Autor Thema: Schikane vom Kaminkehrer?  (Gelesen 5682 mal)

Ischwisch

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Schikane vom Kaminkehrer?
« am: 10.03.14, 14:07 »
Hallo,
Bin etwas unschlüssig, was unseren Kaminkehrer angeht:
Wir haben vor drei Jahren neu gebaut und unser Kamin endet (leider) nicht im Keller sondern im EG. Es sind Putztüren im EG und OG.

Unser Kaminkehrer mag nicht das Architekturbüro, mit dem wir gebaut haben, da die nicht für den Kaminfeger mitdenken :(

Letztes Jahr hat der Kaminkehrer unseren Kamin zuerst im OG gereinigt. Es war ein regnerischer Tag. Der Kamin war also nass. Durch das Herausziehen seiner Bürste war unsere ganze weiße Wand schwarz gesprenkelt.
Das EG hat er schimpfend ausgelassen, weil der Kamin so nass war. Ich kam erst später wieder ins OG und entdeckte die Sauerei. Ich habe ihn angerufen und ihn gefragt, ob er mein Treppenhaus neu streichen möchte. Er meinte, dass das einfach ein sch... bei uns wäre und nicht anders ginge. Und zählen müsse er sowas nicht.
Mag sein, dass man das alles praktischer hätte lösen können - klar, im Nachhinein hätten wir besser den Kamin bis in den Keller laufen lassen. Aber jetzt können wir es leider nicht mehr ändern. Er lässt es uns jedes mal spüren, wie es ihn ärgert.

Jetzt habe ICH ihn angesprochen, ob er nicht von oben vom Pultdach aus kehren könnte. Er kann unter den Bedingungen:
* vom Architekten kommt eine schriftliche Bescheinigung, dass das Garagen-Flachdach und Pultdach begehbar für ihn ist UND
* wir stellen ihm eine Leiter die von der Berufsgenossenschaft zugelassen ist.

Wir wollten also eine Leiter kaufen gehen und sagten dem Verkäufer, dass die BG zugelassen sein muss für den Kaminkehrer. Er meinte darauf, ob wir uns nicht einen anderen Kaminkehrer suchen wöllten, er würde an so viele Kaminkehrer eine Leiter verkaufen, da gäbe es bestimmt genügend, die eine hätten.

Gibt es eine "saubere" Lösung, um den Kamin von innen zu kehren?
Ist es üblich, dass der Kamin vom EG und OG geputzt wird?
Sollen wir uns einen anderen Kaminkehrer (mit Leiter) suchen?
Benötigen wir eine Leiter DIE VON DER BERUFSGENOSSENSCHAFT zugelassen ist?
Ist die Bescheinigung bezüglich Begehbarkeit vom Architekten Schikane?

Was ist alles Schikane - was ist unsere Pflicht?

Es handelt sich um ein 2geschössiges (EG/OG) Einfamilienhaus mit begrünter FlachdachGarage am Haus und einem begrünten Pultdach.

Würde mich freuen, wenn ihr Licht ins Dunkle bringt.

Ischwisch

Monopolgegner

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Re: Schikane vom Kaminkehrer?
« Antwort #1 am: 10.03.14, 19:16 »
Ich wundere mich echt über eine solche Dummheit des Russfuzzies. Ein durchnässtes Edelstahlrohr zu putzen.  >:( ::)Abhilfe wäre vielleicht das Luftkehren auf nenn anderen und vor allem trockenen Kamintag zu verschieben.

Auf alle Fälle, hätte er mit mir Ärger bekommen. Dazu ne Aufforderung den Schaden zu beseitigen oder beseitigen zu lassen.

Des Weiteren würde es mir im Traum ned einfallen, Werkzeug (welches auch immer) zur Verfügung zu stellen. Tztztztztztz! Oder muss man neuerdings auch Werkzeug zum Warten des Fahrzeuges mit in die Werkstatt geben? Und was würde wohl ein Fahrzeugbesitzer dazu sagen, wenn er ein z.B. verkratzes Auto aus der Werkstatt zurück bekommen würde?

tztztztztztztz, mir fällt vor lauter Kopfschütteln fast der Selbige ab. ::)

Wegen der eingeführten Zensur des Admins in diesem Forum und dadurch Streichungen von Beiträgen, beteilige ICH mich hier an nichts mehr. Wie Viele andere ebenfalls. Ich und viele andere auch aus diesem Forum bin/ sind im Forum: http://www.carookee.com/forum/sfr-reform

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Re: Schikane vom Kaminkehrer?
« Antwort #2 am: 10.03.14, 19:55 »
Warum alimentieren Sie weiterhin einen solch offensichtlichen Beschädiger Ihres Eigentums?
Warum haben Sie diesen Herrn nicht bei der Polizei angezeigt?
Warum haben Sie diesem Hütchenspieler des Handwerks kein Hausverbot erteilt - auf Lebenszeit?

Beschaffen Sie einem Elektriker, den Sie beauftragen, auch dessen Handwerkszeug?

Wachen Sie endlich auf und wehren Sie sich!
Mit freundlichem Gruß

MM

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Re: Schikane vom Kaminkehrer?
« Antwort #3 am: 12.03.14, 21:30 »
Also, mit einer ORDENTLICHEN Handwerks-Ausübung hat das wohl nicht viel gemeinsam.

Natürlich kann man darüber diskutieren, ob eine andere bauliche Lösung nicht vielleicht praktischer gewesen wäre. ABER ... Der SPEZIAL-GEBÄUDE-REINGER (Schornsteinfeger) hat einen AUFTRAG und den soll er SAUBER erfüllen. Ein "Gesetz", dass man dem Feger nicht Arbeit machen darf, gibt es zum Glück nicht.

Wenn es daher zu nass sein sollte, um SAUBER arbeiten zu können, muss die KEHRUNG halt verschoben werden. Und wenn eine Wartungsöffnung Probleme macht, muss ein ORDENTLICHER Handwerker halt notfalls die Umgebung abdecken.

Als FAZIT kann hier nur gelten: Einen ANDEREN HANDWERKER suchen !!!

Im Grunde wäre ein SAUBERES Arbeiten auch mit MEHRAUFWAND jedoch für einen HANDWERKER gar kein Problem. Wenn er MEHR ZEIT benötigt, KOSTET es eben auch MEHR. Das Problem ist nur, dass die Schornsteinfeger immer noch nicht in der Lage sind, nach TATSÄCHLICHER EINSATZZEIT abzurechnen. Die ALTE KÜO ist immer noch so stark in den Köpfen verankert, dass in den meisten Rechnungen immer noch die längst überholten Positionen der seit 2013 nicht mehr gültigen Anlage 3 zur KÜO verwendet werden. Welcher NORMALE Handwerker berechnet denn sonst noch eine "Grundgebühr" oder pauschaliert mit ARBEITSWERTEN (AW)? Entweder arbeitet man nach einem STUNDENSATZ (pro Stunde z.B. 60,- Euro BRUTTO) oder man macht PAUSCHAL-ANGEBOTE (1 mal kehren = x Euro).

Und vielleicht sollte ein SPEZIAL-GEBÄUDE-REINIGER auch wissen, dass er DRECK verursachen kann. Er sollte dann bei Arbeiten in Wohnräumen z.B. Abdeckfolie im Fahrzeug mitführen. Die kann ja dann je nach Verbrauch auch in Rechnung gestellt werden.

Wenn der HANDWERKER jedoch einen SCHADEN verursacht hat, muss er diesen beseitigen oder hierfür die Kosten tragen. Das hat mit "Schornsteinfeger" auch gar nichts zu tun. Das ist BGB und somit ZIVIL-Recht und landet weder bei einer "Aufsichtsbehörde", noch bei einer "Innung". SCHADENERSATZ wird vor dem AMTSGERICHT verhandelt.

Wenn sich der Schaden (beweisbar) beziffern läßt, besteht zudem die Möglichkeit, mit der HANDWERKER-Rechnung aufzurechnen. D.h. man zieht den Schadenersatz vom Rechnungsbetrag ab. Ist dieser HÖHER als der Rechnungsbetrag, darf dann ggf. natürlich nur noch die verbleibende Differenz eingeklagt werden.
ABER - ACHTUNG !
Wer sich selbst hinstellt und z.B. zwei Stunden putzt, hat KEINEN finanziellen Schaden (ausser vielleicht für das Putzmittel). Notfalls muss halt vor Gericht der FINANZIELLE SCHADEN belegt werden (Materialeinkauf, Handwerkerrechnung). Und hierbei muss auch noch die SCHADENSMINDERUNGSPFLICHT berücksichtigt werden. Man darf halt nicht die ganze Bude renovieren lassen, nur weil an einer kleinen Stelle ein Fleck beseitigt werden muss.
« Letzte Änderung: 12.03.14, 21:40 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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