Autor Thema: € 216,54 für eine Abnahme in RLP? Feuerstättenschau+Bescheid  (Gelesen 6769 mal)

Sophia2014

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Guten Tag,

mein Schorni hat es wieder krachen lassen. Er kam hier zur Abnahme unseres Kaminofens. War erstaunlich freundlich und hat mehrmals geäussert, dass alles prima aussieht (wir haben den Schornstein mit einem Edelstahlrohr von einer Fachfirma sanieren lassen und einen neuen Kamin installiert). Prompt kommt die Rechnung über € 216,54. Ich verstehe nicht, warum  es zwei Rechnungen gibt, und verstehe die Posten unter "Rechnung für Nebenarbeiten" nicht.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mal ein Auge darauf werfen könntet.

Schlimm ist auch, dass er nun schriftlich doch 3 Sachen zu bemängeln hat: 1) die Tapete muss entfernt werden 2) der Schornsteinkopf saniert werden 3) der Laufgitter auf dem Dach fehlt.
Anscheinend war er zu Feige, um mir die Mängel persönlich mitzuteilen.

Zur Vorgeschichte: Ich habe einen guten Grund zu denken, dass er mir böse ist: ich hatte im Herbst die überhöhte Rechnung für die Dolennestentfernung um € 62,- gekürzt (siehe Beitrag). Das ist der Grund, warum ich gerne eure Meinung haben würde, bevor ich ihn um einer Erklärung bitte.

Liebe Grüße und vielen Dank im Voraus
« Letzte Änderung: 19.02.15, 12:14 von Datko »

XXX

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« Letzte Änderung: 14.07.17, 16:55 von Datko »

Sophia2014

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Hallo Gerhard,

vielen Dank für die Antwort! Das hilft mir schon sehr!
Wenn die 21 für 21 Meter steht, frage ich mich, wie er es gerechnet hat? Es ist ein Schornstein vorhanden (ca 11 m hoch) und unter dem Dach befindet sich auch die Gasheizungsanlage (wird schon regelmäßig geprüft).

Ich habe unterschiedliche KÜO-Tabellen gefunden. In einer (veralteten?) stand  5.1 und 5.2 und genau die von ihm gewählten AW.  In den meisten, steht tatsächlich 3.1 und 3.2 und AW3.

Meinen Sie, Sie hätten sich schon damals, beim "Dolenproblem" bereits geäußert? oder allgemein zum Thema Rechnung?

L.G.

« Letzte Änderung: 19.02.15, 12:15 von Datko »

gerhardl49

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Hallo Sofia2014,

schreib ihm doch einfach eine eMail und teile ihm mit, dass es die Positionen 5.1 und 5.2 nicht gäbe und die 21 Meter völlig unplausibel wären sowie teilweise die konkreten Rechtsgrundlagen fehlten! Setze ihm eine Frist von 1 Woche zur Korrektur seiner Rechnung. Sollte er sich nach nach 8 Tag noch nicht gemeldet haben, schreibe ihn erneut mit einer Frist von 3 Tagen an und erinnere an die ausstehende Antwort. Frage ihn wo das Problem liege und teile ihm gleichzeitig mit, wenn wiederum keine Reaktion erfolge, die Aufsichtsbehörde eingeschaltet wird. Nach weiteren 4 Tagen wäre dann eine Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde, mit dem bis zu diesem Zeitpunkt geführten Schriftwechsel so wie den Rechnungen fällig.

« Letzte Änderung: 19.02.15, 12:15 von Datko »

MB500

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soviel zum Thema " Aufsichtsbehörde "........jemand Anoymes packt aus.....

Ja ich bin in einer Behörde beschäftigt; und ja, in dieser Behörde
befindet sich eine Abteilung welche die Durchführung des
Schornsteinfegerhandwerkergesetz beaufsichtigt und überwacht.

Aber ich bin NICHT !! in dieser Abteilung beschäftigt!

Wohl bekomme ich aber trotzdem einiges (manchmal auch vieles) aus dieser Abteilung (sozusagen aus erster Hand) mit.

Das Beschwerden, Eingaben, Widersprüche usw. gegen Schornsteinfeger, in
aller Regel NICHT !! von den betreffenden Sachbearbeitern der Behörde
bearbeitet werden, sondern den Bezirksschornsteinfegern oder Innungen
zwecks „Stellungnahme“ zugeleitet werden, ist die normale Praxis, bzw.
der normale Wahnsinn, ist „von ganz oben“ nicht nur abgesegnet, sondern
ausdrücklich angeordnet.

Das die „Stellungnahmen“ von Schornsteinfeger oder Innung dann fast
wortwörtlich (oftmals nur um Schreib - und Grammatikfehler bereinigt)
von dem Sachbearbeiter übernommen und als „Bescheidung“ der Behörde an
den betroffenen Kehrgebührenpflichtigen gehen, wurde schon oft vermutet
und absolut zutreffend.

Das Schornsteinfeger „ihre“ Sachbearbeiter in den Ämtern mit Geschenken überschütten würden, ist dagegen ein Märchen.

Die schwarzen Herren „spendieren“ sehr gezielt und ausschließlich an
Entscheidungsträger in oberen Gehaltsstufen und das unverschämt offen
und großzügig.

Man fühlt sich eben sehr sicher, weil der Rückhalt bei Entscheidungsträgern und Politik grenzenlos ist.

Das „Tun und Lassen“ von Schornsteinfegern und ihren Innungen ist
weitestgehend mit fast allen infrage kommenden Stellen abgesprochen
oder wird nachträglich abgesegnet.

Schornsteinfeger und Innungen drängen Ämter und Sachbearbeiter teils
sehr energisch, mit aller Härte gegen aufmüpfige Kehrgebührenpflichtige
vorzugehen.

„Wo kommen wir denn da hin. Wenn wir auch nur einmal, auch nur einen
Hauch nachgeben, dann kommen die doch alle und wir haben ruck zuck die
ganze Meute am Hals und wir können den Laden gleich zumachen“ so ein
Innungsmeister in einem Gespräch mit einem Sachbearbeiter, der einem
Bürger etwas entgegenkommen wollte.

Die Sachbearbeiterposten in den für das Schornsteinfegerwesen
zuständigen Abteilungen, sind in aller Regel sowas wie zwangsbesetzt,
da erstens so gut wie niemand das Unrecht gegen Bürger verantworten
will, zweitens die wenigsten überhaupt etwas mit der
„Heizungs-Putzkolonne“ zu tun haben möchten und drittens, weil keiner
mehr bei dem ganzen Zauber durchblickt.

Selbst bei einfachsten Anfragen von Bürgern wird bzw. muss Schornsteinfeger oder Innung zu Rate gezogen werden.

Was ebenfalls ins Reich der Fabeln gehört, sind die Beschwerden von
Bürgern gegen Schornsteinfeger, die angeblich „wäschekorbweise“ in den
zuständigen Ämtern eingehen sollen.

Wer es einmal gewagt hat, sich gegen einen Schornsteinfeger zu beschweren, wird sich dies bestimmt nicht ein zweites Mal trauen.

Die sofortigen Androhungen von hohen Geldbußen, Zwangsgeldern,
Gebühren, sowie „in Aussicht gestellte“ kostenpflichtige
Zwangsmaßnahmen mit Einsatz von Ordnungskräften und Schlüsseldiensten
usw., verfehlen selten ihre Wirkung.

Diese, fast jeder Bescheidung eingefügten Textbausteine, stammen
übrigens aus der Feder von Schornsteinfegerinnungen und wurden
ebenfalls „von ganz oben“ abgesegnet.

Auch das das Schornsteinfegersystem vorrangig der Erhebung von privaten
Daten oder dem Ausspionieren und Auskundschaften von Objekten und
Personen diene, ist zumindest eine Halbwahrheit, das System dient in
aller erster Linie der Versorgung der Schornsteinfeger.

Das die Herren „nebenberuflich“ heimlich Daten sammeln und diese auch
gegen Entgelt veräußern, ist zwar allgemein bekannt, wird aber
lediglich „toleriert“ und ist nicht beauftragt.

Wie ich von unserem Landrat (der übrigens die schwarze Putzkolonne auch
lieber von hinten als von vorne sieht) zufällig (mit) gehört habe,
hofft die Politik das sich das Heer der deutschen Schornsteinfeger ab
2013 selbst radikal reduziert, um in absehbarer Zeit, begrenzt auf die
tatsächlich vom Markt benötigte Anzahl ganz zu verschwinden.

Und Leute, macht Euch nichts vor, so sehr ich (und die große Mehrzahl
meiner Kollegen!) es euch auch von Herzen gönnen würde, gegen die
mächtigen und immer machthungrigeren Innungen der Schornsteinfeger,
kommt Ihr alleine leider nicht an.

Diese Leute haben Beziehungen bis hinein in die höchsten politischen
Ebenen und rennen sogar der EU in Brüssel die Türen ein, um mit teils
irrwitzigen Vorschlägen und Begründungsversuchen neue Überprüfungen und
Kontrollen durchführen zu dürfen, um Deutschland vor dem Aussterben zu
retten.

Es gibt Ansatzpunkte, wo das Schornsteinfegersystem momentan verwundbar
ist und selbst die mächtigen Innungen in Erklärungsnot geraten:

Erstens, das hoheitliche Messen, dass schon von jeher mit ungeeichten
Gerätschaften durchgeführt wird, was mit dem übergeordneten BimSchG
nicht vereinbar und somit gesetzeswidrig ist.

Zweitens, das überhaupt hoheitliche Tätigkeiten von Personen
durchgeführt werden, die weder Beamte im Sinne des Beamtengesetzes
sind, keinen Amtseid geleistet haben und in ihrer Mehrzahl überhaupt
nicht über die für eine Verbeamtung erforderlichen Voraussetzungen
verfügen, aber trotzdem Sonderrecht genießen, die bis zur
Außerkraftsetzung des Grundgesetzes gehen.

Glauben Sie mir, ab 2013 geht auch ein Aufatmen durch die Amtsstuben und der Rußgestank verschwindet dann ebenfalls.


Alles Klar?

__________________
« Letzte Änderung: 19.02.15, 12:15 von Datko »

Sophia2014

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@ Gerhard: das klingt nach einem Plan! :) Fühle mich verstärkt! Danke!

@ MB500: bestimmt können Sie auch gut Klavier spielen, denn flinke Finger haben Sie schon mal :-)).
 Ich habe bestimmt nicht alles verstanden, aber wohl, dass der Kampf des Einzelnen nutzlos bleiben wird. Für meinen Fall, bin ich schon zufrieden, wenn ich das Gefühl habe,  mich ein wenig verteidigt zu haben. Daher hole ich mir Unterstützung!
Dabei habe ich -als Anonyme- auch von der Innung viel Unterstützung und aufmunternde Worte bekommen, als ich damals auch dort mein Dolenproblem geschildert habe. LG
« Letzte Änderung: 19.02.15, 12:16 von Datko »

XXX

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« Letzte Änderung: 14.07.17, 14:26 von Datko »

MB500

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Ja. in der Tat mit meinen Fähigkeiten auf den 88 Tasten bin ich sehr zufrieden.

Jeder hat hier in diesem Forum andere " Ansprüche " das ist auch gut so. Ich habe über drei Jahre ermittelt um das System im Ganzen zu verstehen insbesondere
mit  diesen vier Komponenten, dem Bezirksschornsteinfeger, das Landratsamt, das Wirtschaftsministerium und der Landes Regierung ( BW ) .

8000 Bezirksschornsteinfeger sind die " Drücker Kolonne " draußen und müssen das Geld erwirtschaften......fast 100% davon sind " Zwangsmitglieder " der Schornsteinfegerinnungen ,die mit Ihren Mitgliedsbeiträgen alle Damen und Herren in den obereren Rängen in diesem Konstrukt  finanzieren......die Aufgabe der Innungen ist in erster Linie die Politik zu überzeugen und vor allem zu beeinflussen, damit genügend " gesetzliche Arbeiten " für den "Außendienst " ( 8000 Bezirksschornsteinfeger ) egal ob diese Sinn machen oder nicht zu beschließen.....der Kreislauf schließt sich somit.....

Es gibt jedoch genügend eindeutige gesetzliche Schiefstände, die inkonsistent sind und nicht durch Argumentationen von Seiten der Entscheidungsträger  "repariert " werden können.....und hier ist vor allem der Kehrbezirk als eindeutige Verwaltungsbehörde zu sehen , dann kippt das Ganze , denn eine Behörde braucht keine Innung.....der ganze Innungsverband darf sich dann beim Arbeitsamt melden.....es ist dann Schluß mit diesem " Sonder Recht " von Adolfs Gnaden aus den 30er Jahren.......


 
« Letzte Änderung: 19.02.15, 12:16 von Datko »

MB500

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und noch was aus internen Kreisen wo jemand die Wahrheit sagt....

Bis vor Kurzem war ich im Bundesministerium für Wirtschaft (und Technologie, und Arbeit, und Energie, etc. etc.) beschäftigt. Dort habe ich inzwischen wegen Mobbing das Beschäftigungsverhältnis aufgegeben. Ihnen ist unzweifelhaft bekannt, das das Schornsteinfegerhandwerksgesetz und die ganzen Regularien in diesem Zusammenhang in diesem Hause angefertigt wurde bzw. wird.
Da ich mich schon damals über den dreisten Schornsteinfeger geärgert hatte, suchte ich das Gespräch mit dem zuständigen Referatsleiter. Dieser hatte mir gewisermassen hausintern zu verstehen gegeben, dass es bei den Prüfungen durch die Schornsteinfeger gar nicht um die Prüfung an sich geht, diese ist bei den neueren Anlagen eh sinnlos.
Vielmehr ginge es im Wesentlich darum, junge Schornsteinfeger zu beschäftigen die in die Rentenkasse der Schornsteinfeger einzahlen, um verrenteten Schornsteinfegern die Rente auszahlen zu können. Würde man diese Schornsteinfegerprüfungen abschaffen, dann müssten die Rentenansprüche aus dem Bundeshaushalt beglichen werden. Das dies nicht auf Freude beim Bundesminister für Finanzen treffen dürfte, ist sicherlich klar.

« Letzte Änderung: 19.02.15, 12:16 von Datko »

Sophia2014

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Hallo HM, vielen Dank für den 2. Link. Genau den hatte ich noch vermisst. Das war auch meine Vermutung, dass er da alle Register gezogen hat. Und darf er das???

L.G.
« Letzte Änderung: 19.02.15, 12:17 von Datko »

gerhardl49

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...
Schlimm ist auch, dass er nun schriftlich doch 3 Sachen zu bemängeln hat: 1) die Tapete muss entfernt werden 2) der Schornsteinkopf saniert werden 3) der Laufgitter auf dem Dach fehlt.
Anscheinend war er zu Feige, um mir die Mängel persönlich mitzuteilen.
...
Welche rechtliche Begründung hat er für diese 3 Mängel angegen?

Tapete: Wo soll die Tapete entfernt werden?
Schornsteinkopf: Was soll saniert werden?
Laufgitter: gibt es keinen sicheren Stand auf dem Dach am Schornstein?
« Letzte Änderung: 19.02.15, 12:17 von Datko »

Sophia2014

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1) Die Tapeten der Wand sind zu dicht am Abgasrohr. Es ist ein Mindestabstand von 20 cm herzustellen
2) Um eine ordnungsgemäße Reinigung der Schornsteine gem. der KÜO durchführen zu können, sind auf dem Dach Laufgitter und Standroste nach den geltenden Unfallverhütungsvorschriften anzubringen.  (Es ist ein altes Haus. Da war mal EINE Stufe. Sie fehlt nun).
3) Schornsteinkopf. Entweder komplett runter, oder neu verfugen. Wir haben schon eine Firma beauftragt für das Neuverfugen. Aufgrund der Aussentemperatur und Stürme wurde der Termine einmal verschoben. Das habe ich auch an dem Tag dem Schorni mitgeteilt. Ich hoffe, er wird sich mit dem Neuverfugen zufrieden geben. Da nun ein Edelstahlrohr im Schornstein gezogen worden ist, dachten wir, es könne nicht mehr für eine Abnahme bemängelt werden.

Ich frage mich auch, was er wohl das zweite Mal für die nochmalige Besichtigung kassieren darf.

Ich habe noch eine Frage zu:

Zu 5.3.1.3 steht in der Landesverordnung: "Anmerkung zu lfd. Nr. 5.3.1.3
Als Geschoss zählt sowohl das Geschoss des Aufstellraums als auch jedes begehbare Geschoss des Dachraums, das von der Abgasanlage überbrückt wird.
Habe ich richtig verstanden, dass er dann nicht 4 geschosse (= alle vom Keller bis zum DG) zählen darf, sondern nur Aufstellungsraum + DG? 

Zu KÜO 2.3. Er kam auf 21m und ich versuche zu verstehen wie. Es ist im Haus doch noch einen zweiten Schornstein, der aber NIE und NIEMALS weder erwähnt noch besichtigt, noch irgendwie jemals eine Rolle gespielt hat. Darf er ihn dazu zählen?

L.G.
« Letzte Änderung: 19.02.15, 12:17 von Datko »

gerhardl49

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1) Die Tapeten der Wand sind zu dicht am Abgasrohr. Es ist ein Mindestabstand von 20 cm herzustellen
...
Ich frage mich auch, was er wohl das zweite Mal für die nochmalige Besichtigung kassieren darf.

Ich habe noch eine Frage zu:

Zu 5.3.1.3 steht in der Landesverordnung: "Anmerkung zu lfd. Nr. 5.3.1.3
Als Geschoss zählt sowohl das Geschoss des Aufstellraums als auch jedes begehbare Geschoss des Dachraums, das von der Abgasanlage überbrückt wird.
Habe ich richtig verstanden, dass er dann nicht 4 geschosse (= alle vom Keller bis zum DG) zählen darf, sondern nur Aufstellungsraum + DG? 

Zu KÜO 2.3. Er kam auf 21m und ich versuche zu verstehen wie. Es ist im Haus doch noch einen zweiten Schornstein, der aber NIE und NIEMALS weder erwähnt noch besichtigt, noch irgendwie jemals eine Rolle gespielt hat. Darf er ihn dazu zählen?

L.G.
Das ist aus meiner Sicht nicht erforderlich. Die rechtliche Grundlage dafür soll er mal konkret benennen. Bei meinem Kaminofen und auch bei sonstigen Anschlüssen von Ofenrohren and den Schornstein habe ich noch nie gesehen, dass die Tapete immer mindestens 20cm entfernt war. Wenn das weiterhin verlangt wird, sollte mal die Bauaufsicht dazu Stellung beziehen.

Die Kosten für die erneute Besichtigung richten sich nach der Landesverordnung. Da muss man warten, was er berechnet.

Als Geschoss zählen der Aufstellungsraum der Feuerstätte und jedes weitere Geschoss. Das bedeutet, Sie haben insgesamt 4 Geschosse, die er auch berechnen darf.

Wenn am 2. Schornstein keine Feuerstätte angeschlossen ist und auch keine Vorbereitung für den sofortigen Anschluss bestehen, besteht m.E. keine Relevanz für den bBSF. Man muss allerdings erst einmal Wissen, ob er diesen "Schornstein" in seine Rechnung einbezogen hat. Es bleibt nur, den bBSF zu fragen, wie er auf 21m kommt. Den 2. unbenutzten Schornstein würde ich ggf. zu einem Schacht für eine eventuelle Verlegung von Anschlüssen für eine geplante Solar-/Photovoltaikanlage deklarieren.



Sophia2014

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Hallo meine Herren!

Ich war in der Zwischenzeit fleissig und bin nun ein bisschen weiter gekommen. Ich habe viel recherchiert, viel gelernt und auch direkt Kontakt mit der Bauaufsichtsbehörde aufgenommen.

1) zu der Tapete: leider steht in der Landerverordnung 20 cm Abstand zu Bauteilen. Tapeten sind zwar keine Bauteile sondern Baustoffe, aber er meint, es muss wohl eingehalten werden. Da werde ich einfach ein 20 cm Band Rauhfaser-Tapete abreissen und neu streichen.
2) zu den Unfallverhütungsvorschriften: die Nachrüstung des Dachs ist nicht nötig, da wir eine obere Reinigungsöffnung unterhalb 5 m haben.
3) Die Sanierung des Schornsteinkopfes (Neuverfugen) ist schon in Auftrag gegeben worden. Das wusste auch schon der Schorni bei der Abnahme.

Bleibt nur noch den Schorni um einige Punkte der Rechnung anzusprechen.

Die beste Nachricht aber ist: ich darf mir einen anderen Schorni auch für hoheitliche Tätigkeiten aussuchen! (unser Dorf ist eh zweigeteilt), wenn ich ein persönliches Problem mit ihm habe... Juhu! Dann wird er wohl noch einmal kassieren dürfen, um meine schöne Tapete anzuschauen und die neuen Fugen, dann ist für ihn in unserem schönen Haus Schluss.
Wenn es neue Erkenntnisse gibt, melde ich mich wieder.

Vielen Dank an allen für die kostbare Unterstützung!

Sepp

  • Gast
Ich bin der Meinung das Tapeten auf einer Mauerwand als nicht brennbar gelten.
Alles andere macht keinen Sinn.