Autor Thema: unverschämte Schornsteinfegerrechnung nebst Bescheiden  (Gelesen 5293 mal)

Harald Dürr

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Habe heute die neue Abrechnung meines Bezirksschornsteinfegermeisters erhalten und bin schier hinten über gekippt.

Es ist einfach ungeheuerlich was sich diese Burschen erlauben. Waren die Kosten bisher schon hoch, so ist das was ich heute bekommen habe, einfach ein Unverschämtheit, ja sogar eine riesen Sauerei.

Soll ich doch für eine Grundüberprüfung, Schornstein kehren, Holzfeuchte an meinem im Garten gelagerten Brennholz, Überprüfung der Festbrennstoff Feuerungsanlagen und Beratung des Betreibers satte 108,90 € berappen.

Für mich ist jetzt das Maß voll und ich werde alles in meiner Macht liegende unternehmen um gegen diesen Unsinn rechtlich und mit zivilem Ungehorsam vorgehen.

Man muß sich nur einmal vorstellen wie der letzte Besuch des Rußonkels von statten ging.

Kommt in mein Haus und benimmt sich als ob nicht ich sondern er der Eigentümer wäre.

Erteilt mir absolut unsinnige Auflagen hinsichtlich meiner drei Kaminöfen, owohl ich als Hochbautechniker mindest die gleichen wenn nicht sogar besseren Kenntnisse hinsichtlich des baulichen Brandschutzes habe.

Dazu nur ein Beispiel. Durch meinen Hobbyraum läuft ein Abgasrohr unter der Betondecke mit 15 cm Abstand zur Wand (KSV-Steine) und 25 cm zur Decke. Dahinter kreuzt das Abgasrohr eine Nym-Leitung zur Raumbeleuchtung.

Weil ich mich wegen diesem und weiterer Punkte (angeblich zu geringem Abstand eines Kaminofens zur dahinter liegenden Betonwand) zur Wehr setzte, hatte ich schon Besuch vom Baurechtsamt mit der Androhung von Ersatzvornahme.
Deshalb mußte ich für viel Euro eine Brandschutzverkleidung über der leitung anbringen lassen. Jeder der das jetzt sieht lacht sich halb tot inklusive der bauausführenden Firma.

Und der Gipfel beim letzten Besuch. Latscht doch der Volltrottel einfach durch meinen Garten und beginnt an meinem Brennholz die Baufeuchte zu messen >:(. Was muß man noch alles hinnehmen. In meinen Augen grenzt das schon an Bolschewismusierung.

Ich habe im deshalb heute einen richtig scharfen Brief (und das meine ich wirklich so) geschrieben und den Burschen abgebürstet sowie Widerspruch gegen seinen Bescheid eingelegt. Ferner habe ich Ihn aufgefordert seinen Besuch in Zukunft schriftlich anzuzeigen, so daß ich einen Zeugen zu seinen Verrichtungen hinzu ziehen kann.

Am Wochenende werde ich mich zusätzlich noch bei der Schornsteinfeger-Innung beschweren und alle nicht gesetzlich an Ihn delegierten Leistungen frei vergeben. Des Weiteren werde ich auch alle meine Nachbarn über diese Vorgehensweise in Kenntnis setzen.

Mal sehen was passiert.

Mit vielen Grüßen von einem grundlich des Feierabends verdorbenen Rußonkelgeschädigten Hausbesitzers.


MB500

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Hallo Harald Dürr

In welchem Bundesland bist Du ansässig. ? Falls Baden Württemberg dann bitte Rückmeldung geben. Wäre wichtig in Bezug auf den Feuerstättenbescheid.

Gruß
MB 500SL

Harald Dürr

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Ja in Baden-Württemberg. Genauer in Schwaikheim bei Winnenden.

Datko

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Am Wochenende werde ich mich zusätzlich noch bei der Schornsteinfeger-Innung beschweren und alle nicht gesetzlich an Ihn delegierten Leistungen frei vergeben. Des Weiteren werde ich auch alle meine Nachbarn über diese Vorgehensweise in Kenntnis setzen.

Mal sehen was passiert.

Mit vielen Grüßen von einem gründlich des Feierabends verdorbenen Rußonkelgeschädigten Hausbesitzers.

Hier weitere Gegenmassnahmen: http://www.kontra-schornsteinfeger.de/schornsteinfeger-gegenmassnahmen.html

- Wichtig wäre ein Brief an Ihre Lokalzeitung!
- Schön wäre es auch, wenn sich Nachbarn gemeinsam gegen die Ausbeutung wehren!
- Wichtig ist dauerhafter Widerstand

« Letzte Änderung: 30.11.12, 05:31 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
Forum : www.kontra-schornsteinfeger.de

MB500

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Hallo Harald

Mitteilung an Dich persönlich habe ich hier im Forum geschickt.
kannst gerne antworten

Gruß
MB500SL aus BW



TWMueller

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Da hat der Bezirks-FÜRST ja wohl noch mal richtig zugelangt. Und das zumindest teilweise (Holzfeuchtemesssung / Beratung) ohne jeden AUFTRAG).

Immerhin wäre (die Rechtmäßigkeit mal angenommen) für die Beratung nach BImSchVO noch Zeit bis Ende 2014. Man hätte somit auch in den Folgejahren noch in Ruhe einen freundlichen und billigeren Anbieter finden können.

Zumindest diese Positionen würde ich daher aus der Rechnung streichen.
KEIN Auftrag - KEINE Rechnung.
Zur Sicherheit Rechnung wegen ARGLISTIGER Täuschung (Vorgaukeln, dass die Leistung JETZT und NUR vom Bezirksschornsteinfeger erbracht werden kann) ANFECHTEN.

Ab 2013 wird es dann wohl eine Selbstverständlichkeit sein, einen BEZIRKS-FREIEN, freundlichen und preisgünstigen ANDEREN Schornsteinfeger zu beauftragen.

Der "bevollmächtigte Bezirks-Schornsteinfeger" dürfte sich dann frühestens zur nächsten anstehenden FEUERSTÄTTENSCHAU wieder blicken lassen. Aber so lange wird der Möchtegern-Behörden-Status der Bezirksaufseher sicher nicht mehr durchhalten.
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

Tel.: (06134) 564620
Mail: AKTUELL BITTE  KEINE MAILS
FORUM: http://sfr-reform.carookee.com/
Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt.

Kaminkehrer-Zahler

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 Ferner habe ich Ihn aufgefordert seinen Besuch in Zukunft schriftlich anzuzeigen, so daß ich einen Zeugen zu seinen Verrichtungen hinzu ziehen kann.


Ich organisierte zuletzt vorsorglich ebenfalls, daß beim Kaminkehrer-Termin ein Zeuge mit dabei ist. In Zukunft dann auch bei der "Feuerstättenschau"; da wird dann eben gemeinsam "geschaut".  :o   Und wenn er sich sachlich benimmt, dann wird er damit auch kein Problem haben. Und vielleicht wird (durch Zeugen) manch einer erst dazu "ermuntert", sich sachlich zu benehmen?

Das ändert natürlich nichts daran, daß der Kaminkehrer-Beruf mitsamt seinen unverschämt hohen Kosten bei den meisten Öl- und Gas-Heizungen technisch längst überholt und damit eine bloße Abkassierer-Marotte ist, - und das wissen wohl auch diejenigen Kaminkehrer, die wirklich ein technisches Grundwissen dieser Heizungen (und nicht nur der Abgasrohre) haben, auch ganz genau.
Bei den Festbrennstoff-Heizungen sollten mal von sachkundiger neutraler Seite die Kehr-Intervalle überprüft werden, ebenfalls zusätzliche "Leistungen" wie z.B. Holzfeuchte-Messungen, die doch jeder selbst mit entsprechendem Gerät vornehmen kann, und zwar immer zur richtigen Zeit innerhalb der Heizperiode. Ganz zu schweigen von der generell zweifelhaften regelmäßigen Notwendigkeit der Feuerstätten"schau".