Autor Thema: Hohe Schornsteinfeger Rechnung gerechtfertigt ?  (Gelesen 1771 mal)

Joerg

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[img]Hallo zusammen,

ich bin mit meiner Familie im Oktober 2013 in ein komplett Grundsaniertes Haus eingezogen. Mann kann eigentlich von einem Neubau sprechen. Die Feuerstellen wurden auch neu gebaut und mussten abgenommen werden.

Im Jahr 2014 habe ich daher im April 107 Euro und im Bovember 33 Euro an den Schornsteinfeger überwiesen,
das war Gefühlsmaäßig angemessen.

Jetzt kam der Schornsteinfeger vor 2 Wochen nochmals angekündigt vorbei (wo mich das vorabschreiben mit der Feuerbeschau 2 mal in sieben Jahren etwas verwunderte, da wir ja noch keine 3,5 Jahre in dem Jaud wohnen).

Die Rechnung beläuft sich auf 188 Euro für einen Innenkamin, einen Aussenkamin und eine Gasheizung. Der Schornsteinfeger war ca 15 Minuten da.
Das machte mich so stutzig, dass ich mich im Internet mal schlau machen wollte was so was kosten darf und dann bin ich hier gelandet.

Kann diese Rechnung gerechtfertigt sein ?
Falls nein sollte ich besser zahlen und zukünftig jemand anders suchen oder wie sollte ich mich am sinnvollsten Verhalten ?

Vielen Dank für eine Antwort.

Gruß

Jörg


« Letzte Änderung: 24.03.15, 16:20 von Datko »

TWMueller

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Re: Hohe Schornsteinfeger Rechnung gerechtfertigt ?
« Antwort #1 am: 24.03.15, 21:00 »
Die Rechnung sollte so NICHT akzeptiert werden.

Fordern Sie zunächst die Ausstellung ZWEIER GETRENNTER Rechnungen an:

1. Die GEBÜHREN-RECHNUNG des "Bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers"
Hier handelt es sich um eine (Bezirks-)BEHÖRDE mit der Firmierung:
"Der Bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger des Bezirks Musterstadt 3"
Diese Rechnung umfasst alle HOHEITLICHEN Tätigkeiten (Feuerstättenschau, Erlass des Feuerstättenbescheids).
Die Positionen müssen der Anlage 3 zur KÜO entsprechen.
Im Streitfall wäre das VERWALTUNGS-Recht anwendbar, offene Forderungen könnten (nach nochmaliger Feststellung durch die "zuständie Behörde" (Stadt / Kreis) im Wege des VERWALTUNGS-Vollstreckungs-Verfahrens beigetrieben werden.

2. Die RECHNUNG des HANDWERKLICHEN Schornsteinfegerbetriebs
Hier geht es um eine ZIVILRECHTLICHE Forderung. Der Briefkopf wäre z.B.:
"Karl Kehrer, Schornsteinfegermeister"
War VOR einer Auftragserteilung / stillschweigenden Ausführung KEIN Preis vereinbart, so gilt nach BGB der "MARKTÜBLICHE" Preis.
Fordern Sie die PREISLISTE nach PAngV (Preisangabe-Verordnung) an.
Zahlen Sie NICHT nach "AW" (Arbeitswerten) wenn Ihnen NICHT VORHER eine entsprechende PREISLISTE vorlag.
Runden Sie die TATSÄCHLICHE Arbeitszeit z.B. auf "angefangene halbe Stunden" auf und zahlen Sie ausgehend von einem STUNDENSATZ von rund 65,- Euro pro Std. BRUTTO (inkl. USt) ggf. einen angemessenen ABSCHLAG.
Wenn der HANDWERKER dann mehr will, muss er ZIVILRECHTLICH ggf. vor dem AMTSGERICHT klagen.
Vor Gericht muss der Schornsteinfeger dann jedoch seine PREISLISTE vorlegen oder die VEREINBARUNG eines Preises belegen.

Hilfsweise können Sie sich auf die PREISE des VORJAHRES berufen.
Wurde nämlich KEINE PREISERHÖHUNG mitgeteilt, kann der Kunde nach dem Grundsatz von TREU UND GLAUBEN darauf vertrauen, dass sich die Konditionen NICHT VERSCHLECHTERT haben.

P.S.
"FAHRTKOSTEN" für die HANDWERKLICHEN Tätigkeiten sollten im konkreten Fall AUF KEINEN FALL bezahlt werden. Der Schornsteinfeger war zur Durchführung der FEUERSTÄTTENSCHAU ja bereits im Haus. Er hatte folglich KEINE ANFAHRT !
« Letzte Änderung: 24.03.15, 21:20 von Datko »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

Tel.: (06134) 564620
Mail: AKTUELL BITTE  KEINE MAILS
FORUM: http://sfr-reform.carookee.com/
Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt.

XXX

  • Gast
Re: Hohe Schornsteinfeger Rechnung gerechtfertigt ?
« Antwort #2 am: 25.03.15, 09:19 »
Auf Wunsch des Users XXX gelöscht.
« Letzte Änderung: 14.07.17, 14:18 von Datko »