Autor Thema: Kaminofen maximale Heizleistung gesetzliche Regelungen  (Gelesen 3947 mal)

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Hallo und guten Tag Forum,

schön, dass es hier eine Plattform von Leidensgenossen gibt. Hätte nie geglaubt, dass ich mal dazugehören würde    :-\

Also: Ich plane das Aufstellen eines Kaminofens. Bezirksmeister sagt Kamindimension ausreichend. Rauchgasrohrführung und Abstand i.O., Kaminofen Stufe 2 i.O ABER: Nennheizleistung des Kaminofens für die Raumgröße zu groß´!!!

Kaminofen Nennleistung 8kwh
Fläche Raum 30m2 / 75m3 Luftinhalt
Ausßenschiebetüre ungedämmt.

Dass der Kamin eigentlich überdimensioniert ist, weiß ich selber. Aber wie sieht die Gesetzeslage aus? Der Schwarze meint, er habe eine Tabelle, wonach die Aufstellung der Einzelfeuerungsstätte bei dieser Raumgröße nicht genehmigungsfähig wäre. Die Tabelle rückt er aber nicht raus. Es geht aber nicht um die 4m3/kwh. Auf das Argument, man könne den Ofen auch mit 4kw betreiben (schreibt der Hersteller) geht er nicht ein.

Frage:
Wo bekomme ich Rechtsauskunft

Grüße
michael

XXX

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Auf Wunsch des Users XXX gelöscht.

 
« Letzte Änderung: 14.07.17, 14:27 von Datko »

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Der Wunder sind da viele im Abendland....

Der Meister höchstpersönlich rief gestern zu später Stund´ noch aufm Handy an und meinte doch tatsächlich, er habe sich geirrt.
Hat man sowas schon gehört? Kann sich ein Bezirksschornsteinfegeroberhauptmann irren?

Scheint ganz so, als habe der Meister kalte Füße bekommen, weil ich auf die Bekanntgabe der Rechtsgrundlage seiner Ablehnung bestanden habe.

Also für alle zum Nachlesen: Es gibt zwar die DIN18893, die die sinnvolle Auslegung der Größe der Heizleistung definiert. Diese ist jedoch nicht bindend. Bindend ist lediglich die (in meinem Fall BaWü) FeuVo vom 01.01.96 (die Sache mit den 4m3/kwh).

Dank euch und eurem Forum - ihr habt mir Mut gemacht, auf mein Recht zu bestehen.


Datko

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Ich verlasse mich auf telefonische Aussagen nur ungern.

Ich habe erst gestern wieder jemanden gebeten, mir eine telefonische Auskunft schriftlich zu bestätigen.

Hier im Forum gibt es manchmal Klagen, dass frühere Zusagen von Bezirksschornsteinfegern sich in Luft auflösen. Mündliche Aussagen sind dann oft wertlos.
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
Forum : www.kontra-schornsteinfeger.de

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Hallo Joa,

das ist natürlich richtig. Schriftlich ist im Prinzip besser. Und im Prinzip gilt eine mündliche Zusage genausoviel wie eine schriftliche und wenn sie unter Zeugen gemacht wurde, wäre sie im Prinzip sogar einklagbar... Im Prinzip...

In der Praxis aber ist der Kunde auf eine gute Zusammenarbeit mit seinem Bezirksschornsteinfeger angewiesen. Schon die Forderung, er solle seine Forderung doch schriftlich fixieren ist unüblich - auch in der Branche der Ofenbauer. In der Praxis kommt der Schorni unentgeltlich vorbei, sieht sich alles an und macht seine Forderungen an die Genehmigung. Und in der Regel gibts dann auch keine Probs. Wir sind alles Menschen. Und rein menschlich komme ich mit meinem Schwarzen gut aus. Ist ein älterer, sehr netter Herr. Er hat halt meine Sicherheit im Blick.

Und immer wenn sich andere um meine Sicherheit Sorgen machen, wirds für mich teuer, umständlich und unangenehm.... Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Wichtig finde ich, dass die Sache mit der Höchstleistung mal in einem Forum auftaucht. Habe trotz intensiver REcherche nix darüber gelesen.

Grüße

MickyMack

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Das liest sich ja abenteurhaft. Gibt es schon was neues?