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Schornsteinfeger Horror => Freie Schornsteinfeger Suche und Angebote => Thema gestartet von: Motek am 08.06.14, 14:42

Titel: Suche nach Ein Kaminkehrer
Beitrag von: Motek am 08.06.14, 14:42
Mein Bezirkkaminkehrer hat mir die Feuerstättenbescheid in der Hand gedruckt und mir mittgeteilt das ich andere Kaminkehrer suchen soll,er kehrt in mein Haus nicht mehr?.
Die Suche nach Ersatz-Kaminkehrer ist Erfolglos geblieben. Ich habe an Sieben Bezirkkaminmeistern (BKM) in meine bayrische Landkreis  geschrieben,
die sollen die Tätigkeit mein BKM übernehmen, ohne Reaktion!. Freie Kaminkehrer gibt es in meine Landkreis (Bayern) nicht. Vom Gesetz bin ich verpflichtet die Massnamen des Feuerstättenbescheids Termingerecht umzusetzen. Frage?
Was soll ich nun machen?, wer kann mir ein Rat geben?
Titel: Re: Suche nach Ein Kaminkehrer
Beitrag von: Datko am 08.06.14, 14:59
Danke für Ihren Eintrag:
Benutzen Sie bitte zur Schornsteinfegersuche unser Forum:

*******

www.freie-schornsteinfeger-wahl.de

Im ersten Teil des Forums können Sie selbst eine Suchanfrage stellen,
im zweiten Teil können Sie nachsehen, ob es in ihrer Nähe freie Schornsteinfeger gibt.

******

Schreiben Sie bitte auch an:
https://www.verbraucherzentrale-bayern.de/home
und berichten Sie von Ihrer Erfahrung mit den anderen Bezirksschornsteinfegern.
Titel: Re: Suche nach Ein Kaminkehrer
Beitrag von: TWMueller am 08.06.14, 20:40
Was soll ich nun machen?, wer kann mir ein Rat geben?

Hier gibt es tatsächlich eine (weitere) Lücke im Gesetz.
Der bBSF (bevollmächtigte Beirksschornsteinfeger) ist ja neben seiner HOHEITLICHEN Tätigkeit auch HANDWERKSBETRIEB. Und dieses UNTERNEHMEN muss halt keine Aufträge annehmen. Ausser ... und hier liegt eben das Problem, wenn der Bürger KEINEN Handwerker findet, kann später die AUFSICHTSBEHÖRDE den bBSF BEAUFTRAGEN (man nennt das dann "Ersatzvornahme") und dann MUSS dieser die Arbeiten erledigen.

Praktisch hilft (ausser der Suche nach einem anderen Anbieter) nur, ein PROTOKOLL über alle Anfragen zu führen und dieses dann der AUFSICHTSBEHÖRDE vorzulegen und dieser genau die o.a. Frage zu stellen: "Was bitte schön soll ich als gesetzestreuer Bürger jetzt tun?"

Eine KOPIE des PROTOKOLLS und der ANFRAGE könnte man zusätzlich an Herrn Dr. Tober, Bundeswirtschaftsministerium senden. Dieser hat das Problem zwar bereits erkannt, aber bislang noch KEINE LÖSUNG anbieten können.

Der von HR zeitgleich eingestellte Textauszug entstammt einem Schreiben eben dieses Dr. Tober.
Titel: Re: Suche nach Ein Kaminkehrer
Beitrag von: rfoell am 08.06.14, 21:46
[
Der von HR zeitgleich eingestellte Textauszug entstammt einem Schreiben eben dieses Dr. Tober.

Gibts das auch im Original bzw. ausführlicher?

Habe das selbst genauso der Aufsichtsbehörde dargestellt. Ergebnis:Zweitbescheid (200 EUR) und Duldungsbescheid (300 EUR) ohne irgendeine inhaltliche Stellungsnahme. Das Verwaltungsgericht setzt dahinter an 'es musste ein Zweitbescheid erlassen werden' (360 EUR).

Gruß R. Föll
Titel: Re: Suche nach Ein Kaminkehrer
Beitrag von: TWMueller am 09.06.14, 22:58
Gibts das auch im Original bzw. ausführlicher?

Hier die Kontaktdaten und ein Auszug eines mir vorliegenden Schreibens.

Zitat von: BMWi
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
11019 Berlin

Dr. Tober
Tel.: +49 30 18615 7546
Fax: +49 30 18615 5446
Mail: Gilan.Tober@bwmi.bund.de

Schreiben vom 09. April 2013
Akenzeichen: IIB1 - 12 91 16 / 12

Seite 2:
"Eine Pflicht der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger zum Vertragsabschluss mit den Eigentümern ist im Gesetz nicht vorgesehen. Daher kann ein bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger nach geltendem Recht eine Auftragsannahme ablehnen. Allerdings ist es nicht vertretbar, dass kehrwilligen Eigentümern eine Ersatzvornahme durch die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger droht, wenn diese zuvor eine Auftragsannahme ohne sachlichen Grund abgelehnt haben und andere Anbieter nicht in Betracht kommen. Eine solche Sachlage war mit der Einführung des Wettbewerbs im Schornsteinfegerwesen nicht beabsichtigt.

Für Ihren Hinweis auf die Schwierigkeiten bei der Auftragsvergabe danke ich Ihnen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wird die weitere Entwicklung beobachten und Anfang des Monats Mai mit den Ländern diskutieren, ob bei einer Häufung ähnlicher Fallgestaltungen das Gesetz ggf. angepasst werden sollte."

Vielleicht sollten doch ALLE BETROFFENEN, die KEINEN FREIEN SCHORSTEINFEGER finden können, ihr Leid mal an Herrn Dr. Tober mailen oder ihn anrufen.

Solange ein und die selbe Person BEZIRKS-BEHÖRDE spielen darf und zugleich in diesem Regelungsbereich parallel als GEWERBETREIBENDER auftritt, kann sich gar kein FREIER MARKT entwickeln.

Würden z.B. die HOHEITLICHEN AUFGABEN vom zuständigen BAUAMT übernommen, wären ALLE SCHORNSTEINFEGER plötzlich GLEICHBERECHTIGTE ANBIETER von Werk- und Dienstleistungen. KEIN SCHORNSTEINFEGER könnte bequem (und unzulässig) auf die DATEN DES KEHRBUCHS zugreifen. ALLE SCHORNSTEINFEGER müssten sich vielmehr am MARKT um AUFTRÄGE bemühen. Ob HANDWERKER dann noch AUFTRÄGE ablehnen, wenn sie sich nicht länger auf ein scheinbar sicheres Polster an "BEZIRKS-BEWOHNERN" stützen können, mag ernsthaft bezweifelt werden.