger aufzubrechen, um FREI und SELBSTBESTIMMT einen HANDWERKER wählen zu können, so wird es im FOLGENDEN auch darum gehen, die GESETZLICHEN VORGABEN zu durchleuchten. PFLICHTEN, die vorrangig einer verdeckten WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG dienen, gehören in den Abfalleimer der Rechtsgeschichte.

Es darf in einer FREIHEITLICHEN Gesellschaft einfach nicht sein, dass man zwar von "SICHERHEIT" spricht, aber "UMSATZ" meint. Kontroll-PFLICHTEN für die Bürger müssen sich NACHVOLLZIEHBAR aus einer OBJEKTIVEN, rein TECHNISCHEN NOTWENDIGKEIT erschliessen lassen. GRUNDRECHTE der Bürger dürfen eben nicht eingeschränkt werden, nur um einen "Bezirks-Schornsteinfeger" auch auszulasten oder irgendwie zu beschäftigen.

Daher:
Im ersten Schritt gilt es KEHRBEZIRKS-BEHÖRDE (Staat) und SCHORNSTEINFEGER-HANDWERK (Wirtschaft) zu trennen.
Im zweiten Schritt muss dann das SchfHwG und insbesondere die KÜO auf den Prüfstand.
Wir wollen SINNVOLLE SICHERHEIT, aber KEINE ABZOCKEREI.
« Letzte Änderung: 23.10.13, 22:12 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

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Datko

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Re: Saarland französischer Schornsteinfeger
« Antwort #2 am: 24.10.13, 05:28 »
[...] Monopol geknackt? Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich lachen! Fürs Saarland gibt es noch einen freien Schornsteinfeger [...]

Ja, es gibt leider viel zu wenige freie Schornsteinfeger

- Wir betreiben ein Spezialforum zur Schornsteinfegersuche: www.freie-schornsteinfeger-wahl.de

- Und ein Großteil der "vorgeschriebenen Arbeiten" ist sogar überflüssig, es ist eine Geldschneiderei!
« Letzte Änderung: 12.07.14, 08:57 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
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SAB

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Re: Saarland französischer Schornsteinfeger
« Antwort #3 am: 26.10.13, 18:31 »
Hallo,
das Problem einen freien Schornsteinfeger zu finden, ist einfach die Trägheit der Deutschen! In meinem Dorf, etwa 700 Einwohnern, ist die Mehrheit über 60 Jahre alt und man will keinen Wechsel! Es läuft ja! Warum, wegen 12,50,- (Feuerstättenbescheid) dagegen angehen? Man will das einfach nicht! Mit Ausnahme meines Onkels (85 Jahre alt), dem habe ich das erklärt, seine ersten Worte waren: "Dem hauen wir die Kutte voll!" Aber die Mehrheit will einfach nur ihre Ruhe haben, bloß nichts ändern! Es läuft ja, bloß keine Veränderungen! Eben der deutsche Michel mit der Schlafmütze!!!
Ich habe gegen den Feuerstättenbescheid Widerspruch eingelegt und Tage später hat mich mein Gebietsfürst angerufen, wegen dem Punkt 12 in meinem Widerspruch (siehe Anlage). Der Schwarzkittel überrreichte meiner Frau den Bescheid mit den Worten: " Dieser Bescheid bekommt jeder und ist dazu da, wenn man mit dem Jetzigen Feger nicht zufrieden sei, könne man sich einen anderen suchen. Die 12,50 € müsse jeder bezahlen!"
Als ich abends nach Hause kam und meine Frau mir das sagte, gingen mir die Nackenhaare hoch!! Solch eine Dreistigkeit kann sich nur eine "Schornsteinfeger-Behörde (!?`) erlauben. Der Schwarzkittel behauptete, solch eine Aussage nicht getätigt zu haben! Daraufhin habe ich ihn gefragt, ob er meine Frau als Lügnerin hin stellen will? Er ruderte sofort zurück! Es wäre ja nicht so gemeint und vielleicht hätte er sich falsch ausgedrückt, worauf hin ich die rote Taste meines Handy berührte! Mit so einem XXXXX unterhalte ich mich höchstens vor Gericht. Wenn ich die Antwort auf meinen Widerspruch bekomme, hole ich mir einen Anwalt und lasse dieses Possentheater rechtlich klären Auch werde ich auf keinen Fall die Gebühren für den Feuerstättenbescheid bezahlen! Sollen die XXXXX mich doch verklagen! Ich mach mit!
Zum Schluss noch eine Frage, kennt jemand einen Anwalt, der Klagen entgegen nimmt?


Administrator: Joachim Datko: XXXXX von mir
« Letzte Änderung: 26.10.13, 22:38 von Datko »

TWMueller

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Re: Saarland französischer Schornsteinfeger
« Antwort #4 am: 27.10.13, 20:58 »
Im Saarland ist aktuell ein Verfahren gegen einen Feuerstättenbescheid anhängig, für das (teilweise) die BERUFUNG um OVG zugelassen wurde. Das OVG hat jedoch bereits bei der Zulassungsprüfung klar erkennen lassen, dass man sich NICHT mit den anstehenden GRUNDSÄTZLICHEN VERFASSUNGSRECHTLICHEN Fragen auseinander setzen WILL.

Da es zudem im Saarland auch keinen Rechtsanwalt gibt, der bei dem geringen Sreitwert bereit ist, sich in dieses SONDER-Thema angemessen einzuarbeiten, dürfte es AKTUELL schwierig sein, sich gegen dieses Treiben durchzusetzen.

Ich würde im SAARLAND (wenn man KEINE Rechtschutzversicherung hat) zur Zeit raten, nicht gegen den Feuerstättenbescheid an sich zu klagen (kostet wegen des Regel-Streitwerts von 5.000,- Euro einfach zu viel), sondern eher z.B. nur die Verwaltungsgebühr OHNE UMSATZSTEUER zu zahlen und sich dann gegen die Gebührenfeststellung der AUFSICHSBEHÖRDE über die rund 2,- Euro Differenz zu wehren. Alle entscheidenden Rechtsfragen (Verfassungswidrigkeit vieler Einzelnormen des SchfHwG / Rechtsstatus eines "bev. Bezirksschornsteinfegers") können so viel preisgünstiger vor den Kadi gebracht werden. Und diese DETAIL-Frage ist meines Wissens im Saarland auch noch nicht verhandelt worden.

P.S.
Wer jemanden kennt, der einen RECHTSANWALT kennt, der sich im Bereich des Schornsteinfeger-SONDER-Rechts engagieren will, sollte dessen KONTAKTDATEN u.a. hier im Forum angeben. Ich selbst bin gern bereit, jedem Rechtsanwalt Material (Argumente, Gerichtsentscheidungen, Schriftsätze), das mir vorliegt, zukommen zu lassen, um ihm die Einarbeitung zu erleichtern. Rückfragen auch gern telefonisch oder per Mail (siehe unten).


P.P.S.
Argumenationshilfen:

Positionspapier: Verfassungsrechtliche Bedenken gegen § 1 SChfHwG:
http://www.sfr-reform.de/files/SFR_PP_SchfHwG_P1.pdf

Positionspapier: Rechtsstatus eines "bevollm. Bezirksschornsteinfegers":
http://www.sfr-reform.de/files/SFR_PP_Status_bBSF.pdf

Positionspapier: Umsatzsteuer auf Verwaltungsgebühren des bBSF:
http://www.sfr-reform.de/files/SFR_PP_USt_bBSF.pdf
« Letzte Änderung: 27.10.13, 21:02 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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Re: Saarland französischer Schornsteinfeger
« Antwort #5 am: 28.10.13, 17:39 »
Hallo,
danke für den Tipp!! Werde den Feuerstättenbescheid ohne die "Märchensteuer" bezahlen. Mal sehen was kommt. Sobald ich irgend welche Post bekomme, melde ich mich im Forum.