Umfrage

69,95 Eu. für den Schorni im Jahr -ohne Abgasmessung-

das ist überzogen
1 (100%)
das ist ungerecht
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 1

Autor Thema: Vom Schorni abgezockt  (Gelesen 4721 mal)

schorni-zonk

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Vom Schorni abgezockt
« am: 06.08.12, 15:14 »
Es handelt sich um eine Ölheizung.

-2009 gleich nach Einzug kam der Schorni, volzog eine Abgasmessung, Kehrung Besichtigung usw. 59Eu. damals, O.K.
-2010 wurde nur besichtigt, gekehrt, ohne Messung, alles O.K.  49 Eu.
-2011 wurde wieder gemessen und besichtigt, gekehrt, 59 Eu. ich sagte noch O.K.
- 2012 als er wieder kam, vollführte er erneut eine Messung obwohl aus meiner Sicht nicht nötig die Rechnung kam diesmal per Post.
-Kehrgebühren   3,30
-Abgasweggebühren 34,90
-Feuerstättenschaugebühren 20,00
 + 19% MwSt                                              69,95 eu.
ich bin sauer, warum wieder eine Abgasmessung mit Protokoll ??
--Einen Feuerstättenbescheid hat er auch gesand in dem ganz klar steht was jährlich und nur alle 2 Jahre getan werden muss.
-- Wie so erstellt er seine rechnung nicht genau nach dieser Feuerstättenbescheinigung?? habe Einspruch gegen seine rechnung erhoben und "mit vorbehalt" überwiesen...
Habe noch einege Fragen zum Bezug zwischen Schorni und Heizi  aber, in einem anderen Beitrag.

Wolfgang

Datko

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Re: Vom Schorni abgezockt
« Antwort #1 am: 06.08.12, 18:06 »
Leider wehren sich zu wenige Bürger gegen die Abzocke:
- Haben Sie ein Zeitungsabo?
- Sind Sie Stammwähler einer bestimmten Partei?
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
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    • Bei moderner Heiztechnik sind Schornsteinfeger/Kaminkehrer überflüssig; Schornsteinfeger-Kosten oft nutzlos und teuer
Re: Vom Schorni abgezockt
« Antwort #2 am: 07.08.12, 17:50 »
Wenn Sie (zusätzlich zum obigen Hinweis) noch einen weiteren kurzen Hinweis dazu auf den Beitrag von Herrn Müller erlauben, denn ich glaube, dort ist schon sehr viel wichtiges dazu gesagt:
www.kontra-schornsteinfeger.de/forum/schornsteinfeger-monopol/abzocke-genau-so-in-Sachsen-mit-dem-Schornsteinfegermonopol/msg989/#msg989
Bei moderner Heiztechnik sind Kaminkehrer/Schornsteinfeger überflüssig. Einschränkungen des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung sind deshalb nicht mehr zulässig. Die betreffenden gesetzlichen Vorschriften sollten grundlegend entrümpelt und an die technische Entwicklung angepasst werden!

schorni-zonk

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Re: Vom Schorni abgezockt
« Antwort #3 am: 09.05.13, 11:14 »
Wenn Sie (zusätzlich zum obigen Hinweis) noch einen weiteren kurzen Hinweis dazu auf den Beitrag von Herrn Müller erlauben, denn ich glaube, dort ist schon sehr viel wichtiges dazu gesagt:
www.kontra-schornsteinfeger.de/forum/schornsteinfeger-monopol/abzocke-genau-so-in-Sachsen-mit-dem-Schornsteinfegermonopol/msg989/#msg989
Grundsätzlich bin ich kein Wähler einer bestimmten Partei.. eine jedoch, läuft mir neulich, persönlich grundsätzlich gegen den Strich, seit Herr Genscher nicht mehr dort aktiv ist..
- Diese minimanl-Partei sollte überhaupt aus einem demokratischen Wählersystem verschwinden....

Wolfgang

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Administrator: Joachim Datko : Schrift von mir verkleinert:
Wolfgang, es würde mich freuen, wenn Sie einen entsprechenden Beitrag im Forum www.Monopole.de setzen würden, weil der Beitrag weit über die Abzocke durch die Schornsteinfeger hinausgeht.


Genau jetzt, fällt mir noch ein Problem ein, das ich für sehr wichtig halte, das in Deutschland "nicht real"
begutachtet wird..
- Wenn ein Jugentlicher sich dafür entscheidet und sich die Waffen seines Vaters greift und in der Schule Lehrer und Mitschüller zu Tode schiesst, dann ist man in Deutschland einfach der Meinung, der Jugentliche sei verkehrt erzogen worden und "das stimmt" grundsätzlich auch..
-Eine Frage wird dabei nicht gestellt..oder nicht beantwortet.. wie so?.
Meine Meinung ist, das steht eng in Zusammenhang mit der "Hordenbildung", oder "Gangbildung" unter den Jugentlichen und "wer sich nicht aktiv einbinden lässt" ist ausgeschlossen, wird gemobbt, gerät ins Abseits...
- Ich kann nicht anders, als diese Realitäten als "Gangwirtschaft", "Mafiastrukuren" oder "Vetternwirtschaft", und "das in Deutschland übliche "  geklüngel, Nepotismus führt auch nur dazu, dass sich "antagonistische" Kampfgrupen bilden, die sich gegen die Spaltung der Gesellschaft einsetzen und dabei auf "Rechtsgültigkeit" ihrer Handlungen verzichten...
-Die Frage ist, wohinn wird das letztendlich führen....
Dass dieser geselschaftliche Aspekt in Deutschland verharmlost wird, ist genau im Interesse der "Gruppen", die davon profitieren...
« Letzte Änderung: 09.05.13, 14:41 von Datko »

Mürrischer Mieter

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Re: Vom Schorni abgezockt
« Antwort #5 am: 09.05.13, 14:02 »
habe Einspruch gegen seine rechnung erhoben und "mit vorbehalt" überwiesen...

Warum beschweren Sie sich über Abzocke, wenn Sie dieser selbst Vorschub leisten? Sind Sie so obrigkeitshörig, daß Sie "Rechnungen" von jedem A**** und an jeden D*** vorbehaltlos überweisen?

Mit solchen Aktionen leiten Sie Wasser auf die Mühlen der Schornsteinfeger.

Über Ihr Verhalten kann ich mich nur wundern :(
Mit freundlichem Gruß

MM

TWMueller

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Von der SF-Rechnung zur Soziologie
« Antwort #6 am: 09.05.13, 21:27 »
Hier haben sich ja mittlerweile unter EINEM Thread gleich mindestens DREI THEMEN gebildet:
1. Die Schornsteinfeger-Rechnung
2. Politik und Parteien
3. Soziologische Entwicklungen

Ich will zu allen Themen einige Anmerkungen machen. Jedoch gerade 2. und 3. sollten besser als EIGENES THEMA ggf. neu eröffnet werden. Neue Besucher dieses Forums orientieren sich an den Überschriften. Wenn diese dann jedoch nicht zu der Entwicklung der Diskussion paßt, werden ggf. interessante Beiräge zu selten gefunden, gelesen, überdacht und beantwortet.

Zu 1.
Im Prinzip kann ja JEDER Hausbesitzer seit diesem Jahr den Schornsteinfeger für die HANDWERKLICHEN Arbeiten FREI beaufragen. Im Prinzip, weil nach mehr als 75 Jahren MONOPOL so etwas wie ein "Markt" gar nicht so schnell aufkommen kann. Von Flensburg bis Garmisch haben Bürger Probleme, einen ALTERNATIVEN Anbieter von Schornsteinfegerarbeiten zu finden. Die Bezirkshäuptlinge mauern zudem und viele Bürger sind schlicht zu bequem, aus dem Terminzettel-System auszubrechen. Es wird somit wohl noch einige Zeit brauchen, bis sich nach und nach eine wirkliche WAHL-Möglichkeit ergibt. Dann werden auch die PREISE, vor Allem jedoch die ABRECHNUNGS-METHODEN unter Druck geraten.

Aktuell kann man nur immer wieder daran erinnern, dass es seit dem 01.01.2013 KEINE PREISBINDUNG mehr im Bereich der HANDWERKLICHEN Schornsteinfegerarbeiten gibt. Dies hat auch zur Folge, dass die HANDWERKER-Rechnungen NICHT mehr über die "Behörde" im Wege des Verwaltungsvollstreckungsverfahrens beigetrieben werden können. Der Feger muss nunmehr seine Rechnung genau so einklagen, wie dies jeder andere Handwerker auch muss.

Da die Wahlmöglichkei jedoch erst kurz besteht, gibt es schlicht noch keine Referenz-URTEILE, was von den AMTSGERICHTEN akzeptiert wird und wo Kritikpunkte ggf. zur Senkung einer Forderung oder gar zu deren völligen Stornierung führen.

Man kann sich jedoch etwas am BGB und der (alten) KÜO orientieren. Ist kein Preis VEREINBART, gilt ein MARKTÜBLICHER Preis als anwendbar. Geht man von den 0,8 AW/Min netto aus, die in der KÜO für "sonstige Arbeiten" angeführt werden, ergibt sich ein BRUTTO-Sundensatz von rund 60,- Euro. Jetzt kann man die TATSÄCHLICHE Arbeitszeit plus etwas Zuschlag (für Rüst- und Wegezeiten) mit dem Stundensatz multipizieren (also z.B. 1/2 Std. = 30,- Euro BRUTTO). Je nach Wohnlage noch etwas Fahrtkosten aufschlagen und schon hat man einen ABSCHLAGSWERT, von dem ein AMTSGERICHT wohl nicht viel abweichen dürfte. Wenn der Feger (der ohne vernünftige Preisliste immer noch nach veralteten Arbeiswerten abrechnet) dann MEHR haben will, soll er (auf seine Kosten und sein Risiko) KLAGEN. Erst wenn dann tatsächlich URTEILE von Amtsgerichten ergangen sind, wird sich auch ggf. ein anderer MARKTÜBLICHER Preis bestimmen lassen. Da die Differenz zwischen der o.a. ermittelten ZAHLUNG und einer Forderung des SF relativ gering ist, ist auch das Prozesskosenrisiko überschaubar. Doch JEDER Prozess wird mithelfen, die Abrechnungspraxis auch der Schornsteinfeger an das anzupassen, was sonst im HANDWERK üblich ist.

Zu 2.
Grundsätzlich bin ich kein Wähler einer bestimmten Partei.. eine jedoch, läuft mir neulich, persönlich grundsätzlich gegen den Strich, seit Herr Genscher nicht mehr dort aktiv ist..
- Diese minimanl-Partei sollte überhaupt aus einem demokratischen Wählersystem verschwinden.

Ich kann ganz offen sagen: Zu Zeiten Genschers war ich noch überzeuger FDP-Anhänger. Damals stand das "F" nach für "Freiheit des Menschen". Leider hat sich dies entscheidend gewandelt. Heute wird daraus die "Freiheit des GELDES". Ich käme HEUTE auch nicht im Traum mehr auf die Idee, mit meinem Stift auf dem Wahlzettel auch nur in die Nähe der FDP zu geraten.

Ungeachtet dessen ist die FDP natürlich eine DEMOKRATISCHE Partei. Sie steht meines Verständnisses halt leider mittlerweile als reine LOBBY-Partei der WIRTSCHAFT da. Auch das ist Bestandteil der demokratischen Vielfalt. Man muss sie ja NICHT WÄHLEN.

Ausser den grundsätzlichen Bedenken, spricht für mich jedoch auch die praktische "Arbeit" von z.B. Hr. Rösler (Bundesminister für Wirtschaft und Technologie) dagegen, den Bürgeraufrag länger als nötig zu verlängern. Hr. Rösler ist immerhin CHEF im BMWi, das sowohl für die KÜO (Kehr- und Überprüfungsordnung), als auch für z.B. die PAngV (Preisangabe-Verordnung) verantwortlich ist. Warum dann jedoch das SELBE Ministerium in der PAngV vorschreibt, dass gegenüber ENDVERBRAUCHERN immer BRUTTO-Preise (inkl. Umsatzsteuer) anzugeben sind, sich SELBST jedoch in der KÜO nicht an die EIGENEN Vorgaben hält, wird man mit gesundem Menschenversand wohl nie begreifen.

Und wenn Anfang April 2013 eine Neufassung der KÜO durch das Ministerium von Hr. Rösler veröffentlicht wird, darin jedoch "vergessen" wurde, den § 8 neu zu formulieren und so alle neu gefassten Preise nach Wortlaut des § 8 KÜO bereits  wieder AUSSER KRAFT getreten sind, frage ich mich schon, ob da im Ministerium überhaupt noch EINER gelesen hat, was die Schornsteinfeger-LOBBY zusammenformuliert hat. Hallo, Herr Minister, wofür werden Sie eigentlich bezahlt?

Holen wir uns, wie man es in Italien mal gemacht hat, doch nach der nächsen Wahl lieber ein hübsches Modell in dieses Amt. Sie wird zwar auch nicht mehr tun, ist aber im Fernsehen sicher netter anzuschauen.

Zu 3.
Soziologische Entwicklungen auf nur eine oder wenige Einflussgrößen zu reduzieren, ist praktisch immer FALSCH. 82 Millionen Deutsche bilden ein "chaotisches System", in dem derart viele Einflussfaktoren wirksam sind, dass bestenfalls mit Wahrscheinlichkeiten gearbeitet werden kann. Man kann eben nicht sagen: "Wenn ... dann ..."

Es gibt jedoch (mindestens) zwei Dinge, die man tun kann und die NIE FALSCH sind:
- Man kann ZUHÖREN. Nur wer die Interessen der Menschen kennt und die Motive möglichst vieler Individuen versteht, kann sich ein auch nur halbwegs neutrales Bild formen. ZUHÖREN darf hierbei jedoch nicht fast reflexartig in ein KORRIGIEREN umschlagen. ZUHÖREN bedeutet BEOBACHEN und REGISTRIEREN, NICHT WERTEN!
- Man kann SELBST etwas VORLEBEN. Der Einzelne kann hierbei wohl kaum die Welt verbessern. Aber er kann an EINER Stelle schon mal anfangen. RUHIG zuhören, eigene WERTE erkennen, ZIELE finden, SACHLICH argumentieren und KONSEQUENT und BEHARRLICH in diese Richtung gehen. Das sind die VORBILDER, die dann im Laufe der Zeit ganz automatisch auch auf Andere wirken.

Hier gäbe es jedoch noch viel zu diskutieren. Den GOLDENEN (weil richtigen) Weg wird wohl KEINER aufzeigen können. Weil es im Leben einfach kein RICHTIG oder FALSCH in Reinkultur gibt. Wie sehr würde sich jedoch die Welt bereits verbessern, wenn wir alle vom "Entweder ... Oder ..." zum "SOWOHL ... ALS AUCH ..." finden würden. Niemand käme auf die Idee, dass Donnerstag abend ALLE deutschen Bürger das GLEICHE essen müssten. Es ist doch selbstverständlich, dass wir JEDEM zugestehen, sein Abendessen selbst zusammen zu stellen. Warum können wir so selbstverständliche Erkenntnisse nicht auch in andere Lebensbereiche übertragen?

Hier könnte man jedoch BÜCHER schreiben, ohne wirklich ein Ende finden zu können. Also viel zu viel für einen Beitrag im Rahmen einer Diskussion um die Rechnung eines Schornsteinfegers. Daher, bei Interesse, ggf. ein NEUES THEMA beginnen. Und dort vielleicht für den Anfang auch nur EINEN Konkreten Teilaspekt betrachten. Und vielleicht kommen wir nach einiger Diskussion dann wieder vom ALLGEMEINEN zu Erkenntnissen, die sich auch im Bereich des Schornsteinfeger-SONDER-Rechts anwenden lassen.
« Letzte Änderung: 09.05.13, 21:39 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

Tel.: (06134) 564620
Mail: AKTUELL BITTE  KEINE MAILS
FORUM: http://sfr-reform.carookee.com/
Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt.