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Nachrichten - HPB

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Zumindest meine Intention war kein Rechtsstreit. Allerdings macht es Sinn, sich mit der rechtlichen Situation zu befassen, bevor man Debatten oder Auseinandersetzungen beginnt. In der Rechnung stand keine Silbe von irgendwelchen Arbeitswerten. Wenn Sie sich jetzt auf irgendeine AW-Tabelle beziehen ist das so ähnlich, wie wenn Sie bei der Gehaltsverhandlung mit Ihrem Arbeitgeber erwähnen, dass irgend ein unbeteiligter Dritter mehr verdient, als Sie. Wenn Sie das für zielführend halten, bitte.

Aber die einzig belastbare Komponente ist die Zeitdauer - oder? Mit der können Sie sauber argumentieren.

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Darf ich nicht sagen "50€ Pro gereinigter Regenrinne" ist dies Verboten?
Wer lesen und verstehen kann, ist klar im Vorteil. Jegliche Pauschalpreise sind erlaubt. So stand das auch hier. Sie müssen nur vor Auftragsvergabe klar kommuniziert werden. Idealerweise steht das auf dem Auftragsblatt.

Aber das haben Sie trotz vieler diesbezüglicher Diskussionen noch nicht begriffen. Ich würde Ihnen einen entsprechenden Lehrgang in der Handwerkskammer empfehlen.

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Hallo!

Vielen Dank schon mal für die Rückmeldung!

@HPB:
Natürlich wurde der Kaminkehrer von mir beauftragt.
Einen Preisvergleich wie Sie ihn anführen habe ich in diesem Bereich nicht gemacht. Dieser ist für andere Bereiche zwar selbstverständlich, aber bei dieser Art von Dienstleistung nehme ich von solchen Fragen eher Abstand (es geht ja nicht um Renovierung / Sanierung oder den Kauf einer Waschmaschine).
Da ich nicht in einer Metropole wohne ist zudem die Auswahl an Auftragnehmern gering.
Dass es eine Preisdifferenz von einigen € geben kann ist mir dabei natürlich auch bewusst, aber dass diese in solchem Maß ausfällt, hat mich gelinde gesagt überrascht.
@ zoolander: Das mit dem genauen Hinterfragen kenne ich, denn auch hier im Raum München gibt's praktisch keinen freien Kehrer und meiner ist auch ein Bevollmächtigter - allerdings vom Nachbarbezirk, der direkt neben meinem Grundstück endet.

Zur Preisinfo: Jeder Handwerksbetrieb muss, wenn er nach Zeit und Aufwand arbeitet, dies auch in der Rechnungs so ausweisen. Hier fehlen Stundenangaben und es wurden irgendwelche Pauschalen herangezogen. Wenn die nicht vorher kommuniziert wurden - dazu ist mindestens ein Flyer oder ein von Ihnen unterschriebener Auftrag erforderlich - sind die schlichtweg ungültig. Dann würde im Streitfall der ortsübliche Stundensatz herangezogen, zu erfragen bei der Handwerkskammer. Im hochpreisigen Baden Württemberg ist der mit knapp 60 € am teuersten, in anderen Ländern durchaus niedriger.

Dies ist eine Bringschuld des Kehrers, wenn er das nicht gemacht hat, würde ich ihm unter Vorbehalt entweder den von ihnen vorjährig akzeptierten Betrag anweisen, oder den unter Anwendung des Handwerkskammer Satzes. Allerdings müssen Sie sich selbst fragen, warum sie das nicht hinterfragt haben. Seriöse Großbetriebe, wie z.B. Waschmaschinenservice & Co, nennen diese Bedingungen proaktiv bereits bei telefonischer Auftragsvergabe.

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Nun, die einzige Frage, die sich stellt ist doch die: Haben Sie eine Preisinformation vor Auftragserteilung bekommen oder zumindest vor Arbeitsbeginn? Wenn nicht, dann stellt sich die Frage: Wer hat den Auftrag auf welcher Basis erteilt? Der Kehrer selbst durch sein Erscheinen und dann drauf los gewerkelt?

Die Kehrerreform hat dem Kunden mehr Möglichkeit eingeräumt, aber er muss sie auch nutzen, sonst war die Reform für die Katz.

Jetzt ist es sozusagen zu spät, denn Sie sind nachträglich bei der formalen Ausgestaltung der Auftragsvergabe. Dazu stehen hier schon sehr viele Statements und es gilt das, was für jeden x-beliebigen Handwerker gilt: Angebot>Auftragsvergabe>Leistung>Rechnung>Zahlung

Viel Erfolg

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Sorry und nochmal zum mitverstehen. Baujahr 2006 steht da und das ist nicht älter als 30 Jahre. Das kann nicht falsch verstanden werden, egal ob EFH oder MFH. Und die Wasserpumpe und den Wasserbehälter geht den Kehrer 0,0 an. Egal ob Sie glauben da noch etwas hineinzuinterpretieren. Aber ich werde darauf nicht nochmal eingehen.

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Ich lese das nicht so. Hier der §10 http://www.gesetze-im-internet.de/enev_2007/__10.html

Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung - EnEV)
§ 10 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden
(1) Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nicht mehr betreiben. Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, ab 2015 nicht mehr betreiben. Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und nach dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nach Ablauf von 30 Jahren nicht mehr betreiben. Die Sätze 1 bis 3 sind nicht anzuwenden, wenn die vorhandenen Heizkessel Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sind, sowie auf heizungstechnische Anlagen, deren Nennleistung weniger als vier Kilowatt oder mehr als 400 Kilowatt beträgt, und auf Heizkessel nach § 13 Absatz 3 Nummer 2 bis 4.
(2) Eigentümer von Gebäuden müssen dafür sorgen, dass bei heizungstechnischen Anlagen bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, nach Anlage 5 zur Begrenzung der Wärmeabgabe gedämmt sind.
(3) Eigentümer von Wohngebäuden sowie von Nichtwohngebäuden, die nach ihrer Zweckbestimmung jährlich mindestens vier Monate und auf Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, müssen dafür sorgen, dass zugängliche Decken beheizter Räume zum unbeheizten Dachraum (oberste Geschossdecken), die nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 : 2013-02 erfüllen, nach dem 31. Dezember 2015 so gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der obersten Geschossdecke 0,24 Watt/(m2·K) nicht überschreitet. Die Pflicht nach Satz 1 gilt als erfüllt, wenn anstelle der obersten Geschossdecke das darüberliegende Dach entsprechend gedämmt ist oder den Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 : 2013-02 genügt. Bei Maßnahmen zur Dämmung nach den Sätzen 1 und 2 in Deckenzwischenräumen oder Sparrenzwischenräumen ist Anlage 3 Nummer 4 Satz 4 und 6 entsprechend anzuwenden.
(4) Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, sind die Pflichten nach den Absätzen 1 bis 3 erst im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 1. Februar 2002 von dem neuen Eigentümer zu erfüllen. Die Frist zur Pflichterfüllung beträgt zwei Jahre ab dem ersten Eigentumsübergang.
(5) Die Absätze 2 bis 4 sind nicht anzuwenden, soweit die für die Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können.

Da steht nichts von grundsätzlich jeder, sondern ganz im Gegenteil, wer das Haus selbst bewohnt ist von den Maßnahmen freigestellt.

Habe ich mich da verlesen oder kennen Sie einen anderen Text?

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Auf Wunsch des Users XXX gelöscht.
Die EnEV befasst sich dort mit Anlagen, die vor 1978 bzw vor 1985 in Betrieb genommen wurden. Die des Threaderöffners ist aus 2006.

Das ganze riecht nach übler Kehrerabzocke! Bin auf die Rechtsgrundlage gespannt.

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Da ist der wohl über's Ziel hinausgeschossen. Das kann zwar sein Energieherz höher schlagen lassen - insbesondere bei den Umwälzpumpen wird da oft irrsinnig getauscht - aber es geht ihn nichts an. Zudem hätte er bei einem Mangel die diesbezügliche Vorschrift und die Vorgabe benennen müssen. Das fehlt wohl.

Aber bestimmt würde er das selbst gerne ersetzen.

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Mein Widerrufsrecht habe ich binnen Jahresfrist ausgeübt.

Ich beabsichtige jetzt Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht.

Hallo Manfred,

da geht etwas schief!

1. Verwaltungsgericht. Selbiges ist allenfalls für die hoheitlichen Aufgaben zuständig, wobei die Zieladresse Ihrer Klage ohnehin die untere Aufsichtsbehörde (LRA, Stadtverwaltung etc.) wäre, denn der Kehrer ist nur externer Erfüllungsgehilfe. Der Schuß, dass der Kehrer hier zu spät kam, kann und wird nach hinten los gehen, denn mit Empfang des Feuerstättenbescheids sind nur Sie als Hausbesitzer für die termingerechte Durchführung verantwortlich, so wie die HU beim Auto. Für die handwerklichen Arbeiten interessiert sich das Verwaltungsgericht ohnehin nicht. Ein Anwalt dürfte da aber sofort drüberstolpern.

2. Widerruf. Was haben Sie denn widerrufen? Die Kehrarbeiten, die längst durchgeführt wurden? Da hat Ihnen diese ENERGIEDEPECHE einen Floh ins Ohr gesetzt. Arbeiten, die Sie an der Haustür beauftragen und die sofort erledigt werden, können natürlich nicht rückgändig gemacht werden und Sie müssen diese Leistung bezahlen. Das wird oft mit dem Vertragsabschluss von Lieferungen (Zeitungsabbo, Gefrierkost etc.) oder Leistungsverträgen (Telefon/Strom/Versicherung) verwechselt. Eine Leistung, die auf Ihren Wunsch sofort umgesetzt oder mit deren Bezug begonnen wird, kann - sogar logischerweise - nicht widerrufen werden. Das wäre nur bei einem so geschlossenen Vertrag möglich, der den Kehrer z.B. zur wöchentlichen, monatlichen Kehrung beauftragt. Das ist aber nicht der Fall  und selbst da, würde die "in Anspruch genommene Leistung" gegengerechnet. Sie haben das Angebot des Kehrers angenommen, der hat gekehrt und sie müssen - weil die Preise nicht kommuniziert wurden - das bezahlen, was üblich ist. Irgendwelche Leistungspauschalen gelten da nicht, es werden die Arbeitszeit und die ortüblichen Stundensätze herangezogen.

Hierzu ein Beispiel aus der Praxis: Ein Gartenbaubetrieb schneidet die Äste im benachbarten Garten zurück. Sie finden das eine praktische Sache und lassen auch gleich die Äste Ihrer Bäume zurückschneiden. Aus diesem Auftrag kommen sie nicht mehr raus und müssen bezahlen! Da hilft kein Widerrufsrecht - das wäre auch eher ein versuchter Betrug von Seiten des Verbrauchers.

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Jein. Ich nehme an, dass es in diesem Haus einen (Kamin)Ofen im Wohnbereich gibt. Dann darf, wenn dieser brennt durch den laufenden Dunstabzug kein Unterdruck entstehen.

Grundsätzlich kann das Problem durch eben so einen Schalter gelöst werden. Kostet 20 bis 40 Euro und wird i.d.R. kabellos über einen Funkkontakt gesteuert. Das hat aber den Nachteil, dass ein offenes Küchenfenster den Luftabzug stört.

Oder (das ist wahlfrei durch den Hausbesitzer) durch eine Luftzufuhr im Raum oder Raumverbund, wo der Ofen aufgestellt ist.

Sofern das nicht ein Niedrigenergiehaus mit hermetisch abgeschlossenen Räumen ist, ist das ohnehin ein Schmarrn, denn der Dunstabzug läuft ohnehin nur kurze Zeit und selten schläft man dabei. Insofern soll es Menschen geben, die den Funkkontakt nach der Feuerstättenschau wieder außer Betrieb nehmen.

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. . . dann jedoch wäre eine spätere ERSATZVORNAHME durch genau diesen ARBEITS-UNWILLIGEN Handwerker nach Aussagen des BUNDES-WIRTSCHAFTSMINISTERIUMS (Herr Dr. Tober) NICHT zulässig.

Ein Richter würde die Frage stellen "wer ist denn dieser Tober?" und er würde sich nicht einmal für irgendwelche Worte von Sigmar Gabriel interessieren - und der ist immerhin Chef von det janze.

Also bitte die zugehörige Gesetzgebung nebst Rechtsprechung heranziehen, nur so entscheidet ein Richter, XXXXX sonst geht der Schuß nach hinten los XXXXX .


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Hallo Manfred

Ich habe zwar keine Ahnung, was in der ENERGIEDEPECHE steht, aber das dürfte auch nicht relevant sein.

Der grundsätzliche Formfehler lag bei Ihnen und beim Kehrer gleichermaßen. Er kam forsch und wollte kehren, was ein klassisches Haustürgeschäft (Dienstleistungesvertrag) ist und Sie haben seine Leistung angenommen, auf Preisinformationen verzichtet und damit einen möglichen Rücktritt verwirkt.

Da Ihnen der Kehrer keine Preisinformation gegeben hat, durften sie allerdings auf Ihre bisherigen Erfahrungen trauen. Im Streitfall wird ohnehin der ortsübliche Stundensatz herangezogen und der dürfte 60 € brutto nicht überschreiten. Ihre lokale Handwerkskammer (nicht die Kehrerinnung!) kann Ihnen die ortsüblichen Handwerker- bzw. Dienstleisterstundensätze nennen. I.d.R. dauert der Vor-Ort-Einsatz nicht länger als 15 Minuten und noch ein paar Minuten für die Haus-zu-Haus-Anfahrt, schließlich hat er seinen Einsatz selbst geplant.

Da er Ihnen wohl keine Preis-/Leistungs-Info gegeben hat, darf die ganze Sache nicht mehr als 15 oder 30€ brutto kosten. Das würde ich ihm überweisen und keinen Cent mehr.

Es ist anzunehmen, dass er dann emotional rumzickt, aber seine rechtlichen Möglichkeiten tendieren gegen null. Er kann Ihnen allenfalls zukünftig Kehrung und Messung verweigern. Da brauchen Sie dann einen sog. Freien Kehrer. In NRW dürfte sich der finden lassen.

Sollte er dann bei der nächsten Feuerstättenschau durch besondere "Maßnahmen" auffallen, eine schriftliche Meldung an das LRA oder die Aufsichtsbehörde. Die müssen dann schriftlich antworten und der Kehrer bekommt einen Eintrag auf seinem "Kerbholz", was sich auf einen neue Nominierung nach maximal 7 Jahren nicht positiv auswirken dürfte.

Viel Erfolg






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Das dokumentiert aber eher die Ahnungslosigkeit der Feger-Innung in wirtschaftlichen Angelegenheiten.

Ein Medienbericht mag die Reichweite eines B2C-Unternehmens zumindest spontan drastisch erhöhen, da jeder Kehrer 100% Monopolreichweite hat, bringt das gar nichts und ist, wie der überwiegende Kehreraufwand, sinnlos verbranntes Geld.

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Araym ist doch der "nette Schornsteinfeger".- oder?! Er hat sich nebenan so was von lächerlich gemacht und genau den Kehrer raushängen lassen, wie er hier und überall als Negativbeispiel gilt. Er versucht es eben wieder hier.

BTW: Der Forenbetreiber kann immer Mehrfachanmeldungen durch die technischen Internetdaten identifizieren.

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Sie haben das Problem noch nicht erkannt. Es bedarf keines Sytems, das sich an Ihrer Befindlichkeit orientiert, sondern Sie müssen sich an den Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts orientieren. Nur dasitzen und andere zu Lösungen auffordern bringt nichts. Sie nutzen zwar die Bequemlichkeit eines Autos und haben womöglich einen Computer mit sinnvoller Software. Dann besorgen Sie sich ein Geodaten-Logistik-Programm und starten Sie. Wenn Sie Unterstützung brauchen, dann treten Sie Ihrer Innung in den Allerwertesten, denen liegen solche Konzepte längst vor.

Und ich kenne ein paar Kehrer persönlich. Die würde ich als wohlhabend bezeichnen. Also nicht rumjammern, zudem bei Stundensätzen, die für jeden Handwerker einen Traum darstellen.

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