Autor Thema: SF zum Kehren beauftragt - Auftrag nicht ausgeführt aber Rechnung geschrieben...  (Gelesen 826 mal)

diesichaergert

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Hallo,
ich habe einen Ofen, dessen Schornstein nicht zog. Daraufhin habe ich mich an den Schornsteinfeger gewendet, der mir zusagte, dass er jemanden zum kehren schickt.
Der junge SF kam, ging aufs Dach und kam nach kurzer Zeit wieder zurück, sagte er müsse die Reinigungsklappe prüfen (die ich dann immer selber reinige), stellte fest, dass ja kaum Ruß da sei und ging.
Als ich den Ofen anmachte stand in kürzester Zeit das ganze Haus unter Qualm. Nachdem das Feuer aus war habe ich mit einem Spiegel in der Reinigungsklappe feststellen können, dass der Schornstein dicht war!!! Also wieder angerufen und reklamiert. Am Telefon nur die flapsige Ansage, ich müsse die Züge halt richtig aufmachen...
Am nächsten Tag kam der junge SF dann unaufgefordert wieder, was ich recht positiv fand, zumal ich nach dem Telefonat nicht damit gerechnet hatte. Er schaute sich das an und bestätigte mir, dass der Kamin dicht sei.
Hier die erste Frage: Muss ich als Laie (weibl. 57Jahre) dem Fachmann sagen, wo das Problem liegt? Oder sollte ich erwarten können, wenn ich einen Handwerker beauftrage, dass er mir die Fehlerquelle benennen kann?
Nach der Feststellung, dass der Schornstein dicht sei,(was er Tags zuvor offenbar gar nicht wahrgenommen bzw. gemerkt hat???) schlug er vor, von unten (Reinigungklappe) zu versuchen, den Schornstein frei zu bekommen.
Nun hatte ich zwischenzeitlich bereits mit einer Spirale vergeblich versucht das Problem zu lösen - was ich ihm auch sagte...und dass ich es für sinnvoller hielte, von oben zu kehren, bzw mit einem Gewicht (Kugel) die vermeintliche Schicht zu durchbrechen.
Er meinte von oben bringt nichts und versuchte von unten an die Schicht zu gelangen - erfolglos!! Um mir dann mitzuteilen, dass man da wohl nichts machen kann... und  dass er erst mit seinem Chef sprechen müsse, da mein Schornstein dann wohl ausgeschlagen werden müsse. Und dass das wohl sehr teuer werden würde.
Daraufhin sagte ich ihm, dass ich mich erst anderweitig informieren würde und ich mich nur melden würde, wenn ich nicht weiterkomme.
Ich bin dann selber!! aufs Dach und habe mit einem alten Hammer (an einem Band)  die Schicht durchstoßen können. Hat ca. 5 oder 6 Minuten gedauert. Nachdem ich den Ruß aus der Reinigungsklappe entfernt hatte, konnte ich per Spiegel sehen, dass der Zug pikobello sauber ist. Der Ofen brennt problemlos.... also alles bestens.
Bis ich bereits am Folgetag die Rechnung im Kasten hatte.
Nun meine nächste Frage: Muss ich eine nicht erbrachte (oder besser noch von mir selbst augeführte) Leistung eines Handwerkers bezahlen??
Wenn ich ne Autopanne habe und ein Mechaniker kommt, der mir sagt, dass er da auch nichts machen kann, stellt mir doch auch keine Rechnung für eine Reperatur -oder??
Gibt es eine "offizielle" Stelle, an die ich mich wenden kann ? so etwas wie eine Schlichtungstelle o.Ä.
Die Rechnung lautet übrigens: "Leistungsbezeichnung Kehrung".
Da stelle ich mir natürlich die Frage, ob die Kehrung, die beauftragt war, wirklich ausgeführt wurde. Merkt ein Schornsteinfeger nicht, wenn er seine "Fegekugel" im Schornstein herunterlässt, dass nach nicht mal 2Metern der Schornstein bereits zu Ende ist? Wenn ich das mit einem alten Hammer an einem Band schon feststelle, so kann ich doch nur schlussfolgern, dass diese Kehrung gar nicht stattgefunden hat. Ich möchte nicht glauben, dass ein Fachmann da nicht stutzig werden würde und natürlich auf ein erkanntes Problem hinweisen würde...?
Ich bedanke mich schon mal für objektive Antworten.... Gruß

Chantalle

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Offensichtliches Pech mit dem Handwerker.
Sie sollten sich generell mit dem Schornsteinfeger selbst (dem Meister, nicht dem jungen...) auseinander setzen, und den mal darauf hinweisen dass bei seinem Angestellten mangelndes Wissen vorhanden ist, insbesondere weiß niemand, ob es nicht der Azubi war...

Fachliches Wissen unterstelle ich dem Angestellten nicht, und der erste Weg ist, sich mit dem Chef auseinander zu setzen, vor allem Wissen Sie ja gar nicht, was der Angestellte am Ende dem Chef erzählt hat.

SusiSorglos

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Warum schreibst du dem Schornsteinfeger (hier natürlich dem Chef) nicht eine EMail mit dem Sachverhalt.
Verstehe ich warum man erstmal in einem Forum einen langen Beitrag schreibt, so etwas klärt man doch einfach mit dem betreffenden Handwerker.
Wenn du dann eine blöde oder eben nicht zufriedenstellende Antwort bekommst kannst du doch immer noch um Rat fragen.