Autor Thema: Der Bezirksschornsteinfeger hat diese Punkte bemängelt  (Gelesen 5603 mal)

hermann

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Kann ein Bezirksschornsteinfeger verlangen das folgende Dinge einer Gas-Heizungsanlage (Baujahr 2006) getauscht werden müsse:
 
1.Auswechselung einer einwandfreien und Funktionierenden Umwälzpumpe,
2.Auswechselung eines ebenfalls einwandfreien funktionierenden Ausdehnungsgefäßes
3.Austausch einer einwandfreien Angebrachten und bestehende Alu/Mineralwolle Isolierung (dicke der Isolierung 50/65 mm/mm)
 
Der Bezirksschornsteinfeger hat diese Punkte bemängelt bzw. müssen diese teilweise zur Ausführung kommen.
 

HPB

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Da ist der wohl über's Ziel hinausgeschossen. Das kann zwar sein Energieherz höher schlagen lassen - insbesondere bei den Umwälzpumpen wird da oft irrsinnig getauscht - aber es geht ihn nichts an. Zudem hätte er bei einem Mangel die diesbezügliche Vorschrift und die Vorgabe benennen müssen. Das fehlt wohl.

Aber bestimmt würde er das selbst gerne ersetzen.
Wegen dem hier vorherrschenden Meinungsmonopol des Admins bin ich kaum noch aktiv. Anzutreffen auf:
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hermann

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Vielen Dank,für die schnelle Info.
Werde den Mängelbericht nochmal prüfen ob genaueres über "Vorschrift" und "Vorgabe" fehlt!

HPB

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Auf Wunsch des Users XXX gelöscht.
Die EnEV befasst sich dort mit Anlagen, die vor 1978 bzw vor 1985 in Betrieb genommen wurden. Die des Threaderöffners ist aus 2006.

Das ganze riecht nach übler Kehrerabzocke! Bin auf die Rechtsgrundlage gespannt.
« Letzte Änderung: 08.07.17, 08:43 von Datko »
Wegen dem hier vorherrschenden Meinungsmonopol des Admins bin ich kaum noch aktiv. Anzutreffen auf:
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HPB

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Ich lese das nicht so. Hier der §10 http://www.gesetze-im-internet.de/enev_2007/__10.html

Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung - EnEV)
§ 10 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden
(1) Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nicht mehr betreiben. Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, ab 2015 nicht mehr betreiben. Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und nach dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nach Ablauf von 30 Jahren nicht mehr betreiben. Die Sätze 1 bis 3 sind nicht anzuwenden, wenn die vorhandenen Heizkessel Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sind, sowie auf heizungstechnische Anlagen, deren Nennleistung weniger als vier Kilowatt oder mehr als 400 Kilowatt beträgt, und auf Heizkessel nach § 13 Absatz 3 Nummer 2 bis 4.
(2) Eigentümer von Gebäuden müssen dafür sorgen, dass bei heizungstechnischen Anlagen bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, nach Anlage 5 zur Begrenzung der Wärmeabgabe gedämmt sind.
(3) Eigentümer von Wohngebäuden sowie von Nichtwohngebäuden, die nach ihrer Zweckbestimmung jährlich mindestens vier Monate und auf Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, müssen dafür sorgen, dass zugängliche Decken beheizter Räume zum unbeheizten Dachraum (oberste Geschossdecken), die nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 : 2013-02 erfüllen, nach dem 31. Dezember 2015 so gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der obersten Geschossdecke 0,24 Watt/(m2·K) nicht überschreitet. Die Pflicht nach Satz 1 gilt als erfüllt, wenn anstelle der obersten Geschossdecke das darüberliegende Dach entsprechend gedämmt ist oder den Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 : 2013-02 genügt. Bei Maßnahmen zur Dämmung nach den Sätzen 1 und 2 in Deckenzwischenräumen oder Sparrenzwischenräumen ist Anlage 3 Nummer 4 Satz 4 und 6 entsprechend anzuwenden.
(4) Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, sind die Pflichten nach den Absätzen 1 bis 3 erst im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 1. Februar 2002 von dem neuen Eigentümer zu erfüllen. Die Frist zur Pflichterfüllung beträgt zwei Jahre ab dem ersten Eigentumsübergang.
(5) Die Absätze 2 bis 4 sind nicht anzuwenden, soweit die für die Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können.

Da steht nichts von grundsätzlich jeder, sondern ganz im Gegenteil, wer das Haus selbst bewohnt ist von den Maßnahmen freigestellt.

Habe ich mich da verlesen oder kennen Sie einen anderen Text?
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HPB

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Sorry und nochmal zum mitverstehen. Baujahr 2006 steht da und das ist nicht älter als 30 Jahre. Das kann nicht falsch verstanden werden, egal ob EFH oder MFH. Und die Wasserpumpe und den Wasserbehälter geht den Kehrer 0,0 an. Egal ob Sie glauben da noch etwas hineinzuinterpretieren. Aber ich werde darauf nicht nochmal eingehen.
« Letzte Änderung: 08.03.16, 20:08 von HPB »
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wasserrenner

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Bitte mal hier https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/k_o/gesamt.pdf auf Seite 14 unter Punkt 3 lesen.
Ich denke das ist eindeutig.Leider bekommt der Schorni immer mehr Einnahmequellen zugewiesen,als abgebaut werden.