Autor Thema: Sicherheit von Erdgasheizungen  (Gelesen 8262 mal)

Datko

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Sicherheit von Erdgasheizungen
« am: 13.12.11, 11:26 »
- Gasthermen werden heutzutage in der Regel raumluftunabhängig eingebaut.
Das Abgasrohr hat zwei Kammern, eine für das Abgas und eine für die Frischluft. Frischluft wird von außen angezogen und Abluft wird nach Außen abgegeben. Die Raumluft im Heizraum ist unbeteiligt.

- Gasthermen haben Sicherheitsabschaltungen,
z.B. wenn nicht genug Gasdruck in der Leitung ist oder wenn der Vorlauf eine zu hohe Temperatur erreicht

- Für ein optimales Luft-Gas-Gemisch sorgt die Lambdasonde.
Der Verbrennungsprozess wird so optimiert. Siehe unter "Verwendung in der Hausheiztechnik" http://de.wikipedia.org/wiki/Lambdasonde

Und natürlich: Bei Gasheizungen gibt es keinen Ruß!
« Letzte Änderung: 13.12.11, 11:31 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
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TWMueller

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Re: Sicherheit von Erdgasheizungen
« Antwort #1 am: 13.12.11, 16:12 »
Man könnte ja fast glauben, das Schornsteinfeger(Un)wesen wäre dazu da, Risiken zu besetitigen. Es macht jedoch nur dann Sinn, sich mit TECHNISCHEN Lösungen für Gasgeräte zu beschäftigen, wenn das Risikopotential in irgend einer Weise Einfluss auf den Arbeitsumfang der halbstaatlichen Schornsteinfeger hätte.

In Wahrheit geht es aber primär um den ERHALT eines VERALTETEN SYSTEMS. Rund 8.000 Kehrbezirke sollen gerettet werden. Ein bischen Markt muss die Lobby-Gesetzgebung zwar nach Drängen der EU hinnehmen, aber das soll nicht zu Einkommensverlusten der verhätschelten Staatshandwerker führen. Und kaum scheint die moderne Technik ein Einsatzgebiet der Schornsteinfeger zu gefährden, werden sofort zum Teil absurde NEUE TÄTIGKEITSBEREICHE erfunden, die angeblich ungeheuer wichtig für die Sicherheit der Bevölkerung sind. Oder was hat ein SCHORNSTEINFEGER mit der Kontrolle von Schimmel in Lüftungsanlagen zu tun? Was geht es einen SCHORNSTEINFEGER an, wie gut die Warmwasserrohre der Bürger isoliert sind? Wer erdreistet sich, den SCHORNSTEINFEGER zum Bezirks-AUFSEHER zu befördern, der bei den Bürgern schnüffelt, ob diese auch die richtigen Heizungsthermostaten verwenden (oder in Zukunft sogar als Haushalt bei der G.E.Z. angemeldet sind).

Verschwenden wir daher keine Zeit mit Überlegungen, wie SICHER moderne Heizgeräte sind. Das interessiert weder die Schornsteinfeger, noch die protektionistische Gesetzgebung. Der einzig sinnvollle und notwendige Schritt besteht darin, die Widersprüchlichkeit der Schornsteinfeger-SONDER-Gesetzgebung aufzuzeigen und das GESAMTE GESETZESKONSTRUKT wegen dessen VERFASSUNGS- und RECHTS-WIDRIGKEIT ersatzlos zu streichen.

Erst dann, wenn auf LANDESEBENE über die Frage nachgedacht wird, ob und wenn ja in welchem Umfang GESETZE zur Sicherheit von Feuerstätten überhaupt NOTWENDIG (nicht "sinnvoll" !) sind, werden technische Aspekte gefragt sein.
« Letzte Änderung: 13.12.11, 16:16 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

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GR

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    • Bei moderner Heiztechnik sind Schornsteinfeger/Kaminkehrer überflüssig; Schornsteinfeger-Kosten oft nutzlos und teuer
Re: Sicherheit von Erdgasheizungen
« Antwort #2 am: 14.12.11, 18:07 »
Es ist meines Erachtens auch eine andere Sichtweise möglich und nützlich:
Ich jedenfalls meine schon,  dass klargestellt werden sollte, wie sicher moderne Heizgeräte sind und dass genau deshalb das tatsächlich notwendige Arbeitsvolumen der Kaminkehrer dort NULL ist. Und genau deshalb sind solche Kontrollen nutzlos und auch teuer. Das ist der Punkt, den Mieter und Eigentümer direkt treffen!  Nicht primär die juristisch abenteuerliche, aber eben auch trockene Schornsteinfeger-Gesetzeskonstruktion.
Und wenn Mieter und Eigentümer weiterdenken wollen und sich informieren, wie sowas überhaupt zustandekommt, dann werden sie im Verlauf automatisch - auch dank der unermüdlichen Argumentation von Herrn T.W. Müller - auf das ganz offensichtlich verfassungswidrige Sonderrecht der Schornsteinfeger stossen.

Es mag durchaus sein, dass Juristen oder juristisch Interessierte  zuerst von dieser Seite aus das Problem angehen wollen (und sollen).

Egal welcher - der sich ergänzenden - Wege am Ende Erfolg hat, das abenteuerliche Schornsteinfeger-Sonderrecht wird am Ende fallen, davon bin ich überzeugt.
« Letzte Änderung: 15.12.11, 08:55 von GR »
Bei moderner Heiztechnik sind Kaminkehrer/Schornsteinfeger überflüssig. Einschränkungen des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung sind deshalb nicht mehr zulässig. Die betreffenden gesetzlichen Vorschriften sollten grundlegend entrümpelt und an die technische Entwicklung angepasst werden!

Werner

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Re: Sicherheit von Erdgasheizungen
« Antwort #3 am: 28.01.12, 22:53 »
Von: Firma Vollenbröker [mailto:mail@vollenbroeker.com]
Gesendet: Mittwoch, 25. Januar 2012 21:53
An: 'Martin Luecker'
Betreff: AW: Antwort: AW: Antwort: WG: Anhörung 38 63 32

 

Tja, meine Damen und Herren aus den von uns nicht zu knapp mittels Steuern finanzierten Behördenbehausungen – Sie sind entweder nicht fähig oder nicht willens ihren Aufgaben zum Wohle der Bürger

dieses Landes nachzukommen. Es macht sich der Verdacht breit, sie unterstützen lieber eine Mafia  mit schwarzen Tarnanzügen als ihrem guten Gewissen ( falls sie denn noch eins haben) zu folgen.

Es ist sehr schade, zu sehen wie ein solcher Staat durch auch ihre Verhaltensweisen verkümmert. Sie brauchen sich besser nicht mehr zu wundern, warum dieser Staat immer mehr an Glaubwürdigkeit verliert!

Und was noch schlimmer ist: dieser Prozess ist unumkehrbar! Politikverdrossenheit hat auch etwas mit dem Engagement jedes einzelnen Behördenvertreters zu tun. Man sieht sich im Leben mindestens immer

zweimal… . – und das ist auch gut so! Genauso gibt es immer Alternativen. Wir sind nicht umsonst mehr als erfolgreich seit einem Vierteljahrhundert am freien Markt tätig. Auch sind wir ihnen nicht schutzlos ausgeliefert! Ebenfalls steht dem halbwegs Kundigen heutzutage mit dem Internet eine hervorragende Informationsquelle zur Verfügung. Es ist die Handwerkskammer, welche zuständig für die Zulassung der

EU – Dienstleister ist! – und die haben keine Adressen??? –Wer will hier denn wen verar……. . ? Auch dieser „Verein“ ist hoffnungslos fehl am Platz! (Wird ebenfalls mit Zwangsgeldern von unsereins finanziert! –

Und keiner braucht sie wirklich…) Armes Deutschland: kein Mut, keine Verantwortung, nur geschleime und ar…kriecherei ;– gute Nacht Deutschland! Macht nur weiter so, ihr werdet es schon zu spüren bekommen…

 


Benol

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Re: Sicherheit von Erdgasheizungen
« Antwort #4 am: 03.08.12, 13:05 »
Das Problem ist halt oft bei Mietwohnungen, dass man da keine Wahl hat, Gas ist schon teuer aber wahrscheinlich wäre eine Elektrotherme auch teuer.

TWMueller

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Re: Sicherheit von Erdgasheizungen
« Antwort #5 am: 04.08.12, 10:25 »
Das Problem ist halt oft bei Mietwohnungen, dass man da keine Wahl hat, Gas ist schon teuer aber wahrscheinlich wäre eine Elektrotherme auch teuer.

Hier wird die ganze Perversität des Schornsteinfeger-(Un)-Wesens deutlich. Allein die Tatsache, dass jemand darüber nachdenkt, von Erdgas auf Elektro umzurüsten, nur um endlich den Zwangs-Schornsteinfeger los zu werden, macht doch die Problematik überdeutlich.

Wer geistig mal ein paar Schritte zurücktritt, um das Problem aus der Distanz überblicken zu können, wird sofort erkenne, dass es in Wirklichkeit ZWEI Problemfelder gibt. Das HAUPT-Problem ist das völlig verfassungs- und rechtswidrige SONDER-Recht zum Schutz eines Berufsstands. Dieses sogenannte BERUFSRECHT gehört ersatzlos in die Tonne. Ohne Wenn und Aber!

Die hiervon völlig zu trennende Frage ist, wie man in Deutschland mit geringsmöglichem Aufwand die Sicherheit von Heizungsanlagen und Feuerstätten gewährleisten kann. Bei einer Gastherme wäre die Antwort einfach: Jedes Neugerät muss mit einer technischen Ausstattung ausgerüstet sein, die bei CO in der Raumluft die Gaszufuhr abregelt. Und bei Altgeräten wird der Einsatz von (preisgünstigen) CO-Warngeräten empfohlen. Letztendlich ist jedoch jeder Betreiber einer technischen Anlage für die Sicherheit SELBST verantwortlich.

Der gesetzlich verordnete Zwangsbesuch des Schornsteinfegers - meist EIN Mal im Jahr bei Gasgeräten - erzeugt doch bloß eine SCHEIN-Sicherheit. Es ist ein Zufallstag, an dem der Feger kommt. Die biserigen Schadensfälle waren jedoch NIE auf eine langsam anwachsende Störung zurückzuführen. Es gibt halt keinen Bremsbelag, dessen Dicke langsam abnimmt. Wenn freitags der Feger geprüft hat, bewahrt dies nicht davor, dass vielleicht schon am Sonntag ein Unfall passiert. Würde man jedoch statt jährlich 50,- Euro für den Bezirkskontrolleur nur 20,- Euro in ein Warngerät inverstieren, hätte man das ganze Jahr zumindest Schutz vor unbemerkten Schäden.
« Letzte Änderung: 04.08.12, 10:28 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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