Autor Thema: Extrem hohe Rechnung von Bezirksschornsteinfeger  (Gelesen 2027 mal)

Thomas Vogt

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Hallo an alle Leidtragenden,

Bei mir war die Feuerstättenschau mit Messung der Festbrennstoffheizung 20 kW zwar 40 Minuten erledigt.
40 Minuten ohne Stress und dem Azubi noch erklären, was zu machen ist.
Die Messung ist eh überflüssig, da der Heizungsmonteur 2 Monate vorher da war und die Heizung eingestellt und
gemessen hat.
Die Rechnung des Schornsteinfegermeisters hat mich dann doch geschockt.
Für die lockeren 40 Minuten sind 159,46 Euro fällig.
Das ist eigentlich nur noch Gebühreneintreiberei, sonst nichts.

Viele Grüße

Thomas Vogt

Datko

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Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
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Re: Extrem hohe Rechnung von Bezirksschornsteinfeger
« Antwort #2 am: 25.11.13, 19:07 »
Bei mir war die Feuerstättenschau mit Messung der Festbrennstoffheizung ...
Die Messung ist eh überflüssig, da der Heizungsmonteur 2 Monate vorher da war und die Heizung eingestellt und gemessen hat.
Die Rechnung des Schornsteinfegermeisters hat mich dann doch geschockt.
Für die lockeren 40 Minuten sind 159,46 Euro fällig.
Das ist eigentlich nur noch Gebühreneintreiberei, sonst nichts.

Hier wurde wohl nicht nur die FEUERSTÄTTENSCHAU durchgeführt. Denn bei dieser wird nur GESCHAUT und nichts GEMESSEN.

In den 40 Minuten erfolgte somit eine KOMBINIERTE Tätigkeit des HOHEITLICHEN "bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers" (per KÜO gebundene GEBÜHREN) und Wartungs- und Kontrollarbeiten eines GEWERBLICHEN Schornsteinfegerbetriebs.

Man sollte hier auf ZWEI GETRENNTE RECHNUNGEN bestehen.
Die HOHEITLICHE Rechnung kann anhand der Anlage 3 zur KÜO auf Richtigkeit geprüft werden. Ob auf diese VERWALTUNGSGEBÜHREN Umsatzsteuer aufgeschlagen werden darf, muss bezweifelt werden. Daher Betrag zumindest UNTER VORBEHALT zahlen.

Die Zeit, die bereits für hoheitliche Tätigkeiten berechnet wurde, darf dann natürlich NICHT mehr in der HANDWERKLICHEN Rechnung auftauchen. Würde man bei insgesamt 40 Minuten z.B. auch nur 10 Min. für die AMTSHANDLUNGEN abziehen, verblieben 30 Minuten = 1/2 Std. Angelehnt an die 0,8 AW/Min. der KÜO für "sonstige Arbeiten" würde die einer Vergütung von rund 30,- Euro BRUTTO entsprechen.

Aber selbst wenn man sich nicht auf eine Vergütung nach TATSÄCHLICHER Arbeitszeit einigen kann, sollte man auf keinen Fall höhere Preise als 2012 akzeptieren, wenn nicht VOR der Aufragserteilung über ggf. GESTIEGENE PREISE INFORMIERT wurde. Nach TREU UND GLAUBEN darf sich der Kunde darauf verlassen, dass sich die Preise nicht geändert haben, wenn ihm der selbe Handwerker wie im Vorjahr eine Leistung erbringt und KEINE PREISE nennt und KEINE PREISLISTE vorgelegt hat.

Wenn sich niemand gegen die PHANTASIE-PREISE der Schornsteinfeger wehrt, werden diese eher noch dreister zuschlagen, statt endlich auf ein im HANDWERK übliches Niveau zu kommen.
« Letzte Änderung: 25.11.13, 19:11 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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